Von der Idee zum Film

Bild: Les Chatfield, Lizenz: CC BY

Bei einem Spielfilm wird als erstes ein Exposé geschrieben, oft nur eine Seite lang, mit den wichtigsten Fakten zu dem geplanten Filmprojekt: Titel, Kurzinhalt, dramaturgischer Aufbau, Länge, Drehorte, Schauspieler, Technik. Der Adressat, meist der potenzielle Produzent des Filmes, der für die Beschaffung des Geldes zuständig ist, soll in einer Minute verstanden haben, um was es geht und – wichtiger noch – wieviel der Film ungefähr kosten wird.

 

Der zweite Schritt, nach der Auftragserteilung, ist die Erstellung eines Treatments. Das Treatment gibt den Aufbau des Films in gegliederter Form wieder, einzelne Passagen sind bereits ausgearbeitet, z.B. eine Dialogszene, und die wichtigsten Figuren werden charakterisiert.

 

Das Drehbuch ist die letzte Stufe der schriftlichen Vorbereitung für einen Spielfilm. Meist in verschiedenen Spalten gegliedert (Einstellungsnummer, Bild, Ton, Länge), enthält es eine genaue Beschreibung jeder einzelnen Szene, sämtliche Dialoge, Geräusche, Musik sowie Angaben zu Ort (Innen - Außen), Tageszeit (Morgen - Tag - Abend - Nacht) und den benötigten Requisiten.

 

Das Drehbuch wird manchmal ergänzt durch ein Storyboard, in dem einzelne Einstellungen mit den wichtigsten Bildmotiven skizziert sind.

 

Ein – zumindest grobes – Drehbuch ist für jedes Spielfilmprojekt an der Schule sehr hilfreich. Es ist nicht notwendig, jede Dialogstelle auszuformulieren, der Handlungsablauf und Anweisungen für die Schauspieler, was sie tun und sinngemäß sagen sollen, muss jedoch daraus hervor gehen.

Erster Entwurf der Filmgeschichte zum Film „Endlos“ der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg
Genaue Beschreibung einer Szene aus dem Film „Endlos“

Tipps für die Story

Jeder Film, jedes Video sollte ein zentrales Thema behandeln und nicht mehrere gleichzeitig.

 

Ganz allgemein durchläuft eine „normale“ Geschichte, die vom Publikum als spannend empfunden wird, folgende fünf Phasen:

 

Die Exposition (Einführung)

Der Zuschauer wird mit der Ausgangslage bekannt gemacht. Gezeigt wird, welche Personen / Charaktere sich in welchen Situationen und Orten befinden und deren Vorgeschichte

 

Die Entwicklung der Handlung

Hier treten die vorgestellten Akteure in eine bestimmte Beziehung zueinander. Ein Ereignis setzt den Konflikt in Gang. Konflikte und Veränderungsmöglichkeiten entwickeln sich.

 

Die Zuspitzung des Konflikts

Klärung / Tiefpunkt der Hauptfigur.

Eine Lösung muss gefunden werden.

 

Wende in der Handlung

Wendung zum Guten oder zum Bösen.

 

Die Auflösung

Lösung des Problems.

Der Konflikt wird beendet (Happy End oder Untergang der Hauptperson).

 

Die einzelnen Phasen sollten dabei aber fließend ineinander übergehen.

Drehbuchwettbewerb Tatort Bodensee

Tatort Bodensee ist ein alle zwei Jahre stattfindender Drehbuchwettbewerb für Schulklassen und Jugendgruppen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten drei Szenen als Vorgabe, aus dem sie das Drehbuch zu einem rund 10minütigen Kurzkrimi entwickeln müssen. Das beste Drehbuch wird zusammen mit den Jugendlichen von einem professionellen Team verfilmt. Schulungen in Filmdramaturgie für Lehrerinnen und Lehrer bzw. Gruppenleiter/innen geben das Rüstzeug, die Schülerinnen und Schüler beim Schreiben zu unterstützen.  Weitere Informationen zu dem Wettbewerb gibt es unter www.tatort-bodensee.de.

Pädagogische Praxis

minimalfilm: Video-Workshops für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren im Raum Stuttgart

Bis Ende Februar können Schulen, Jugendhäuser und andere Einrichtungen einen individuellen Workshop-Termin vereinbaren: Die kostenlosen Workshops werden nach Absprache auf das Alter und die Bedürfnisse der Beteiligten angepasst. Daneben gibt es drei feste Termine zur Auswahl.weiterlesen

Last Minute: Produktionen beim Schülermedienpreis einreichen

Ihr habt dieses Jahr den coolsten Film aller Zeiten gedreht? Die beste Schülerzeitung überhaupt erstellt? Oder etwas anderes, das mit Film, Bild, Audio oder Text zu tun hat und unfassbar gut ist, produziert?weiterlesen

YouTube „klaut“ für noch mehr Videos

Eigentlich ist es schon ein alter Hut, kurze Videos, die sich nach 24 Stunden selbst löschen… Facebook hat die Story-Funktion von Snapchat auf alle seine Plattformen kopiert, nun zieht YouTube nach.weiterlesen

Weitere Anregungen für die pädagogische Praxis

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