MediaCulture-Online Blog

10.08.2016 | Sarah Heinisch

Mediencamp 2016 – Erfolgreiches Sommerferienprogramm in Stuttgart

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien fand vom 1. bis zum 6. August 2016 im Stadtmedienzentrum Stuttgart zum ersten Mal das „Mediencamp 2016“ statt. Für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren wurden jeden Tag von jeweils 9:00 bis 15:30 Uhr verschiedene Workshops angeboten, bei denen die Jugendlichen in Form von aktiver Medienarbeit selbst Projekte planen, gestalten und durchführen konnten.


Der kompetente Umgang mit Medien ist heutzutage wichtiger denn je. Damit Jugendliche und Kinder auch spielerisch einen Zugang finden, veranstaltete das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg das Mediencamp zusammen mit dem Stadtmedienzentrum Stuttgart im Rahmen der Initiative Kindermedienland.

Hörspiel-Workshop: „Der geheimnisvolle Brief“

Los ging es am Montag mit dem Projekt Ohrenspitzer und einem Hörspiel-Workshop. Zunächst wurden durch die Referentin und den Referenten eine Einführung in das Thema Hörspiele gegeben. Nachdem die Grundlagen zu allgemeinen Hörspielen gegeben wurden, besonders auch in Bezug auf bereits bekannte Hörspiele wie „Die drei ???“ , machte sich die Teilnehmer/innen-Gruppe an die Planung. Die Rollen in der Gruppe (Geräuschemacher und Sprechrollen) wurden verteilt und der Inhalt der Geschichte ausgearbeitet. Am Nachmittag ging es mit der Produktion im Tonstudio weiter, sodass am Ende ein knapp sechs minütiges Hörspiel mit dem Namen „Der geheimnisvolle Brief“ entstand.

Trickfilm-Workshop: „Pokémon Go“

Der Dienstag stand ganz unter dem Motto „Trickfilme“ und startete unter anderem mit Fragen wie „Wie viele Bilder pro Sekunde sind für einen flüssigen Film nötig?“ oder auch „Welche Animationsfilme sind euch bekannt?“. Anschließend wurden die Kinder und Jugendlichen zunächst in vier Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe konnte sich ein eigenes Thema für ihren Trickfilm überlegen. Nach der Mittagspause machten sich die Gruppen dann an das Basteln der benötigten Figuren und Formen für den jeweiligen Trickfilm. In Form der Stop-Motion Technik entstanden so Filme über „Pokémon Go“ mit eigens kreierten und gebastelten Figuren, oder auch Trickfilme wie „Die Hand“, bei denen die Jugendlichen mit optischen Täuschungen arbeiteten.

Video-Workshop: „Fluch der Diamanten“

Um in die Welt des Filmdrehens eingeführt zu werden, fand von Mittwoch bis Donnerstag der Video-Workshop statt. Zunächst wurde eine Einführung in die Grundlagen der Filmarbeit gegeben. Im Anschluss wurden die wichtigsten Rollen verteilt: Schauspieler, Produzent, Regisseur und Kameramann. Nachdem das Drehbuch und die Geschichte für den Film ausgearbeitet wurde, begann am Nachmittag der Dreh. Unter Mithilfe der Referenten wurde die Kameratechnik erklärt und zusammen mit den Jugendlichen angewandt. Anschließend wurde der Film aus den Rohaufnahmen zusammengeschnitten und mit Musik und Effekten unterlegt. Heraus kamen so ein jeweils acht und ein sechs minütiger Film: „Der Koffer“ und „Fluch der Diamanten“.

Aktive Medienarbeit: Erlebnisse der vergangenen Woche zusammengefasst

Für den restlichen Donnerstagnachmittag wurde mit Hilfe der iMovie Software ein Trailer erstellt, der die Arbeit und die Eindrücke der Jugendlichen der vergangenen Tage zusammenfasst.

ComputerSpielSchule

Für den letzten Tag der Ferienwoche bot die ComputerSpielSchule Stuttgart ein weiteres Highlight für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen: Neben der Möglichkeit, über Scratch eigene Spiele zu programmieren und einen Einstieg in das Thema zu finden, wurde der Computerraum für eine Einführung in die Welt des besonders bei Jugendlichen populären Spiels Mincecraft geöffnet.

Eltern-Kind-Workshop

Als Abschluss zum Mediencamp 2016 fand am Samstag, gemeinsam mit den Eltern der unter der Woche anwesenden Kinder und Jugendlichen, ein Eltern-Kind-Workshop im Rahmen des Eltern-Medienmentoren-Programms statt. Ziel war es, besonders auch für die Eltern einen Einblick in die Welt der Medien zu geben. Neben den Ergebnissen der vergangenen Woche wurde ein besonderes Augenmerk auf die Prävention von Online-Konflikten gelegt. So wurden die Themen „Privatsphäre schützen“, „Blockieren von Kontakten“ und „Gruppen“ insbesondere im Zusammenhang mit der Messenger-App WhatsApp behandelt.

Zusammenfassend wurde in dieser Woche auch vermittelt, wie viel Arbeit in der Produktion von Filmen und Hörspielen aller Art steckt. Selbst nach mehr als einem Tag Arbeit kamen, entgegen der Schätzungen der Jugendlichen, nur einige Minuten an Film und Tonaufnahmen als Ergebnis heraus.

Bei Interesse an unserem nächsten Ferienprogramm können wir Sie gerne in unseren Newsletter aufnehmen:

 

Kontakt:
Corinna Kirstein
kirstein@lmz-bw.de

Audio, Außerschulische Pädagogik, Eltern, Film, Foto, Lehrkräfte, Medienbildung

Helber, 21.08.2016 um 07:37
Interesse am nächsten Ferienprogramm
Friedrich Eltze, 03.07.2017 um 22:43
Bitte senden sie mir gerne Infos zu einem Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche im Sommer 2017.
Danke !
Sarah Heinisch, 10.07.2017 um 15:40
Herzlichen Dank für das zahlreiche Interesse an einem weiteren Mediencamp!

Für dieses Jahr ist leider kein Mediencamp 2017 mehr geplant. Sobald ein neues Ferienprogramm in Planung ist, geben wir es aber rechtzeitig auf unserer Webseite bekannt.
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