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Die russische Oktoberrevolution 1917

Am 25. Oktober jährt sich die russische Oktoberrevolution zum 100. Mal. Im Geschichtsunterricht kann dieses Thema mit dem hier vorgestellten Medium gut behandelt werden.

Vor 100 Jahren, am 25. Oktober 1917, übernahmen die Bolschewiki unter Führung von Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, nach einem bewaffneten Volksaufstand die Regierungsgewalt im russischen Petrograd, wie St. Petersburg seit 1914 hieß.

 

So jedenfalls liest man in vielen Geschichtsbüchern, und auch Sergeij Eisenstein setzte in seinem Film "Oktober" den Vorgängen am Abend des 25. Oktober ein filmisches Denkmal.

 

Die Wirklichkeit sah aber anders aus: Der eigentliche Tag der Machtübernahme war der 7. November 1917. Da in Russland seinerzeit noch der veraltete und in den meisten Ländern nicht mehr gültige Julianische Kalender zählte, wurde der Revolutionstag auf den 25. Oktober gelegt. Aber auch der Sturm auf den Winterpalast, dem Sitz der Regierung unter Alexander Kerenski, der nach dem Sturz des Zaren im Februar 1917 die Regierungsgeschäfte übernommen hatte, wurde als Legende entlarvt. In Wirklichkeit war die Machtübernahme ein über mehrere Phasen verlaufender Prozess, der nur deshalb erfolgreich war, weil die schwächliche provisorische Regierung die Brisanz der Vorgänge nicht erkannte und keine Gegenwehr leistete.

 

Lehrkräften, die die russische Revolution und den Beginn der Sowjetunion im Geschichtsunterricht behandeln wollen, empfehlen wir zur medialen Unterstützung die folgenden Filme:

 

 

1917 - Die Russische Revolution

ca. 104 min f/sw DVD-Video, F 2007

 

Die Russische Revolution von 1917 war zweifelsohne eines der bedeutendsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts. Viele wichtige Etappen der Revolution wurden im Film festgehalten. Aufnahmen aus russischen, amerikanischen und europäischen Archiven, Tagebuchaufzeichnungen, Kunstwerke und Fotografien sowie zahlreiche zahlreiche Briefwechsel (Lenin, Kerenski, Trotzki ua.) erlauben einen neuen Blick auf das Revolutionsgeschehen.

 

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Dokumentarfilm schildert und erklärt ausführlich den Weg in die Revolution und die erste Phase. Obwohl er sehr anschaulich mit Bildmaterial und Fachinterviews ausgestattet und in Kapitel eingeteilt ist, bewegt sich der inhaltlich sehr dichte Film auf sehr hohem Niveau. Daher empfiehlt sich der Einsatz in einem Vertiefungskurs der Sekundarstufe II.

 

Bildungsstandards BP 2004: GY: KS

Bildungsstandards BP 2016: GY: Klassen 11/12

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Russland 1917

ca. 15 min f/sw DVD-Video, D 2017

 

1917 stand Russland im Zeichen großer gesellschaftlicher und politischer Umbrüche: Der Erste Weltkrieg und Nahrungsengpässe führten zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Zar Nikolaus II. sah sich in der Februarrevolution zur Abdankung gezwungen. Die Errichtung einer provisorischen Regierung und von Soldaten- und Arbeiterräten folgten. Keiner der beiden Institutionen gelang es jedoch die Macht für sich zu gewinnen. Als Politiker tat sich nun Wladimir Iljitsch Lenin hervor, der zusammen mit den Bolschewiki die provisorische Regierung in der Oktoberrevolution stürzte und in der Folgezeit die Sowjetunion gründete.

 

Adressaten: A(8-10)

Fächer: Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Film vermittelt auf anschauliche Weise die wesentlichen Ereignisse um die Revolution von 1917 ebenso wie die Vorgeschichte (soziale Lage, Revolution von 1905) als auch die Folgen. Das Arbeitsmaterial beinhaltet sinnvolle Fragestellungen mit brauchbarem Quellenmaterial.

 

Bildungsstandards BP 2004: SO: HS; HS/WRS: BS8, BS9; RS: BS10; GY: BS8

Bildungsstandards BP 2016: Sek1: Klassen 7/8/9; GY: Klassen 7/8, Klassen 11/12

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26.10.2017