paedML® auf dem Weg in die Cloud

Überall heißt es "Wir bringen Sie in die Cloud." Aber was steckt dahinter, wenn von "Cloud Computing" die Rede ist? In diesem Artikel zeigen wir auf, was Cloud Computing bedeutet, welche Formen es gibt, welche Clouddienste das LMZ Schulen in der Zukunft anbieten möchte und welchen Vorteil Schulen als Nutzer des Cloud Computings haben.

Cloud Computing – Nur Hype oder lohnt sich ein Blick?

Darstellung der Cloud Computing Angebote. Bild: © Thinkstock, Bildnummer 135848458, Raywoo

Beim Cloud Computing werden gesamte IT-Infrastrukturen, wie Rechen- und Netzwerkkapazitäten, Datenspeicher oder Anwendersoftware über das Internet bereitgestellt. Anwender rufen über das Web nach Bedarf die angebotenen Services (zum Beispiel ein Office-Paket, das online bereitgestellt wird, oder Entwicklungsplattformen) ab und müssen damit ihre Hardware nicht mehr selbst betreiben. Sie mieten quasi Dienste bei einem oder mehreren Anbietern und bezahlen in der Regel nur die in Anspruch genommene Leistung. Da die IT-Infrastruktur – ausgelagert - auf den Servern des Anbieters liegt und nicht mehr lokal auf dem Rechner zu Hause, im Büro oder in der Schule, scheinen die zur Verfügung gestellten Dienstleistungen aus Nutzersicht abstrakt zu sein, wie in einer "Wolke" verhüllt. Deshalb spricht man auch von Cloud Computing.

Um zu verstehen, wie Cloud Computing funktioniert, muss man wissen woher diese Entwicklung kommt. Cloud Computing ist keine neue Technologie. Mit dem Aufkommen der Internetfirmen wie Amazon, Google oder Yahoo wurde für sogenannte Belastungsspitzen, zum Beispiel an Weihnachten, eine hohe Verfügbarkeit der Systeme benötigt. Unternehmen setzten Serverarchitekturen mit großen Mengen an Rechen- und Speicherkapazitäten auf, um diesen Belastungsspitzen standhalten zu können. Außerhalb der Spitzenzeiten wurde die Rechenleistung der Server nicht genutzt. Um diesen Schwankungen zu begegnen und die brachliegende IT-Infrastruktur sinnvoll zu nutzen, sind die Internetfirmen dazu übergegangen, ihre freien Serverkapazitäten zu vermieten – man spricht dabei von Infrastrucure as a Service. Später kamen nach und nach weitere Cloud Angebote wie Software as a Service oder Plattform as a Service hinzu. Vorteil: Der Zugriff auf die Services erfolgt webbasiert und kann damit zu jeder Zeit und von jedem Ort aus stattfinden. Es werden drei Arten von Cloud Computing unterschieden:

 

  • IaaS (Infrastructure as a Service): Dieser Cloud-Service meint das Bereitstellen einer Basisinfrastruktur in Form von virtualisierter Hardware. Internet-Service-Provider bieten Rechen- und Speicherkapazitäten aus dem Rechenzentrum an, die von Anwendern gemietet werden können.
  • PaaS (Plattform as a Service): Zusätzlich zur reinen Infrastruktur, wie bei IaaS, stellt der Dienstleister auch Dienste (wie zum Beispiel Entwicklungsumgebungen) zur Verfügung, die Grundlage für Test oder Anwendungsdienste sein können.
  • SaaS (Software as a Service): Hierbei handelt es sich um die Bereitstellung vollständiger Anwendungen (wie zum Beispiel Bildbearbeitung, Office-Anwendungen u. a. auf den Servern des Dienstleisters. Eine Installation auf dem eigenen Rechner ist hierbei nicht erforderlich.

 

So weit so gut. Was bedeutet das nun für Schulen und paedML-Kunden? Welche Veränderungen bringt Cloud Computing für schulische Computernetze mit sich? Welche Argumente sprechen für Cloud Computing, welche dagegen?

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Die LMZ Wolke

Cloud Computing würde Schulen Entlastung unter folgenden Gesichtspunkten bringen: Die Schule müsste ihre Serverhardware nicht mehr selbst beschaffen, sondern könnte ihre paedML auf einer Infrastruktur in der Wolke installieren lassen, sofern die Schule performant an das Internet angeschlossen ist. Die Anpassung der paedML an die schulischen Anforderungen bliebe in der Verantwortung des Netzwerkberaters.

Beispiel für Infrastructure as a Service. Bild: © Thinkstock, Bildnummer 136508031, Raywoo

Bezüglich der Bereitstellung eines Grund-Images für die Arbeitsplatzrechner böte die Cloud virtuelle Desktops und weitere Möglichkeiten, indem Software als Service eingebunden wird oder virtualisierte Software, konfliktfreier als bisher, im schulischen Netz angeboten werden könnte. Ein weiterer Vorzug bestünde in der zeitnahen Bereitstellung der paedML, da ein virtuelles Grundimage der paedML für das "Ausrollen" (roll-out) vorgehalten würde.

 

Auch die Ausstattung der Hardware wird damit unwichtiger. Der Server selbst muss nicht über große Speicherkapazitäten verfügen, denn  die User greifen webbasiert auf den Speicherplatz zu, der in der Cloud  "liegt". Sie haben damit - unabhängig von ihrer Rechnerleistung - große Mengen für Datenvolumen, zum Beispiel Bilder, Präsentation oder Filme. Für die paedML-Kunden wird das LMZ  als Anbieter solcher Dienstleistungen auftreten.

Aber mit dem Auslagern des Schulservers allein ist es nicht getan. Neben den beschriebenen (IaaS) Angeboten, möchte das LMZ auch Dienste aus dem Bereich SaaS anbieten.

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Erste Schritte

Beispiel für Software as a Service. Bild: © Thinkstock, Bildnummer 136568955, Raywoo

Bislang war der Weg, Software zu beziehen und im Netzwerk zu verteilen, eher steinig. Zwar gibt es bereits den MSI-Downloadserver auf dem Support-Netz-Portal, jedoch nimmt das Installieren von Software weiterhin viel Zeit in Anspruch. Das zeigt sich daran, dass Netzwerkberater dreiviertel ihrer Zeit mit Installationen verbringen, so das Ergebnis einer Support-Netz-Kundenumfrage. Mit der Einführung einer LMZ Cloud soll Schulen der Weg geebnet werden, ohne Installationsaufwand Software beim LMZ  beziehen zu können. Über einen Warenkorb könnten sich Schulen sogenannte Software-Grundpakete auf dem Support-Netz-Portal zusammenstellen und diese  nutzen und nach Nutzungsdauer bezahlen (Pay per Use). Der Warenkorb wird von Zeit zu Zeit aktualisiert und angepasst. Das Portfolio des Warenkorbs beschränkte sich dabei nicht nur auf Angebote des LMZ. Schulen könnten Software verschiedener Schulbuchverlage über das LMZ beziehen, vorausgesetzt sie nähmen an der paedML Cloud teil.

 

Hört sich in der Theorie alles einfach an, denn Schulen würden lediglich eine schnelle Internetanbindung benötigen.

 

Für Schulen ergeben sich daraus gleich mehrere Vorteile:

 

  1. Der Netzwerkberater würde von Server- und Administrationsaufgaben entlastet und müsste sich nicht mehr in die Tiefen der Technik einarbeiten. Er müsste nur noch Aufgaben übernehmen, die er mit der paedML-Schulkonsole durchführen kann. Dazu gehören Klassen und Schüler anlegen, versetzen und verwalten oder die Auswahl sowie Bestellung der gewünschten Schulsoftware und Anwendungen.
  2. Schulen sparten Zeit: Zum einen bei der Auswahl nach den richtigen Programmen - denn das LMZ suchte schulgeeignete Software und prüfte diese für den Einsatz im Unterricht mit der paedML; zum anderen bei der Installation, denn bei S-a-a S) erfolgte die Verteilung im Schulnetz ganz einfach, quasi "per Knopfdruck".
  3. Schulen sparten Kosten: Denn Sie müssten nicht mehr jede Software oder jedes Programm selbst beschaffen, sie "mieteten" es quasi für eine gewisse Zeit beim LMZ.
  4. Durch den webbasierten Zugriff könnten Lehrkräfte aber auch Schülerinnen und Schüler zu jeder Zeit und von überall auf das Netzwerk zugreifen - egal ob in der Schule oder von zu Hause.

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Verschlankung der Schul-IT - Zukunftsmusik oder Wirklichkeit?

Momentan haben Schulen nicht nur ein Netzwerk an der Schule. In der Regel gibt es das pädagogische Netz und das Verwaltungsnetz, manchmal sogar noch ein Lehrernetzwerk an einer Schule. Sprich: drei Netze, drei Server, dreimal Pflegeaufwand. Eine Verschlankung  war bislang nur zum Teil möglich Mit Cloud Computing kann nun ein Konzept zur  Nutzung gemeinsamer Infrastruktur realisiert  werden, das eine Verschlankung der Schul-IT möglich macht. Der Datenschutz muss aber gewährleistet sein.

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Datensicherheit in der LMZ Cloud

Das webbasierte Arbeiten in der Wolke klingt in erster Linie viel versprechend. Für viele sind die technischen Fragen aber nicht annähernd so bedeutend wie die Fragen zur Datensicherheit. Was passiert mit den Daten, die in der Cloud abgelegt werden?

Datensicherheit in der Cloud. Bild: © Thinkstock, Bildnummer 136277190, Raywoo

Da uns das Thema Datensicherheit ebenfalls unter den Nägeln brennt, sind wir bereits jetzt darauf bedacht, eine sichere Lösung für Schulen zu finden. Wir möchten sicherstellen, dass Ihre Daten, die in der LMZ Cloud abgelegt werden, sicher behandelt werden und nicht angreifbar sind. Vertrauen ist gut, aber an dieser Stelle nicht die richtige Lösung. Aus diesem Grund wird das LMZ einen Vertrag ausarbeiten, eine sogenannte Compliance, die diese Fragen beantworten soll – sodass Sie auch weiterhin in die paedML vertrauen können. 

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