Medienliste: Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar)

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.


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Das System von Verfolgung und Vernichtung im NS-Staat

ca. 35 min sw+f DVD-Video D 2014

 

Die Filmclips behandeln das Thema "Das System von Verfolgung und Vernichtung im NS-Staat": 1. Die SA 2. Gestapo und Schutzpolizei 3. Die SS 4. Das Reichssicherheitshauptamt 5. Die "Einsatzgruppen" 6. Frühe Konzentrationslager 1933/34 7. Die Geschichte des KZ Dachau 8. Das Konzentrationslager Buchenwald 9. Das Konzentrationslager Bergen-Belsen 10. Das Frauen-KZ Ravensbrück 11. Das Ghetto-KZ Theresienstadt 12. Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

 

Adressaten: A(8-13)

Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Zeitgenössische Filmaufnahmen und ein ruhiger Sprecher ermöglichen eine schnelle und rein sachliche Wissensvermittlung. Die Gliederung in sinnvolle Kapiteleinheiten ermöglicht den Schülern und Schülerinnen einen verständlichen Zugang zum Thema. Damit ist es möglich eine Wissensbasis zu schaffen, um das Thema weiterzuführen und differenziert zu betrachten. Mit den Erklärungen der NS-Institutionen werden wichtige Säulen der NS-Herrschaft und damit die Bedingungen für die Machtergreifung und die Gleichschaltung veranschaulicht.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Judenverfolgung im Dritten Reich

ca. 23 min f DVD-Video D 2013

 

Mitte der 1930er Jahre gründet die jüdische Lehrerin Leonore Goldschmidt im Herzen des damaligen Nazi-Berlins eine jüdische Schule, die für viele Kinder zum Schutzort wird. Der Film erzählt die bisher unbekannte, aber bemerkenswerte Geschichte über die Judenverfolgung anhand von Spielfilmszenen und Zeitzeugenberichten von überlebenden Schülern, ergänzt durch einschlägiges Archivmaterial zu allen wichtigen historischen Ereignissen dieser Zeit.

Zusatzmaterial: 16 Bilder; 13 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 23 Bilder; Grafik; 3 Texte.

 

Adressaten: A(9-13); SO

Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Ein gelungenes Medium mit einer induktiven Vorgehensweise. Das besondere Beispiel dieser jüdischen Schule bietet den Ausgangspunkt zur Betrachtung der allgemeinen Geschichte der Judenverfolgung. Die Einzelschicksale der Zeitzeugen erlauben eine eindringliche Identifikationsmöglichkeit. Der Film wie das Arbeitsmaterial ermöglichen einen zweiten, nämlich medienanalytischen Zugang mit der Frage nach der Geschichtsdarstellung im Dokumentarfilm.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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NS-Judenverfolgung in Deutschland 1933 – 1945

ca. 21 min sw+f DVD-Video D 2014

 

Die Filmclips behandeln das Thema "Entwicklung der NS-Judenverfolgung in Deutschland 1933 - 1945": 1. "Machtergreifung" 1933 2. Die Verfolgung beginnt: "Judenboykott", Stigmatisierung, Ausgrenzung 3. NS-Rassenlehre wird Staatsrecht: Die "Nürnberger Gesetze" von 1935 4. Die "November-Pogrome" von 1938 5. "Arisierung" " Die ökonomische Liquidierung der Verfolgten 6. Die Judenverfolgung in Deutschland während des 2. Weltkrieges

 

Adressaten: A(8-13)

Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Zeitgenössische Filmaufnahmen und ein ruhiger Sprecher ermöglichen eine schnelle und rein sachliche Wissensvermittlung. Die Gliederung in sinnvolle Kapiteleinheiten ermöglicht den Schülern und Schülerinnen einen verständlichen Zugang zum Thema. Damit ist es möglich eine Wissensbasis zu schaffen, um das Thema weiterzuführen und differenziert zu betrachten. Die europaweite Judenverfolgung und die Vernichtungslager werden mit diesen Kurzfilmen nicht dargestellt, sondern in einem anderen Teil der Reihe.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Bonhoeffer - Theologe und Widerstandskämpfer

Unterrichtsmodul

 

Mit Hilfe des Internets erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Biografie Bonhoeffers und ihren historischen Kontext, speziell im Hinblick auf den Widerstand gegen den NS-Unrechtsstaat. Anhand des Films „Bonhoeffer – die letzte Stufe“ bekommen sie einen vertieften Einblick in Leben und Denken des Theologen. Im Weiteren werden einige Zitate aus seinen Werken interpretiert und abschließend eine Präsentation zu einem lyrischen Text (einem Gebet) vorbereitet, wodurch die Bedeutung des Autors für die Gegenwart in den Blick kommt.

 

Fächer: Evangelische Religionslehre

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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KZ Natzweiler-Struthof

Unterrichtsmodul

 

Unterrichtseinheit zur Vorbereitung und Durchführung einer Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Natzweiler-Struthof in den französischen Vogesen.

 

Fächer: Geschichte

 

Bildungsstandards: GY: BS10

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Reden über Gurs

ca. 54 min f DVD-Video D 2007

 

Am 22. Oktober 1940 wurden über 6500 badische und saarpfälzer Juden, Männer, Frauen, Kinder, Hochbetagte, auf Anordnung der NS-Gauleiter rechtswidrig nach Frankreich deportiert. Die überraschte französische Vichy-Regierung brachte sie im Internierungslager Gurs in den Pyrenäen unter. Eine völlig unzureichende Unterbringung, Nahrungsmangel, nasskalte Witterung, die Höhenlage, Mangelnde Hygiene und Krankheiten forderten unter ihnen über eintausend Opfer. Das Medium bietet einen Einblick in die grausame Wirklichkeit im Camp de Gurs und gibt wichtige Einblicke in den von Nazi-Deutschland im II. Weltkrieg ausgeübten Druck auf Frankreich während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich.

Zusatzmaterial: Deportationsliste der saarländischen Juden 1940; Deportationsliste der Juden aus Rheinland-Pfalz, 1940; Roland Paul: Emigration und Deportation nach Frankreich am Beispiel der Pfalz 1940; Deportationsliste der badischen Juden 1940; Materialien "Es geschah am hellichten Tag".

 

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Französisch, Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise Französisch: Der Film veranschaulicht anhand von authentischen Bilddokumenten, die in Kombination mit Aussagen von ehemaligen Lagerinsassen präsentiert werden, eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte des KZ Gurs und die besondere Rolle des Vichy-Regimes bei den Deportationen sowie die brutalen Lebensbedingungen im Lager. So findet dieser Film seinen Platz in der unterrichtlichen Bearbeitung der deutsch-französischen Geschichte von 1940-1945. Sprachlich ist der Film zwar äußerst anspruchsvoll, das Verständnis ist jedoch dank der deutschen Untertitel gewährleistet. Ärgerlich ist die Tatsache, dass keine Unterteilung in Kapitel vorhanden ist und somit das Anspielen bestimmter Sequenzen zu einem umständlichen Suchspiel gerät. Insbesondere lässt sich das Medium im Rahmen eines Unterrichtsprojekts oder einer Präsentation einsetzen, wenn die Schülerinnen und Schüler zuvor eine intensive Vorbereitung erhalten haben.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY:BS10, KS

 

Didaktische Hinweise Geschichte: Die Schilderungen der Zeitzeugen und Überlebenden, teilweise vor dem Hintergrund von Fotos und Grafiken, sind ein wertvolles Zeitdokument, das die Geschichte und den grausamen Alltag des Internierungslagers Gurs anschaulich und eindrücklich vermittelt. Trotz einiger Einschränkungen in der technischen Umsetzung (Französisch mit deutschen Untertiteln; keine Sequenzierung) und der Begrenztheit des Themas lässt sich das Medium im Rahmen eines Unterrichtsprojekts einsetzen, wenn die Schülerinnen und Schüler zuvor eine intensive Vorbereitung erhalten haben. Die Informationen über die verschiedenen Gruppen der Lagerbewohner und den Alltag des Lagers sind für den Geschichtsunterricht von Bedeutung. Die Materialien, insbesondere die Deportationslisten, unterstützen die Aufarbeitung mit regionalem Schwerpunkt. Für den Unterricht in der Haupt- und Förderschule ist der Film zu anspruchsvoll.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Jugendliche sehen Auschwitz

ca. 30 min f DVD-Video D 2006

 

Der Film entstand während eines Aufenthalts von Jugendlichen verschiedener sozialer Schichten im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau – organisiert vom Verein „Für die Zukunft lernen“ (Freiburg/ Oberrimsingen) und dem Jugend- Sozialwerk Rostock. Der Film gibt den Blick und die Erfahrungen der Jugendlichen authentisch wieder.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

 

Didaktische Hinweise: Die Jugendlichen haben die Anlagen und das Museum von Auschwitz selbst gefilmt und die Texte gesprochen. Dadurch kann das Medium die jugendlichen Zuschauer in besonderer Weise ansprechen, aber es ist kein Ersatz für eine Behandlung des Themas und die Auseinandersetzung darüber im Unterricht. Dieser Film kann als Vorbild dienen für ein eigenes Projekt von Schülerinnen und Schülern, die eine KZ-Gedenkstätte besuchen und dies dokumentieren wollen.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Auschwitz vor Gericht

ca. 44 min f DVD-Video D 2013

 

Am 20. Dezember 1963 begann vor dem Landgericht Frankfurt am Main der Auschwitz-Prozess. Auf der Anklagebank saßen 22 Angehörige des Personals des Konzentrationslagers. Nach dem Krieg hatten sie in Deutschland unbehelligt ein ganz normales Leben führen können. Nun konfrontierte man sie mit den Aussagen ihrer Opfer von einst.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Die Dokumentation zeigt sehr eindrücklich die Schrecken von Auschwitz, während der Schwerpunkt auf dem Aspekt der Aufarbeitung im Nachkriegsdeutschland liegt. Der Film setzt die Kenntnisse um das Dritte Reich voraus und erfordert eine gründliche Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Dokumentation und einen entsprechend sensiblen Umgang im Unterricht. Die Tonqualität bei einigen Zeugenaussagen ist zum Teil brüchig; eine Transkription wird nicht durchgängig gegeben. Die Altersempfehlung des Produzenten liegt bei mindestens 15 Jahren.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Holocaust - Die Kinder von Auschwitz

ca. 44 min f DVD-Video D 2015

 

Der Künstler Manfred Bockelmann wurde 1943 geboren - ein Jahr, in dem unzählige Menschen von den Nationalsozialisten in den Vernichtungslagern ermordet wurden. Mit Kohlestift zeichnet der Maler Porträts der getöteten Kinder und begibt sich auf Spurensuche nach Auschwitz und zu Holocaust-Überlebenden. Neben diesem Film bietet ein Interview mit einem Historiker eine kritische Reflexion und Einordnung der Hintergründe der Vernichtungspolitik des NS-Regimes.

Zusatzmaterial: 12 Bilder, Grafik; Karte; 11 Arbeitsblätter (PDF/Word); Text, 2 Filmkommentare/Filmtexte.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Film ist zunächst eine Dokumentation des Projekts von Manfred Bockelmann, der damit eine Form der Erinnerungskultur für die NS-Opfer versucht. Durch die Gespräche des Künstlers mit überlebenden Zeitzeugen entsteht eine sensible Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust. In den beigefügten Filmclips erläutert der Historiker Magnus Brechtken die historischen Hintergründe. Das Medium erfordert eine gewisse Reife der Schüler und Schülerinnen, daher wird der Einsatz hauptsächlich in der Kursstufe des Gymnasiums empfohlen. Das Arbeitsmaterial gibt Fragestellungen, die mit dem Film allein nicht beantwortet werden können.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY; BS10, KS

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Holocaust light gibt es nicht! (Fassung 2014)

ca. 60 min f DVD-Video D 2014

 

Sara Atzmon überlebt als 12-jährige Ghetto, Arbeitslager und das KZ Bergen-Belsen. Fast 70 Jahre später besucht sie mit ihrer Enkelin Shahaf die Orte ihres Leidens in Deutschland. Dabei begegnet sie Jugendlichen, die nichts mehr von den Verbrechen der Nazis und den Folgen für die Opfer hören wollen. Sara Atzmon begegnet in Deutschland auch Juden, die aufgrund des zunehmenden Antisemitismus wieder auf gepackten Koffern sitzen. Enthalten sind eine Langfassung (ca. 60 min) und eine Kurzfassung (ca. 42 min).

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Film hält dem Betrachter einen Spiegel vor, indem immer wieder Passanten auf der Straße befragt werden zu ihrem Wissensstand über den Holocaust und jedes Mal deutlich wird, dass es im Allgemeinen nur ein geringes Wissen über die Fakten und auf der anderen Seite wenig Interesse oder Verständnis besteht, daran etwas zu ändern. Der Film eignet sich zum Einstieg in das Thema der Verfolgung der Minderheiten, unter der Leitfrage "Warum sollen wir uns noch 70 Jahre nach dem Weltkrieg mit dem Thema der Shoa befassen?“

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Eine Ausnahme. Überleben. Freundschaft. Widerstand - Irmgard Heydorn und Trude Simonsohn im Portrait

ca. 25 min f DVD-Video D 2014

 

Der Film erzählt vom Leben und der Freundschaft von Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn, zwei Frauen, die den Nationalsozialismus auf sehr unterschiedliche Weise er- und auch überlebt haben. Irmgard Heydorn leistete im "Internationalen Sozialistischen Kampfbund" illegal Widerstandsarbeit gegen die Nazis. Trude Simonsohn wurde als Jüdin von den Deutschen verfolgt und überlebte Theresienstadt und Auschwitz. Seit vielen Jahren sprechen die beiden in Schulen und Universitäten über ihre Lebensgeschichte, um damit junge Menschen zu erreichen.

Zusatzmaterial: Interviews (ca. 120 min); thematisch geordnete Clips; Stichpunkte; Originalmaterialien; Bilder.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Das Medium hat eine sehr durchdachte Struktur um die Zeitzeuginnen den Schüler und Schülerinnen nahe zu bringen. Der Hauptfilm ist ein Zusammenschnitt von 25 Minuten, in dem die beiden Frauen jeweils ihre Lebensgeschichte erzählen; dabei werden passende Fotos eingeblendet. Das Zusatzmaterial beinhaltet die ausführlichen Interviews in 9 Kapiteln mit eigenen Überschriften. Hier werden die Interviewfragen im Vorfeld schriftlich eingeblendet, so dass der Einsatz im Unterricht zielgerichtet erfolgen kann. Außerdem beinhaltet das Zusatzmaterial die Fragen und die Antworten in Schriftform; dazu gibt es ein Glossar von 68 Seiten, das Fachtermini (wie Zwangsarbeitseinsatz) erklärt. Das Medium eignet sich auch für eine selbstständige Arbeit durch den Schüler.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Leben nach dem Überleben - Die Literatin Ruth Klüger

ca. 30 min f DVD-Video D 2011

 

"Weiter leben. Eine Jugend"– so hieß das erste Buch der aus Österreich stammenden amerikanischen Literaturwissenschafterin Ruth Klüger. 1992 erschien es auf dem deutschsprachigen Buchmarkt und war sofort ein Bestseller und gehört inzwischen zum Bildungskanon in Deutschland. Klüger erzählt in unpathetischer Weise darin ihre Geschichte. Die Geschichte eines jüdischen Kindes im Wien der 30er-Jahre, wo sie Heimat und Identität verliert. Im Alter von 11 Jahren wird sie deportiert – erst nach Theresienstadt, dann nach Auschwitz-Birkenau, zuletzt in das Lager Christianstadt, von wo sie im Februar 1945 gemeinsam mit ihrer Mutter flieht. Heute zählt Ruth Klüger zu den anerkanntesten Literaturwissenschaftlerinnen und Germanistinnen der USA.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Ruth Klügers Biographie kann eingesetzt werden als Zeitzeugnis für den Holocaust, aber auch genauso als eindrucksvolles Beispiel für die Auseinandersetzung mit einem schweren Schicksal. Ihre ruhigen und reflektierten Betrachtungen erleichtern den SchülerInnen den Zugang zu diesem Thema. Die historischen Hintergründe müssen jedoch bekannt sein.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Ich stand auf Schindlers Liste 

ca. 30 min f DVD-Video D 2011

 

"Ich wollte das alles verdrängen und vergessen", sagt Michael Emge (80). Dass der gebürtige Pole seine unfassbare Geschichte in diesem Film nun doch zum ersten Mal vor der Kamera erzählt, ist einem zwölfjährigen Mädchen zu verdanken: Judith studiert im vierten Semester Geige an der Musikhochschule Köln. Als Judith und Emge sich begegnen, beginnt eine ungewöhnliche Freundschaft: "Ich hörte Judith spielen und habe geweint", erzählt Emge. Vor 70 Jahren im polnischen Krakau war auch er ein hoffnungsvoller Geiger - bis die Nazis kamen. 1943 deportierten die Deutschen den 14-Jährigen und seine Familie in das KZ Plaszow. Gerettet wurde er durch "Schindlers Liste". Judith ist tief beeindruckt von Emges Schicksal und will mehr darüber wissen. Sie bittet Michael Emge, mit ihr nach Polen zu reisen. Zum ersten Mal seit über 50 Jahren sieht er die Orte wieder, die sein Leben für immer verändert haben. Seinen Entlassungsschein aus Schindlers Fabrik hat Michael Emge heute noch. Doch den Namen "Emge" sucht man auf Schindlers Liste vergeblich. Er hat so viele schlechte Erfahrungen gemacht, dass er seine wahre polnische Identität im Fernsehen nicht öffentlich preisgeben will.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Dieser eindrucksvolle Film über den Zeitzeugen Emge und seine Freundschaft mit der jungen Judith schafft es ein Geschichtsbewusstsein zu fördern. Er regt an, sich mit dem Holocaust auseinanderzusetzen und persönlichen Anteil zu nehmen. Historisches Wissen kann mit diesem Film nicht erarbeitet werden, auch wenn er zeitgenössisches Bildmaterial verwendet, denn der Einblick in das Vernichtungssystem der Nationalsozialisten ist eingegrenzt. Da der Dokumentarfilm emotionale Reaktionen der Beteiligten zeigt, ist der Einsatz von der jeweiligen Klassenstruktur abhängig.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Histoclips: Verfolgung und Massenvernichtung im Dritten Reich

ca. 55 min sw Online-Mediensammlung D 2010

 

Das Medium beinhaltet historische und zeitgeschichtliche Filmclips.

 

Adressaten: A(7-13)

Fächer: Geschichte, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Die vielfältigen, zum Teil wenig bekannten Clips unterschiedlicher Länge bieten die Möglichkeit des individuellen Einsatzes im Unterricht oder für Schülerpräsentationen. Sie können über ein einfaches alphabetisches Verzeichnis ausgewählt werden oder über eine Schlagwortsuche.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stand: 16.01.2017