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Let’s dance! Erfahrungsbericht zum Einsatz von Blue-Bots

Das sind schon putzige kleine Kerlchen, die im 6er-Pack im Verleih des Stadtmedienzentrums Stuttgart herumkrabbeln. Eigentlich dafür vorgesehen, erste Programmierübungen in der Grundschule motivierend anzuleiten, lassen sie sich ebenso sehr gut in der Sekundarstufe 1 einsetzen.

In der sogenannten Flex-Stunde am frühen Morgen kommt der erste Krabbler „Gerhard“ zum Einsatz. Nach anfänglichem „Kinderkram“, „Was soll der Blödsinn?“ gesellen sich doch mehr und mehr Schülerinnen und Schüler um mich herum auf dem Boden, um auch mal spielen zu dürfen. Und schon kann man sich zurückziehen und das Spiel von außen betrachten. Schnell kommt den Kindern die Idee eines Hindernisparcours. Mit großem Eifer sind sie dabei, die Bäckchen glühen und wie selbstverständlich krabbeln nun auch sie auf dem Boden herum.

Das war der erste Versuch in einer Klasse 7. Tags drauf in Klasse 6: Auch hier reicht nur der kurze Spielimpuls und schon sind sie fleißig dabei, den Roboter immer gezielter durch das Klassenzimmer zu schicken. Schade, dass immer nur einer spielen kann.

Daher kommt in Woche 2 die gesamte „Mann“schaft ins Spiel. Neben „Gerhard“ tummeln sich nun auch „Richard“, „Dejan“, „Hans“, „Christian“ und „Cetin“ auf dem zur großen Spielfläche umgewidmeten Klassenzimmerboden. Erste Wettkämpfe starten! Da die Käfer alle in der gleichen Geschwindigkeit unterwegs sind, zählt hier die Technik und die Taktik, einen Wettstreit zu gewinnen. Zum großen Finale hören wir den Donauwalzer von Johann Strauß und lassen die kleinen Burschen im ¾ -Takt tanzen. Ein Schultag kann entspannt beginnen…

 

 

 

Zur Sache: Bei den Blue-Bots handelt es sich um kleine käferähnliche Fahrzeuge mit programmierbarem Innenleben. Auf ihrem Rücken befinden sich Programmierknöpfe für vorwärts, rückwärts, 90° links, 90° rechts, sowie Programm löschen (X) und Pause („). Die Kinder sind so in der Lage, schon frühzeitig erste Programmierungen vorzunehmen. Außerdem wird das räumliche Vorstellungsvermögen geschult. Ab einer gewissen Anzahl von Programmierschritten ist es nämlich gar nicht mehr so einfach, sich vorzustellen, an welcher Stelle sich der Käfer dann befindet und wo er tatsächlich hin soll.

Bewegen können sich die Käfer über beliebige Oberflächen, jedoch werden sie wohl auf tiefen Teppichen steckenbleiben. Wichtigste Spielregel lautete bei uns, ausschließlich auf dem Boden zu bleiben. Ob die Kunststoffgehäuse einen Sturz aus Tischhöhe überleben würden, wage ich zu bezweifeln.

Über ihre Bluetooth-Schnittstelle lassen sich die Geräte auch vom Smartphone/Tablet aus steuern, eine passende, kostenlose App steht in den App-Stores zum Download bereit.

Im Verleih des SMZ Stuttgart haben wir neben zwei Koffern (je 6 Blue-Bots) auch große Spielflächen in Posterboxen sowie umfangreiches Zubehör.

Mit dem zweiten Koffer können Sie übrigens unsere Damen tanzen lassen…

 

Am 14.03.2018 führen wir auch eine Fortbildung zum Blue-Bot-Einsatz durch:

Info und Anmeldung

 

Mehr Informationen https://www.bee-bot.us

 

Gerhard Esser,

Pädagogischer Referent am Stadtmedienzentrum Stuttgart und Lehrer an der Jahn-Realschule Stuttgart

 

Diese Unterrichtsidee als Arbeitsblatt/PDF downloaden

 

07.02.2018, Ki