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Sprechstile im Hörspiel – Ein geschichtlicher Überblick.

  • Autorin: Eckstein, Wiebke
  • Erschienen: 2008
  • Quelle: Unveröffentlichte Diplomarbeit. Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik. Studiengang Sprecherziehung.

Abstract

Wiebke Eckstein gelingt es in ihrer Analyse sehr anschaulich den typischen Sprechstil der Weimarer Radiokünstler Ernst Busch, Erika Dannhoff, Else Theel u. a. im Kontext des Hörspiels herauszuarbeiten. Es ist eine interessante Diplomarbeit, die sowohl bei Sprecherzieherinnen und Sprecherziehern als auch bei Rundfunkhistorikern und Rhetorikern Aufmerksamkeit beanspruchen darf. Auch Wolfgang Borcherts Hör- und Schauspiel „Draußen vor der Tür“ (NWDR 1947) nimmt sich die Autorin exemplarisch vor und kann anhand der Stimmmodulation und -führung von Hans Quest, Willy Schweissguth oder Wolfgang Beneckendorf die allmähliche „Tilgung“ des Weimarer Sprechstils anschaulich nachweisen. Bei der Besprechung der Hörspielaufnahmen „Fünf Mann Menschen“ (SWF 1968) von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl bindet die Autorin sehr konsequent die aufkommende Stereo-Technik in ihre Untersuchung ein. Die Untersuchung belegt insgesamt sehr plastisch den Wandel der künstlerischen Stimme vor dem Mikrofon und belegt damit die diachrone Dynamik der künstlerischen Stimme im Medium Radio.
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Eckstein, Wiebke

Wiebke Eckstein studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart das Fach "Sprechkunst und Kommunikationspädagogik" mit dem Abschluss Diplom-Sprecherin/ Sprecherzieherin. Sie ist Trainerin in den Bereichen Präsentation, Stimme und Ausdruck und spricht selbst für verschiedene Audio-Produktionen. Derzeit ist sie Dozentin an der media GmbH Stuttgart, gibt als Trainerin Einzelcoachings und Workshops und arbeitet als Nachrichtensprecherin beim türkischen Fernsehsender Samanyolu Deutschland sowie dem europäischen Sender Ebru TV.