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Facebook ändert Datenschutzrichtlinien DSGVO-konform

Bereits diese Woche wird Facebook seine Datenschutzeinstellungen nach den Vorgaben der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ändern. Vorerst geschieht dies nur in Europa, später sollen die Regelungen auch weltweit gelten.

Die DSGVO soll ab dem 25. Mai 2018 die Datenschutzbestimmungen in Europa vereinheitlichen. Damit gelten nun für alle Unternehmen, die weltweit mit personenbezogenen Daten von EU-Bürgern arbeiten, die gleichen Regelungen.

 

Daher musste auch Facebook die Datenschutzrichtlinien der Plattform an die neuen Anforderungen anpassen. In einem Blogbeitrag kündigte Facebook mehrere Änderungen an, die den Nutzer/-innen mehr Entscheidungsmöglichkeiten bieten. So können diese nun entscheiden, ob im Prozess der personalisierten Werbung Informationen von Partnerunternehmen verwendet werden dürfen. Beim Teilen von politischen oder auch religiösen Inhalten werden User zukünftig gefragt, ob Facebook diese Informationen nutzen darf. Um mehr Kontrolle über eigene Bilder zu erhalten, können Facebook-Nutzer/-innen nun die Face Recognition-Technologie nutzen, um von anderen hochgeladene Fotos von sich zu finden.

 

Mehr Schutz für Jugendliche

Ebenso sollen Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren eine weniger personalisierte Version von Facebook sehen, auch in Hinblick auf personenbezogene Werbung. Dies geschieht offiziell solange, bis ein Erziehungsberechtigter sein Einverständnis für die Vollversion gegeben hat. Jugendliche sollen hierbei trotzdem noch gefragt werden, ob sie Werbung von Facebook-Partner sehen möchten.

 

Nach dem Datenskandal um die Firma Cambridge Analytica steht Facebook auch weltweit unter Druck, vertrauenswürdigere Datenschutzeinstellungen zu präsentieren. 

19.04.2018