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200. Geburtstag von Karl Marx

Am 5. Mai jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Der spätere Philosoph, Gesellschaftskritiker und Visionär erblickte das Licht der Welt in Trier, in der Stadt, die in Kürze eine über vier Meter hohe und schon im Vorfeld stark umstrittene Karl Marx Statue von der Volksrepublik China als Geschenk erhalten wird.

© m-1975, iStock, Thinkstock, Bild-Nr. 106515449

Als direkte Auswirkung der industriellen Revolution erkannte Marx den immer größer werdenden Zwiespalt zwischen der Gesellschaftsklasse der Kapitalisten, die über die Produktionsmittel verfügten und der Klasse der Proletarier, die nichts als ihre Arbeitskraft besaßen um „entfremdete Arbeit“ zu leisten. Zusammen mit Friedrich Engels entwickelte Marx die Theorie des Klassenkampfes als Grundlage: Erst eine Revolution, in der sich die Arbeiterklasse der Produktionsmittel bemächtigt, könne zur „Diktatur des Proletariats“ als Übergangsphase zur Gesellschaft des Kommunismus und damit zur Aufhebung der Klassengegensätze führen. In „Das kommunistische Manifest“ von 1848 und später in „Das Kapital“ von 1867, das 1885 von Friedrich Engels zu einem dreibändigen Werk ergänzt wurde, legten Marx und Engels ihre Theorien mit gesellschaftswissenschaftlichen Argumenten dar.

 

Die Abschaffung des Privateigentums in einer klassenlosen Gesellschaft war für viele Länder attraktiv; besonders nach den Weltkriegen wagten viele Staaten das kommunistische Experiment. Noch heute gibt es Länder, die sich an der marxistischen Ideologie orientieren, z. B. die Volksrepublik China, Nordkorea, Laos und Vietnam.

 

Mit diesem Lehrfilm können Sie anlässlich des Jubiläums Ihren Schülerinnen und Schülern die Theorie des Kommunismus anschaulich und adressatengerecht verständlich machen:

 

Kommunismus

Im Film werden die Entwicklungen und Auswirkungen kommunistischer Ideen und der Versuch ihrer Umsetzung in der Weltgeschichte und im heutigen Alltag hinterfragt. Neben Wissenschaftlern wird ein in der DDR politisch Verfolgter und ein nicht profitorientieres Gemeinschaftsprojekt junger Menschen in einer Fahrradwerkstatt in Leipzig besucht.

 

Adressaten: A(7-13)
Fächer: Erdkunde - Wirtschaftskunde – Gemeinschaftskunde, Geographie - Wirtschaft – Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Welt – Zeit – Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Dem Film gelingt es das theoretische Thema Kommunismus für Schüler sehr zugänglich zu erklären. Der aktualisierende Vergleich mit einer nichtkommerziellen kooperativen Fahrradwerkstatt schafft es das Thema in die Gegenwart zu holen und gleichzeitig die Ideologie des Kommunismus von derzeit gelebten gesellschaftskritischen Projekten zu unterscheiden. Die Kritik am kommunistischen System wird anhand der Vita eines Stasiopfers adressatengerecht thematisiert. Die Filmunterbrechungen zur Diskussion sind an sinnvollen Stellen gesetzt. Das Arbeitsmaterial bezieht sich mehr auf die ergänzenden Erklärfilme als auf den Hauptfilm. Insofern ist es sinnvoll, die einzelnen Arbeitsblätter mit Hintergrundinformationen, zum Beispiel zur Industrialisierung, und Erklärmaterial zu ergänzen.

 

Bildungsstandards 2004: HS/WRS: BS8,9; RS: BS10; GY: BS10, KS

Bildungsstandards 2016: Sek1: Klasse 10; GY: Klassen 8/9/10, 11/12

25.04.2018