Geschichte der Fotografie

Bild: Pixabay, Lizenz: CC0
Ab etwa 1000 n. Chr. Ideen zur Entwicklung der Camera Obscura (aus dem Lateinischen: dunkle Kammer).  
1519 Leonardo Da Vinci hat die Camera Obscura als erster gezeichnet. Leonardo da Vinci, 1452-1519.
1604 Johannes Kepler prägt den Begriff "Camera obscura".  
1664 Robert Boyle berichtet, dass Silberchlorid unter Luft(Licht-) Einwirkung dunkel wird.  
1664 Isaac Newton entdeckt, dass das Sonnenlicht aus vielen verschiedenen Farben zusammengesetzt ist.  
1727 Entdeckung der Lichtempfindlichkeit von Silbernitrat.  
1756 Die Firma Voigtländer (Optische Geräte und Kameras) wird in Wien gegründet.  
Seit ca. 1760 Scherenschnitte, Silhouette für Porträts.  
1777 Karl Wilhelm Scheele entdeckt Ammoniak als Fixiermittel.  
1793 Die Gebrüder Niépce experimentieren mit lichtempfindlichen Material.  
1822 Niépce gelingt die Druckplattenherstellung aus Asphaltschichten auf Zinkplatten. Nicéphore Niépce, 1765-1833.
1826 Linsenkamera ist entwickelt, es gibt das erste Foto mit achtstündiger Belichtungszeit (Niépce).  
1839 gilt als offizielles Datum der „Erfindung” der Fotografie. Patent auf Daguerreotypie benannt nach Louis-Jaques Mande Daguerre, der ein Verfahren mit Kupferplatten und Quecksilberdämpfen entwickelt hatte, das eine Belichtungszeit von 15 Minuten ermöglichte. Daguerre-Kamera: 2 Holzkästen zur Scharfeinstellung, Sammellinse, Spiegelsystem zur Abbildkorrektur. Louis-Jaques Mande Daguerre, 1787 - 1851.
1839 In diesem Jahr entdeckt Hippolyte Bayard wie man die Bilder direkt als Positiv auf Papier bringen kann.  
1839 John Herschell entwickelt die Fixierflüssigkeit, die heute noch in etwa gleicher Zusammensetzung in den Labors verwendet wird.  
Seit 1835 Porträtfotografie.  
1841 Talbotypie (nach William Henry Fox Talbot): silbersalzhaltige Papierschichten werden belichtet, entwickelt, fixiert = Negativ, davon konnte man Papierbilder machen. William Henry Fox Talbot, 1800 -1877.
1846 Carl Zeiss eröffnet die erste Fabrik für optische Instrumente in Jena.  
1855 Porträtfotografie auf Basis des "goldenen Schnitts".  
Seit etwa 1866 Verbesserung der Optik durch immer besser geschliffene Linsen und Gläser (u.a. Fa. Zeiss).  
Seit etwa 1870 Großer Sprung in der Entwicklung der Optik und dadurch deutliche Verbesserung der Objektive durch die Berechnungen von Ernst Abbe.  
1887 Zelluloidfilm  
1907 Die Brüder Lumières entwickeln die Farbfotografie.  
1912 Erste Farbentwicklungsverfahren.  
1929 Die erste zweiäugige 6 x 6 Spiegelreflexkamera, die "Rolleiflex" wird von Franke & Heidecke vorgestellt.  
1936 Kleinbild-Farbfilme als Massenprodukt (Kodak, Agfa).  
1936 Erste Farbdiafilme mit chromogener Entwicklung in Deutschland (Agfacolor-Neu) und in den USA (Kodachrome).  
1936 Die Firma Ihagee aus Dresden stellt mit der Kine-Exakta die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt vor.  
1942 Ein Sofortbildverfahren wird von Edwin Herbert Land in den USA patentiert und 1947 als "Polaroid" der Öffentlichkeit vorgestellt.  
1959 Voigtländer entwickelt das erste serienmäßig produzierte Zoomobjektiv für Kleinbild-Fotokameras  
1959 Agfa stellt mit der Agfa Optima die erste Kleinbildkamera mit elektrischer Belichtungsautomatik vor  
1963 Kassettensysteme von Kodak und Agfa kommen auf den Markt.  
1975 Steven J. Sasson von Kodak konstruiert die erste Digitalkamera, die 1978 patentiert wird  
1989 Einführung der „Wegwerf“–Kameras  
1995 Erste digitale Amateurkameras kommen auf den Markt.  
1999 In Japan erscheint mit dem Toshiba Camesse das erste Mobiltelefon mit integrierter Kamera  
2003 In Deutschland werden erstmals mehr Digitalkameras als analoge Kameras verkauft.  
2010 Der Absatz von Digitalkameras beträgt weltweit rund 121,5 Mio.  
2012 In Deutschland werden ca. 8 Mio. Digitalkameras verkauft.  
2012 Facebook kauft die Foto-Sharing-App Instagram zum Preis von einer Milliarde Dollar.  

Mehr Informationen:

Geschichte der Fotografie