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Die großen Weltreligionen: Islam

Der Islam ist die jüngste der drei monotheistischen Weltreligionen. Er geht auf die gleichen gemeinsamen Wurzeln wie Judentum und Christentum zurück. Empfohlene Medien führen an das Thema heran.

„Allahu Akbar - Gott ist groß!“ Mit diesen Worten beginnt für die ca. 1,3 Milliarden Mitglieder der Glaubensgemeinschaft des Islam der Ruf zum Gebet. Der Islam ist die jüngste der drei monotheistischen Weltreligionen. Er geht wie das Judentum und das Christentum auf die gleichen gemeinsamen Wurzeln zurück. Die biblischen Gestalten Abraham, David, Isaak, Jakob oder Mose gehören auch im Islam zu einer Reihe von Propheten, von denen Mohammed für die Muslime der letzte und wichtigste Gottesbote ist. Sogar Jesus gilt als einer dieser Propheten, allerdings nicht als Gottes Sohn.

 

 

Begründet wurde der Islam eben durch Mohammed, der der Überlieferung nach zwischen 570 und 632 n. Chr. auf der Arabischen Halbinsel lebte und dort als Prediger das Wort Gottes verkündete. Mohammed verbreitete die göttlichen Offenbarungen nur mündlich, jedoch wurden sie gelegentlich von Zuhörern auch schriftlich auf Pergament, Palmblättern, Leder- und Knochenresten festgehalten. Diese Fragmente wurden um 650 zur Heiligen Schrift der Muslime, dem Koran zusammengefasst.

 

Innerhalb kürzester Zeit konnte Mohammed die gesamte Arabische Halbinsel dem neuen Glauben an einen einzigen Gott zuführen. 630 wird Mohammeds Heimatstadt Mekka zum religiösen Zentrum des Islam. Hier steht auch die würfelförmige Kaaba, das höchste Heiligtum des Islam. Nach Mohammeds Tod spaltete sich die islamische Religionsgemeinschaft in zwei Konfessionen auf, da der Religionsstifter keinen direkten Nachfolger bestimmt hatte und nun unterschiedliche Vorstellungen darüber vorherrschten. Bis heute existieren beide Glaubensrichtungen: die Sunniten und die Schiiten, wobei die Schiiten heute nur etwa 10% der Muslime ausmachen. Trotz Glaubensstreits breitete sich der islamische Einflussbereich immer weiter aus: Palästina, Ägypten, Teile der Iberischen Halbinsel und Afghanistan wurden erobert. Mit dem neuen Glauben kamen auch bedeutende Künste und Wissenschaften in die bekehrten Gebiete.

 

Der Islam versteht sich als Friedensbotschaft und die meisten Muslime wollen ihrem Glauben auch in Frieden folgen, aber spätestens seit den Attentaten auf das World Trade Center in New York am 11. 9. 2001 wurde der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt, dass von einem kleinen Teil der Glaubensanhänger eine allgegenwärtige Terrorgefahr ausgeht. Zuerst Al-Kaida, später die Taliban und der "Islamische Staat" (IS) sind diejenigen Organisationen, die den im Grunde friedfertigen Islam zu grausamen Terroranschlägen missbrauchen: Attentate der jüngsten Zeit in Paris, Antwerpen, Berlin, Mailand und zuletzt Manchester und Kabul legen ein trauriges Zeugnis davon ab.

 

Lehrkräfte, die den Islam als Unterrichtsthema vorbereiten, können zur medialen Unterstützung auf eine ganze Reihe empfohlener Medien zurückgreifen. Hier finden Sie Filme, die den Islam mehr unter historischen Gesichtspunkten betrachten oder die Glaubenslehre und Rituale thematisieren oder den Alltag von Muslimen in westlichen Gesellschaften genau beleuchten. Ein Unterrichtsmodul befasst sich mit der Fastenzeit im Ramadan als einer der fünf Säulen des Islam.

 

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09.10.2017