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Kosten: IT-Ausstattung an Schulen

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Der digitale Wandel ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen bereits deutlich spürbar, doch ausgerechnet in der Schullandschaft kommt die Digitalisierung nur schleppend in Gang. Ein Grund: Die digitale Bildung kostet Geld und vielerorts erhebt sich die Frage: Von welchen Investitionssummen sprechen wir? Welche Kosten entstehen für eine lernförderliche IT-Infrastruktur?  Welche Kosten müssen berücksichtigt werden für Schulhausvernetzung, WLAN-Funknetze, Endgeräte und Server? Weitere Kosten generieren Hardware, Lernsoftware und Support und Fortbildung.

 

Im Rahmen der Medienentwicklungsplanung stellen Kommunen bzw. Schulträger immer wieder genau diese Fragen. Sie brauchen Kenngrößen zur Medienausstattung, um realistisch kalkulieren zu können. Dabei müssen neben den Kosten für die Erstausstattung auch die jährlichen Folgekosten berücksichtigt werden, um die IT-Infrastruktur nachhaltig in Betrieb zu halten.

 

Im Auftrag der BertelsmannStiftung haben nun Wissenschaftler vom Institut für Informationsmanagement der Universität Bremen (ifib) modellhaft berechnet, welche Kosten für eine IT-Ausstattung für Grundschulen und weiterführende Schulen anfallen und notwendige Investitionen ermittelt. Die im November 2017 veröffentlichte Studie kommt zu folgendem Ergebnis:

 

„Jährlich fallen für eine Grundschule durchschnittliche Kosten in Höhe von ca. 45.500 Euro an. Für eine weiterführende Schule liegen die Kosten bei etwa 300.000 EUR. Das entspricht ca. 260 Euro pro Schüler in der Grundschule und rund 400 Euro pro Schüler in der weiterführenden Schule.“ (Pressemeldung der BertelsmannStiftung vom 03.11.2017). Einmalige Kosten für den Breitbandanschluss sind nicht berücksichtigt, ebenso wenig Fortbildungskosten für Lehrkräfte.

 

Hier finden Sie die Studie „IT-Ausstattung an Schulen“ zum Nachlesen und die Pressemeldung der Bertelsmannstiftung:

17.11.2017, Boscher