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Rap-Workshop begeistert Klasse 5a des Wilhelms-Gymnasiums Stuttgart

„Ich fand den Workshop super. Mir hat vor allem das eigene Songschreiben gefallen, aber auch die Geschichte über Hip-Hop fand ich super spannend. Am besten fand ich, als wir am Ende den fertigen Song gehört haben. Das war ein super Gefühl!“, berichtet Schülerin Lilly.

Wilhelms-Gymnasium

WORKSHOP-BERICHT: Rap Workshop 

Ort: Wilhelms-Gymnasium Stuttgart 

Gruppe: Klasse 5a 

Datum: 29.06.2018 

 

Von Christian Heneka (alias Jay Farmer) 

 

„We are together“ heißt es im Refrain des Rapsongs zum Thema „Fairness“, der im Rahmen eines Rap-Workshops am Wilhelmsgymnasium Stuttgart entstand und diese Phrase spiegelt auch treffend die Atmosphäre des Schulvormittags vom 29. Juni 2018 wieder.

 

 

Die Schülerinnen und Schüler traten als Team auf und waren von Anfang an sehr interessiert an der Rap-Kultur und deren Geschichte. Sie konnten sogar eigenes Hintergrundwissen in das anfängliche Gespräch einbringen und zeigten sich bei den ersten Rap- bzw. Rhythmusübungen sehr engagiert.  

 

Nach der Textgestaltungsphase, in der die Kinder ihre eigenen Raps in Gruppenarbeit verfassten, erhielt jedes Team ein iPad (Leihgabe des SMZ Stuttgart), um mit der App „Garageband“ eine Demoaufnahme ihres Parts zu erstellen. Diesen konnten sie dann selbstständig beurteilen und verbessern, bevor sie schließlich gut vorbereitet ans Profi-Mikrofon des mitgebrachten mobilen Tonstudios traten und ihre Strophen auf einen im Vorfeld exklusiv für den Rap-Workshop produzierten Beat aufnahmen. Die Kleingruppen, die zuerst mit ihrer Recordingsession fertig waren, kümmerten sich direkt um die Gestaltung eines zum Song passenden Refrains oder bereiteten sich in Einzel- bzw. Partnerarbeit auf ein Rap-Battle-Gewinnspiel vor, welches im Anschluss an die Songpräsentation stattfinden sollte.  

Sowohl die finale Version des Rapsongs als auch die Battles am Ende, bei denen viele Teilnehmer mutig und selbstbewusst ihre zusätzlichen Rap-Parts zum Besten gaben, waren unter kreativen und qualitativen Gesichtspunkten sehr beeindruckend. Sichtlich begeistert und stolz über die Ergebnisse nahmen die jungen Raptalente und die anwesenden Lehrkräfte eine mp3-Version des Songs, welche direkt per Bluetooth vom Rechner aufs Handy geschickt wurde, in Empfang. 

Für die Klasse 5a des Wilhelms-Gymnasiums war der Hip-Hop-Workshop mit Jay Farmer ein richtig „cooles“ Erlebnis, wie sie selbst sagen. Aus Lehrersicht war jedoch besonders beeindruckend, wie engagiert und konzentriert die Schülerinnen und Schüler an ihren Songs gemeinsam gearbeitet haben und wie sie zu tollen, kreativen Ergebnissen gekommen sind. Dabei war auch zu beobachten, wie im „normalen“ Unterricht eher unruhige Schüler einen ganzen Vormittag an einer Sache blieben und selbst später noch eigene Texte schrieben, wie eher zurückhaltende Schülerinnen beim Rap-Battle den „Jungs“ die Stirn boten und am Ende der alle begeisternde und identitätsstiftende Song We are together“ im Raum stand, den Sie  hier hören können.

 

Im Bezug zum Bildungsplan für das Fach Musik konnte der Workshop also besondere Akzente im Bereich „Musik gestalten und erleben (3.1.1)“ setzen. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier ideal die Kompetenzen „Musik erfinden und präsentieren“ und „digitale Medien zur Aufnahme und Wiedergabe einsetzen“ erlernen. Da wir den Workshop als fächerübergreifendes Projekt angelegt hatten, ergeben sich auch für den Deutschunterricht im Vergleich des Rap mit „klassischer“ Lyrik weiterführende Unterrichtsinhalte. Hervorzuheben ist durch den iPad-Einsatz aber auch der Beitrag zur Leitperspektive Medienbildung. Die Schülerinnen und Schüler setzten die iPads intuitiv und zielführend ein, was auch an den geschickt gesetzten Vorgaben des Referenten lag.  

Jay Farmer schaffte es aber vor allem durch seine Art und seine Authentizität als Experte, die Schülerinnen und Schüler mit Leichtigkeit für das Thema zu begeistern. Vielen Dank an Jay Farmer für einen klasse Workshop und an das SMZ für dessen Unterstützung!

Christian Stötzer (Musiklehrer) 

 

Was die Schüler/-innen toll fanden...:

 

„Ich fand den Hip-Hop-Workshop sehr gut, weil es cool war, die Raps auf den iPads aufzunehmen und dann mit dem Profimikrofon aufzunehmen. Es hat auch viel Spaß gemacht, mit den anderen den Song zu schreiben.“

Johannes 

 

„Selber einen Song zu machen wie richtige Rapper, machte sehr viel Spaß. Und durch das Lied haben wir auch gemerkt, dass wir als Klasse zusammen viele coole Sachen machen können – ‚We are together’. Danke an Jay Farmer!“

Antonijo 

 

„Ich finde auch, dass das Thema sehr gut war, es hat auch ein bisschen unsere Klassengemeinschaft gestärkt.“

Hannah 

 

„Ich fand den Workshop echt cool. Besonders das Erstellen der Texte hat mir gefallen, weil man coole Sachen und Erkennungsmerkmale einbauen konnte. Es war sehr lustig, solche Rap-Texte zu schreiben und am Ende sind die Texte zu Super-Raps geworden. Das Aufnehmen der Lieder auf den iPads war auch witzig.“

Maximilian 

 

„Ich fand es sehr gut! Am Anfang dachte ich, dass der Hip-Hop-Song überhaupt nichts wird, dann wurde mir aber das Gegenteil bewiesen! Es hat sehr viel Spaß gemacht, den Song zu schreiben und aufzunehmen. Außerdem ist es cool, mit einem echten Rapper zu arbeiten.“

Lennart 

 

„Ich fand den Workshop sehr cool und dass wir einen Klassensong geschrieben haben. Jay Farmer war auch nett. Ich würde den Workshop nochmal machen und ihn weiterempfehlen.“

David 

 

„Ich fand den Hip-Hop-Workshop sehr toll und ich wünsche mir, dass wir so etwas öfter machen. Es war ein schöner Tag und es ist etwas Gutes dabei herausgekommen. Der Battle war eine sehr schöne Erfahrung und hat mir sehr großen Spaß gemacht.“

Mareike 

 

„Ich fand es cool, der Song ist mega nice geworden. Ich fand alles nice # Jay Farmer.“

Robin 

 

 

Was die Schüler/-innen besser finden würden...:

 

„Ich hätte es allerdings besser gefunden, wenn wir uns das Thema selber aussuchen gedurft hätten.“

Konstantin 

 

„Das einzig Blöde war, dass man warten musste, bis man aufnehmen konnte.“

Felix 

 

„Das einzige, was ich nicht so gut fand, war, dass wir nicht selber den Beat machen durften.“

Can 

 

07.08.2018, Ki