Suche

KIM-Studie 2016 veröffentlicht

Für die KIM-Studie 2016 wurden rund 1.200 Kinder und deren Haupterzieher zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Erste Studienergebnisse zeigen: Das Fernsehen spielt eine deutlich größere Rolle als das Internet. Der Computer wird in dieser Altersklasse hauptsächlich Zuhause zu Lernzwecken genutzt.

Die Studienreihe KIM (Kindheit, Internet, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland ab. 77 % der Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland sehen täglich fern. Auf dem zweiten Platz steht bei der täglichen Nutzung das Handy mit 42 %. Das Internet wird nur von 27 % täglich genutzt. Knapp ein Viertel hört täglich Radio (mit). Ein Fünftel spielt täglich digitale Spiele an Computer, Konsole oder online. Bücher werden in der Freizeit von 15 % der Kinder täglich gelesen.

 

Auf die Frage, welchen Freizeitbeschäftigungen sie am liebsten nachgehen, antworten Mädchen und Jungen „Freunde treffen“, danach kommt das Spielen draußen, an dritter Stelle steht das Fernsehen. Den Umgang mit dem Internet zählt nur jede/r Zehnte zu den liebsten Freizeitaktivitäten. Insgesamt zeigt sich bei Kindern in den letzten Jahren nur ein leichter Anstieg bei der Internetnutzung. Mittlerweile nutzen zwei Drittel (66 %) aller Sechs- bis 13-Jährigen zumindest selten das Internet (2014: 63 %).


Computernutzung Zuhause im Gegensatz zum Unterricht
77 % aller Sechs- bis 13-Jährigen nutzen nach eigener Angabe zumindest selten einen Computer oder Laptop. Dabei wird der PC von allen Kindern zuhause genutzt und jeder Zweite sitzt auch bei Freunden am Computer. Nur zwei Fünftel nutzen jedoch Computer in der Schule. Die Wahrscheinlichkeit der Nutzung in der Schule ist bei älteren Kindern an einer weiterführenden Schule (Haupt-/Realschule: 53 %, Gymnasium: 56 %) deutlich höher als bei Grundschülerinnen und Grundschülern (27 %). Hauptsächlich wird der PC in der Schule genutzt um Texte oder Wörter zu schreiben, an zweiter Stelle steht die Recherche im Internet.

 

Zu Hause wird der PC von den meisten Schulkindern genutzt, um für die Hausaufgaben im Internet zu recherchieren, weiter werden Zuhause am Computer Texte für die Schule geschrieben oder Lernprogramme genutzt. Eine besondere Rolle bei der Recherche für Schulthemen im Internet spielt auch YouTube. Etwa jede/r vierte YouTube-Nutzer/in sieht sich dort zumindest einmal pro Woche Videos zu Themen aus der Schule an – vor allem gilt dies für Kinder ab zehn Jahren.

 

Die gesamte Studie kann man hier einsehen und als PDF herunterladen.
Weitere Informationen zur Medienbildung in der Grundschule finden Sie auch auf unserer Homepage.

01.03.2017