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Verbraucherschutz: Instagram gibt nach

Nachdem Verbraucherschützer Instagrams Nutzungsbedingungen anprangerten, zeigt sich die Plattform einsichtig. Bis Ende des Jahres sollen in Deutschland neue Nutzungsbedingungen gelten.

„Instagram hat sich von seinen zumeist jugendlichen Nutzern viel zu weitreichende Rechte einräumen lassen“, so der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, gegenüber dem Tagesspiegel. Insgesamt 18 Punkte hatte der vzbv aus den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen bemängelt. Unter anderem wurden Klauseln als nicht mit dem deutschen Verbraucherrecht vereinbar beurteilt.

 

Mehr Schutz für 15 Millionen Nutzerinnen und Nutzer

Die Klauseln werden nun durch Instagram bis Anfang November, in anderen Fällen bis Ende des Jahres angepasst. Dazu gehört die Anpassung des Wohnsitzprinzips: Bei Streitigkeiten mit der Plattform gilt nun deutsches Recht, nicht wie von Instagram vorgeschrieben das amerikanische Pendant. Ebenso müssen die Richtlinien bei Accountsperrungen, Instagrams kostenfreie Nutzungsrechte von Nutzerinhalten sowie eine Passage zur Weitergabe von personenbezogenen Daten an Werbepartner überarbeitet werden. Einige Passagen waren nach Auffassung des vbzv zu unbestimmt formuliert, um datenschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten.

16.10.2017