Skala

Bild: Paehder, Lizenz: CC BY-ND

Wo hört Spaß auf und fängt Gewalt an? Was denke ich über Pornografie? Bei Skala bilden sich Schülerinnen und Schüler eine bewusste Meinung zu einem bestimmten Thema.

Die Methode unterstützt die Reflexion über eigene Einstellungen und regt zur Diskussion in der Gruppe an.

 

Vorbereitung

  • Im Vorfeld Material vorbereiten, zu dem die Beteiligten Stellung beziehen soll; dabei kann es sich um einzelne Begriffe, Aussagen oder auch Bilder handeln (siehe Beispiele).
  • Es wird ausreichend Platz benötigt, also ggf. Tische und Stühle zur Seite räumen! 
  • Zwei Karten mit gegenteiligen Begriffen (siehe Beispiele) vorbereiten und als Endpunkte einer imaginären Linie im Raum auslegen. 

 

Ablauf

  • Durchführung: Weisen Sie als Erstes darauf hin, dass es bei dieser Methode keine richtige oder falsche Bewertung gibt – das ist sehr wichtig! Lesen Sie dann die einzelnen Aussagen/Begriffe vor bzw. zeigen Sie die Bilder einzeln. Jede/-r entscheidet für sich, welcher der beiden Wertungen er oder sie in diesem Fall nähersteht – und positioniert sich dementsprechend auf der imaginären Linie.
  • Reflexion: Nach jeder Positionierung einzelne Schüler/-innen bitten, ihre Gründe zu nennen, warum sie sich an einer bestimmten Stelle positioniert haben. Das soll aber freiwillig geschehen!

Thema Cybermobbing

Ziel

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Gewalt für jede/-n etwas anderes bedeuten kann und es subjektiv ganz unterschiedlich empfunden wird, wann Gewalt anfängt.

Gegenteilige Begriffe

„Gewalt“ – „keine Gewalt“

Einzelbegriffe

schubsen, schlagen, auslachen, ignorieren/ausschließen, treten, anlügen, mobben usw.

Sätze / Fallbeispiele

  • Svenja kommentiert bei Facebook ein Foto von ihrer Freundin Katja mit: „Ey, geile Schlampe!“
  • Die Klasse beschließt, Holger geschlossen zu ignorieren.
  • Ein Mann schubst ein kleines Mädchen von der Straße, weil ein Auto angerast kommt. Das Mädchen bricht sich dabei den Knöchel.
  • Franziska schlägt Niklas mit einer Stange auf den Kopf.
  • Die Mädchen aus der Klasse nennen Chantal bei jeder Gelegenheit „dürres Klappergestell“.
  • usw.

Arbeitsauftrag

Die SchülerInnen entscheiden für sich: Ist das eher Gewalt oder eher keine Gewalt?

Thema Schönheitsideale

Ziel

Die Schüler/-innen sammeln Argumente für ihre Wahrnehmung von Attraktivität und erkennen, dass Schönheit oft mehr bedeutet als nur Äußerlichkeiten.

Gegenteilige Begriffe

„attraktiv“ –„unattraktiv“

Bildpräsentation

  • Erstellen Sie eine PowerPoint-Präsentation mit Fotos bekannter Menschen/Stars aus den Medien – nur ein Foto auf jeder Folie.
  • Optional können Sie auch ausgedruckte Bilder verwenden.
  • Anmerkung: Bitte stets auf Bildrechte achten. Rechtefreie Bilder finden Sie beispielsweise auf Flickr (Suche auch über Compfight möglich) oder auf Wikimedia Commons.

Arbeitsauftrag

Zeigen Sie der Klasse die einzelnen Bilder der berühmten Persönlichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich auf der imaginären Linie positionieren, je nachdem ob sie die gezeigte Person eher attraktiv oder eher unattraktiv finden.

Thema Pornografie

Ziel

Die Schülerinnen und Schüler kommen über Pornomythen ins Gespräch und klären sich im Idealfall gegenseitig darüber auf.

Gegenteilige Begriffe

„stimme zu“ – „stimme nicht zu“

Pornomythen

  • Mädchen schauen genauso gern Pornos an wie Jungen, trauen sich aber nicht, das zuzugeben.
  • Wer zu oft Pornos anschaut, stumpft ab.
  • Wenn man noch nicht so viele Erfahrungen hat, kann man bei Pornos im Internet einiges lernen.
  • Wenn Jungen/Mädchen zu viele Pornos gesehen haben, werden sie von ihrer Freundin/ihrem Freund bald perverse Sexpraktiken verlangen.
  • Zu gutem Sex gehört ein häufiger Stellungswechsel.
  • Sex mit immer derselben Person ist auf Dauer langweilig.
  • Je größer der Penis, desto besser der Sex.
  • Eine Frau muss wissen, was den Mann befriedigt.
  • Je mehr die Frau stöhnt, desto größer ist ihr Lustempfinden.
  • Der Sex ist vorbei, wenn der Mann einen Orgasmus hatte.

Arbeitsauftrag

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich, ob sie der Aussage eher zustimmen oder nicht.

Hinweise

Gruppengröße: beliebig, jedoch kann es bei zu vielen Beteiligten etwas chaotisch werden.

Zeitrahmen: ca. 15 Minuten

Zielgruppe: Jugendliche, auch Erwachsene (Eltern, Pädagog/-innen, Studierende)

Geeignete Themen: alle Themen

Material

zwei Stück schönes Papier (zweifarbig), beispielsweise aus dem Moderationskoffer

Texte