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Bewegung bei Sozialen Netzwerken

In den letzten Wochen kam bei den etablierten Sozialen Netzwerken Bewegung ins Spiel. Grundlegende Änderungen sollen die Plattformen noch nutzerfreundlicher machen. Alles im Überblick.

Twitter: Verliert die Plattform ihr Gesicht?
Bereits letzte Woche gab die Plattform Twitter ihr Alleinstellungsmerkmal auf. Die bei der Community beliebten 140 Zeichen wurden auf 280 verdoppelt – was einen entsprechenden Aufschrei unter den Nutzer(-inne)n hervorrief. Twitter argumentiert, dass nach den ersten paar Tagen nur wenige Tweets wirklich die 280 Zeichen komplett nutzten. Es werde eher mehr getweetet, auch da nun Sprachen mit längeren Wörtern leichter eingepflegt werden können. Twitter möchte das twittern also einfacher machen – und damit die Nutzerzahlen erhöhen.

 

Snapchats Plan B: Alles neu
Einfacher soll auch Snapchat werden: Auch wenn die Nutzerzahlen teils stiegen, wurden die Zahlen an der Börse jüngst nicht besser. Immer noch kämpft Snapchat mit schlechten Quartalszahlen und will deshalb die App radikal umstrukturieren. Die Bedienung solle intuitiver werden – vor allem Erwachsene kritisierten oft Snapchats unübersichtliche Struktur. Wird also eine neue Zielgruppe anvisiert? Auch sollen Fotos wie bei Facebook und Twitter nach Relevanz und nicht mehr chronologisch angezeigt werden. Zum Zeitpunkt der Änderungen äußerte Snapchat sich allerdings noch nicht.

 

Facebook: Einkaufen über den Messenger
Facebook bietet vorerst testweise ein neues Plug-In für Firmen-Websites an. So wird der Messenger als Chat-Option direkt in Websites integriert. Firmen können direkt mit den Kunden kommunizieren, auch nachdem die Website schon verlassen wurde. Die Gespräche werden in Facebooks Messenger-App übertragen. Auch Bots können hier eingesetzt werden und die Kundenbetreuung weiter erleichtern. Da viele Kunden den Messenger bereits auf ihren Smartphones installiert haben, ist die Kundenbetreuung 2.0 also nicht so weit entfernt. Aktuell testet Facebook das Konzept mit Anbietern wie Air France oder Zalando.

13.11.2017