Schritt 4: Aktionsplanung und Durchführung

Die Schritte zur Auswahl:

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Aktionsplanung

Die vereinbarten Ziele sind Grundlage und Orientierungspunkt für die konkrete Aktionsplanung. Zunächst sollte die Steuergruppe alle zur Planung und Durchführung der Erstellung eines Jugendmedienschutzcurriculums notwendigen Teilaufgaben sammeln und das Projekt in denkbar kleinste Teilaufgaben zerlegen. Die zentrale Fragestellung hierfür lautet: Was muss alles geleistet bzw. getan werden, um das Projektziel zu realisieren?

 

Ein Beispielworkshop:

PDF 4.1: Workshop zur Aktionsplanung

Ein Aktionsplan hilft, die Ziele und Prioritäten in eine konkrete Planung umzusetzen. Er ist als Grundlage bzw. Ausgangspunkt für Ihren eigenen Aktionsplan gedacht.

 

Ein Vorschlag für einen möglichen Aktionsplan:

PDF 4.2: Beispiel für einen Aktionsplan

Ein Aktionsplan bietet zahlreiche Vorteile [1]:

  • Er legt die Handlungsträger fest.
  • Er optimiert den Arbeitsablauf, indem er die Zuständigkeiten zu den verschiedenen Zeitpunkten festlegt und die Voraussetzungen verdeutlicht.
  • Er dient als Geschäftsverteilungsplan, indem für jede Tätigkeit Verantwortliche benannt werden.
  • Er dient als Kontrolle, ob die Termine für einzelne Tätigkeiten eingehalten werden.
  • Er sorgt für Transparenz des Entwicklungsprozesses und ermöglicht für das Kollegium eine Übersicht.

Die Schulleitung sollte bei der Aktionsplanung darauf achten, die Rahmenbedingungen zu verbessern: Welche unterstützenden Rahmenbedingungen sind notwendig, um das Jugendmedienschutzcurriculum im Schulalltag zu verankern (Besprechungen, Jahrgangsstufenkonferenzen, Fortbildungen, Deputatsermäßigungen etc.)?

 

Ein Schulentwicklungsprozess wird im Allgemeinen dann begünstigt, wenn kontinuierliche Gesprächsanlässe geschaffen werden, an denen ein regelmäßiger und gezielter Austausch der am Prozess Beteiligten über Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und mögliche Stolpersteine stattfinden kann. Diskussionen und Arbeitsgespräche sollten eingeplant werden, um eine verstärkte Transparenz und Akzeptanz zu schaffen: Wo und mit wem wird dieser Vorschlag diskutiert (Schulöffentlichkeit: Kollegium, Schüler/-innen, Eltern, Schulamt, Gemeinde etc.)?

 

Nachdem der Aktionsplan erstellt ist, bietet es sich zum Beispiel an, diesen in Gesamtlehrer- und Schulkonferenz vorzustellen und Diskussionsraum zu geben. Der Arbeitsstand kann auch online oder in Printfassung zur Einsicht zur Verfügung gestellt und Gelegenheit für Rückmeldung eingeräumt werden.

Durchführung

In der Umsetzungsphase wird der Aktionsplan durchgeführt. Es empfiehlt sich, mit einem Pilotvorhaben zu beginnen, zum Beispiel mit der Einführung des Jugendmedienschutzcurriculums im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Kontext der Klassenstufe 5.

 

Eine schrittweise Umsetzung über alle Klassenstufen hinweg ist meistens sinnvoll: Die Lehrkräfte können nach und nach, zum Beispiel durch ein Hospitationsmodell, geschult und medial geeignete Räumlichkeiten können zur Verfügung gestellt bzw. sukzessive eingerichtet werden. Nach der ersten Erprobungsphase kann zudem Bilanz gezogen und die Umsetzung optimiert werden.

Quelle

[1] Horster, Leonhard: Changemanagement und Organisationsentwicklung. In: Buchen, Herbert/Rolff, Hans-Günter (Hrsg.): Professionswissen Schulleitung. Weinheim 2006, S. 229–293. [zurück]

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Magdalena Steiner / LMZ