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Die großen Weltreligionen - Hinduismus und Buddhismus

Die Serie der Weltreligionen findet mit diesen beiden ihren Abschluss. Finden Sie hier Medien zu Hinduismus und Buddhismus.

Mit ca. 1 Milliarde Gläubigen ist der Hinduismus nach dem Christentum und dem Islam die drittgrößte Religionsgemeinschaft. Sein Ursprung liegt in Indien, wo heute 92% aller Hindus leben. Bereits im 1. Jahrtausend n. Chr. setzte sich dort die Glaubensrichtung des Hinduismus gegenüber dem Buddhismus durch und wurde schließlich im 12. Jahrhundert zur vorherrschenden Religion Indiens. Verbreitet ist der Hinduismus darüber hinaus vor allem in Südostasien und im östlichen Afrika.

 

Hinduismus ist eigentlich ein Sammelbegriff für die vielen religiösen Traditionen des indischen Subkontinents. Der Wortstamm lässt sich auf den Namen des Flusses Indus zurückführen; nach ihm wurden die Bewohner bereits schon von Alexander den Großen als "Inder" bezeichnet. Aber erst die britischen Kolonialherren unterschieden im 19. Jahrhundert zwischen Indern im weltlichen Bereich und Hindus im religiösen Sinn.

 

Neben der Verehrung von verschiedenen Gottheiten kennen einzelne Strömungen des Hinduismus aber auch den Glauben an einen einzigen Gott. In einigen Richtungen des Hinduismus gibt es sogar einen Hauptgott und Nebengötter. Im Gegensatz zu den drei großen monotheistischen Weltreligionen existieren im Hinduismus für alle Gläubigen weder eine gemeinsame heilige Schrift noch ein Stifter. Alle Hindus glauben jedoch an die göttliche Kraft "Brahman", an die Wiedergeburt und an die Erlösung.

 

Ebenfalls aus dem Ursprungsland Indien stammt der Buddhismus. Mit zwischen 300 und 500 Millionen Anhängern ist der Buddhismus die viertgrößte Weltreligion. Seine Verbreitung fand er hauptsächlich in Süd-, Südost- und Ostasien, wobei die meisten Gläubigen heute in China leben. Die buddhistische Lehre geht auf Siddhartha Gautama zurück, der vermutlich zwischen 400 und 200 v. Chr. lebte. Der Abkömmling einer adligen Familie verbrachte der Legende nach mehrere Jahre auf Wanderschaft auf dem Subkontinent mit dem Studium fremder Philosophien und Religionslehren. Askese und Meditation führten schließlich zur Erleuchtung. Siddhartha begann nun als "Buddha" (der Erwachte) eine Glaubenslehre (Dharma) zu entwickeln und zu verbreiten.

 

Die buddhistische Lehre kennt keinen Gott, der sich den Gläubigen offenbart und Erlösung verspricht, sondern der Grundgedanke beruht auf der Vorstellung, dass das Leben von Geburt an durch einen Kreislauf von Leid, Krankheit und Tod geprägt und durch negatives Handeln der Menschen vorher bestimmt ist. Ziel der buddhistischen Lehre ist es deshalb, durch rechtes Tun und Meditation den Leidenskreislauf zu durchbrechen und über den "rechten Weg" zum Zustand der Erleuchtung und Erkenntnis im "Nirwana" zu gelangen.

 

Auch für diese beiden fernöstlichen Religionen bietet das LMZ empfohlene Unterrichtsmedien an, mit den Sie interessante Vergleiche anstellen und eine Vielzahl von Fragestellungen bearbeiten können.

 

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13.11.2017