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Sophie Scholl und die Weiße Rose

Am 22. Februar vor 75 Jahren wurden die Widerstandskämpfer Sophie und Hans Scholl in München von den Nationalsozialisten hingerichtet. Hier finden Sie Medien zum Thema.

Die Studentin Sophie Scholl schloss sich 1942 mit einigen Kommilitonen der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" um ihren älteren Bruder Hans und dessen Studienkollegen Alexander Schmorell an. Die Mitglieder der Gruppe entstammten bürgerlichen Familien, waren aber durch regimekritische Überzeugungen, die aus persönlichen Erfahrungen im nationalsozialistischen Alltag erwuchsen, eng miteinander verbunden. Besonders die deutsche Niederlage in Stalingrad im Winter 1942/43 führte schließlich zur radikalen Ansicht, dass man nicht mehr nur schweigend zuschauen dürfe, sondern Widerstand gegen das verbrecherische System leisten müsse. Dafür verbreitete die Gruppe erst in München, dann auch im süddeutschen Raum sowie in Linz, Salzburg und Wien Flugblätter gegen Hitler und das nationalsozialistische Regime. Sie forderte darin zunächst zum passiven Widerstand auf, aber schon bald auch zum Sturz der Regierung.

 

Am 18. Februar 1943 wurden Sophie und Hans Scholl beim Verteilen von Flugblättern in der Münchener Universität erwischt, festgenommen und verhört. Vier Tage nach der Festnahme wurden die Geschwister und ihr Freund Christoph Probst vom Volksgerichtshof  zum Tode durch das Fallbeil verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.

 

Gerade das mutige Eintreten für eine politische und menschliche Überzeugung gegen ein verbrecherisches System macht die Geschichte der Geschwister auch heute noch zu einem beispielhaften Lehrstück über Zivilcourage.

 

Wer den Todestag von Sophie und Hans Scholl zum Anlass nehmen will, im Geschichts- oder Religionsunterricht an das tragische Schicksal der Geschwister zu erinnern und dessen Bedeutung für unsere heutige Zeit zu erarbeiten, kann auf diese Medienempfehlungen zurückgreifen.

 

In der Medienliste "Gedenktag zum 20. Juli 1944" finden Sie weitere Medienvorschläge zum Thema "Widerstand im Dritten Reich".

19.02.2018