Medienliste: Volkstrauertag

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Wege der Trauer - Angehörige und Freunde erzählen

ca. 38 min f DVD-Video D 2013

 

JOSCHY - TRAUER UM EINEN GEMEINSAMEN FREUND (ca. 19 min): Joschy ist 20 Jahre alt. Er hat gerade ein Studium begonnen, als er eines Morgens auf einen abgestellten Güterwaggon klettert, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Joschy ist noch über einen Meter von der Oberleitung entfernt, als ein Lichtbogen überschlägt. Er stirbt noch an der Unfallstelle. Vier seiner engsten Freunde erzählen, wie sie die Zeit vom Erhalt der Todesnachricht bis zur Beerdigung erlebt haben und wie sie jetzt, zwei Jahre nach dem Unfall, mit ihrer Trauer umgehen.

CHRISTOPH - TRAUER IN EINER FAMILIE (ca. 19 min): Die 15-jährige Luisa verbringt einige Tage mit ihren Eltern auf einem Reiterhof, als ein Polizist die Nachricht vom Unfalltod ihres älteren Bruders Christoph überbringt. Was geht in einer Familie vor, wenn ein Kind stirbt? Wer es nicht selbst erlebt hat kann sich dieser Erfahrung anhand der Schilderungen von Angehörigen und Freunden nur annähern. Die Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Annette Meier-Braun vergleicht die Situation einer trauernden Familie mit einem Mobile: Alle Mitglieder der Familie haben ihren Platz im weit verzweigten System. Da es beweglich ist, kann es selbst größere Stöße von außen gut abfangen. Stirbt ein Familienmitglied, ist es, als schnitte man vom Mobile ein Element ab: Das gesamte System fällt in sich zusammen. Das Gleichgewicht ist verloren und kann auch nicht ohne Weiteres wieder hergestellt werden. Luisas Familie hat ihren Weg gefunden, mit der Trauer umzugehen und weiterzuleben. Christoph hat einen neuen Platz am Mobile erhalten – es befindet sich wieder im Gleichgewicht.

Zusatzmaterial: Filmmodule (28 min); Arbeitsmaterialien; Transkripte; Vorschläge zur Unterrichtsplanung.

 

Adressaten: A(9-10)

Fächer: Ethik, Kath. Religionslehre

 

Didaktische Hinweise: In beiden Filmbeiträgen wird deutlich, wie verschieden Wege durch die Trauer aussehen können. Dabei wirken die Gesprächspartner sehr authentisch und klar, wenn sie von ihren Gefühlen nach dem Verlust erzählen, so dass der Zuschauer zwar betroffen, aber nicht überwältigt wird. Die erklärenden Beiträge der Psychologin unterbrechen die Erzählungen, abstrahieren die individuelle Situation und strukturieren so den Trauervorgang. So ist ein Einsatz dieser Dokumentation im Ethikunterricht denkbar, allerdings muss zuvor genau bedacht werden, ob dieses schwierige, aber wichtige Thema (momentan) in die Klassensituation passt. Das Arbeitsmaterial legt den Schwerpunkt auf die Phasen der Trauer und Krisenintervention in der Schule.

 

Bildungsstandards Ethik: RS: BS10; GY: BS10

 

Bildungsstandards: Kath. Religionslehre: SO: HS; HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10

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Tod und Leben - Mit Kindern über den Tod sprechen

ca. 28 min f DVD-Video D 2012

 

Wenn man einen geliebten Menschen verliert, bleibt meist eine Leere zurück. Trotzdem gehört der Tod zum Leben dazu. Doch was kommt nach dem Tod? Wie kann man mit der Trauer umgehen?

DER SCHATZ (ca. 10 min): Ein kleines Mädchen, das ein sehr inniges Verhältnis zu ihrem Großvater hat, erlebt eine schöne Zeit mit ihm. Sie ist immer bei ihm, auch als er im Sterben liegt. Vor seinem Tod schenkt er ihr ein Kästchen. Darin bewahrt das Mädchen nun all die Dinge auf, die sie an ihren geliebten Großvater und die schöne Zeit mit ihm erinnern. Damit wird das Kästchen nach dem Tod des Großvaters ihr größterSchatz. (Regie: Nippe, Francie; Kamera: Ina Findeisen; Musik: Christian Helm, Andreas Vorwerk)

LEBENKOMISCHTOD (FEAT. ENTE, TOD UND TULPE) (ca. 18 min): Die Geschichte spielt an einem Abend im Gästezimmer von Jan Golda, dem Onkel der Schwestern Tinchen und Merle. Alle drei versuchen die Trauer um Hendrieke, die Mutter der Kinder und Schwester von Jan, zu bewältigen. Fürsorglich, liebevoll und mutig, aber auch nervtötend, konfus und unbeholfen versuchen sie das Fehlen von Hendrieke auszuhalten und miteinander zurechtzukommen. Ein Bilderbuch, das Tinchen aus dem Rucksack zaubert, eröffnet ihnen eine Möglichkeit. Die Parabel von der Ente und dem Tod lässt sie während des Lesens auf einer imaginären Ebene erleben, was in der Realität unmöglich scheint. Dieser Teil wird von einem Tanzensemble dargestellt. (Regie: Andrea Simon; Kamera: Andreas J. Etter, Fabio Stoll; Musik: Boris Bergmann, Johannes Drescher)

Zusatzmaterial: 8 Bilder. ROM-Teil: 10 Arbeitsblätter (PDF/Word); Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 4 Texte; Bilder; Filmtext; Begleitheft; Internet-Links.

 

Adressaten: A(1-4)

Fächer: Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre

 

Didaktische Hinweise: Der erste Animationskurzfilm ermöglicht in ruhiger Bild- und Tonführung einen kindgemäßen Zugang zum Thema Tod und Sterben, indem er ihn in das alljährliche Geschehen des herbstlichen Vegetationszyklus einbettet. Diese Einbettung beinhaltet zwar die Hoffnung auf neues Leben, tritt aber so sehr in den Vordergrund, dass manches Kind vielleicht den Tod des Großvaters nicht wirklich mitbekommt. Aber vielleicht ist das auch die Absicht des Films, um das Sterben seelisch akzeptierbar zu machen und dem Tod seinen Schrecken zu nehmen. Der zweite Kurzfilm 'Ente, Tod und Tulpe' setzt in Tertiärverwertung das bereits in Trickverfilmung zugrunde liegende Bilderbuch (LMZ Nr.4665273 und 4665845) eher etwas umständlich um. Die Erzählhandlung wird in wenig zugänglichen Ballettszenen dargeboten. Die Arbeitsmaterialien liegen mit Bildern, Arbeitsblättern usw. auf erwartbarem herkömmlichem Niveau.

 

Bildungsstandards: SO: GS; GS: BS2, BS4

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Die Maus und der Tod - Die Geschichte von Katharina

ca. 31 min f DVD-Video D 1997

 

Katharina litt an einer äußerst seltenen Krankheit, die jeglichen Muskelaufbau verhindert. Sie musste nach ihrer Geburt künstlich beatmet werden und als die Maschine abgestellt wurde, atmete sie von selbst. Ab da hielt sie ihre Eltern auf Trab, die ihr Leben komplett umstellen mussten, um ihr behindertes Kind zu versorgen und zu fördern. Sie besuchte die erste Klasse einer Grundschule, als sie eines Sonntagsmorgens nicht mehr aufwachte. Von Anfang an macht der Beitrag klar, dass er eine Geschichte berichten will, die mit dem Tod endet. Zusatzmaterial: Zwei kurze Animationsfilme "Gehört das so?" und "Lakritzbonbons"; Lieder; Bildergalerie; Unterrichtsentwürfe; Vorschläge für einen Elternabend; Text zur Entwicklung von Todesvorstellungen bei Kinder bis zum Grundschulalter; Gedanken zur Ewigkeit und ihre Umsetzung in der Unterrichtseinheit.

 

Adressaten: A(3-6)

Fächer: Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur, Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre

 

Didaktische Hinweise Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur: Das Besondere an dieser DVD ist, wie ohne Pathos und in leicht verdaulichen kurzen Filmsequenzen vom Leben und Aufwachsen von Katharina berichtet wird. Viele Schwierigkeiten, die durch ihre Behinderung verursacht sind, werden dabei beschrieben und von ihrer Familie, den begleitenden Ärzten und Anderen kommentiert. Katharinas kurzes Leben erscheint durch die Herausstellung ihrer Lebensfreude und ihres Lebenswillens als völlig normal, auch wenn es viele Umstellungen für die Eltern bedeutete. Der plötzliche Tod am Ende des Filmes muss für Grundschulkinder durch die Lehrkraft besonders sensibel vor- und nachbereitet werden. Dafür und für viele unterschiedliche Möglichkeiten der Aufarbeitung des Themas "Tod" steht umfangreiches Zusatzmaterial im CD-ROM-Teil zur Verfügung.

 

Bildungsstandards: SO: GS; GS: BS4

 

Didaktische Hinweise Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre: Der Film erzählt in mehreren Stationen aus der Biographie eines schwerbehinderten Mädchens, das im Alter von sieben Jahren stirbt. Ausführliche Berichte der Eltern, medizinisch-therapeutische Erläuterungen von Ärzten, die Erklärungen des Kommentators zum Film sowie weitere Wortbeiträge geben die vielen Informationen, die für das Verständnis der im Film präsentierten Lebens- und Krankheitsgeschichte notwendig sind. Das Material des ROM-Teils setzt einen deutlichen Schwerpunkt beim Thema "Tod"; es knüpft zwar an die letzte Filmsequenz an, lässt aber das durchgängige Thema "Gelingendes Leben mit Behinderung" weitgehend außer Betracht. Der Unterrichtsentwurf über insgesamt zwölf Unterrichtsstunden enthält Vorschläge und Materialien für eine vertiefende Weiterarbeit; sie sind auch geeignet, die Nacharbeit zu Filmen, die von Sterben und Tod grundschulgerecht berichten, zu akzentuieren, z.B. "Abschied von der Hülle", "Willi will's wissen: Wie ist das mit dem Tod?", "Papierflieger" u.a.

 

Didaktische Hinweise: HS/WRS: BS6; RS: BS6

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Tabuthema Tod

17 min f DVD-Video D 2006

 

Der Film zeigt, dass Jugendliche mit Sterben und Tod in ihrer näheren Umgebung konfrontiert werden können, zum Beispiel durch den Tod der geliebten Großmutter oder eines Mitschülers. Er zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten zu trauern und gibt Hinweise, wie man sich als Freund oder Freundin oder als Klasse einem Trauernden gegenüber verhalten kann. Außerdem beschreibt er die Entstehung von Trauer- und Bestattungsritualen in den großen Weltreligionen, beispielsweise auf muslimischen und jüdischen Friedhöfen in Deutschland, und widmet sich schließlich der Frage nach einem Weiterleben nach dem Tod.

Zusatzmaterial: Kapitelanwahl, Stichwortanwahl, Bildergalerie, Linkliste, Arbeitsblätter, Kommentartext.

 

Adressaten: A(7-9)

Fächer: Evang. Religionslehre

 

Didaktische Hinweise: Der Film spricht allgemein und kurz einige Aspekte des Themas Tod und Trauer an. Diese Erstinformationen, die vor allem über den Kommentar vermittelt werden, sind geeignet, einen Einstieg in das Thema zu finden, der Wert auf Erklärung / Erläuterung legt. Sie müssen im Unterricht je nach gewählten Schwerpunkten sowohl inhaltlich als auch im Blick auf die persönlichen Erfahrungen / Situationen ergänzt und vertieft werden.

 

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9

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Die Geschichte des Todes

ca. 105 min f DVD-Video D 2008

 

Die vierteilige ZDF-Arte-Koproduktion von 2008 stellt Begräbnisstätten aus vier Epochen vor: aus der Antike, dem Mittelalter, dem Barock und der Moderne, vor allem in und um Rom, die Basiliken von Trient und Pisa, mittelalterliche Wallfahrtskirchen etwa in Autun und in Brixen, die Kapuzinergrüfte in Wien und Palermo, den Friedhof Père Lachaise in Paris oder den Zentralfriedhof in Wien. An Hand dieser Begräbnisstätten wird für jede der genannten Epochen dargestellt, wie man sich den Tod bzw. das Jenseits vorstellte, wie Tod und Vergänglichkeit erklärt, verklärt und für die Nachwelt instrumentalisiert oder zelebriert wurden und werden. Es kommen Historiker, Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler zu Wort. So entsteht ein vielschichtiges Bild vom Wandel der Todesvorstellung und vom sich ändernden Umgang mit der Sterblichkeit.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Bildende Kunst, Ethik, Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre

 

Didaktische Hinweise Bildende Kunst: Die vier Filme der DVD laden den Betrachter zu einem stellenweise zwar etwas langatmigen, aber auf alle Fälle hochinteressanten Diskurs über die geistige und bildhafte Auseinandersetzung mit den Begriffen "Sterben", "Tod", "Jenseits", "Vergänglichkeit" und "Endlichkeit" ein. Stimmungsvolle und dem Thema hervorragend angepasste Filmeinstellungen sowie gut verständliche Kommentare erschließen für den Betrachter über die Epochen der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit die unterschiedlichsten kulturhistorischen Sichtweisen eines eher tabuisierten Themas. Viele Abschnitte eignen sich zum direkten inhaltlichen, bildnerischen und stilistischen Vergleich in verschiedenen Epochen.

 

Bildungsstandards: GY: KS

 

Didaktische Hinweise Ethik, Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre: Vier zugleich einfühlsame wie eindringliche informative Dokumentationen von jeweils bis zu 30 min (einzeln ansteuerbar) sind der Geschichte des Todes in der europäischen Kultur gewidmet und gewinnen ihre Anschaulichkeit durch die Zuordnung der kunstgeschichtlich behandelten und durch wissenschaftlichen Experten kommentierten berühmten Begräbnisstätten und Nekropolen zu den Epochen der Antike ("heroischer Tod"), des Mittelalters ("erzitterter Tod"), des Barock ("intimer Tod") und der Moderne ("versöhnlicher Tod"). Unter den besprochenen und gezeigten Manifestationen des Todes sind antike Sarkophage, Mausoleen und heroische Inszenierungen an der römischen Via Appia, Christengräber der Katakomben, der "Schlafsaal des Todes" des Pisaner Campo Santo, mittelalterliche Kathedralen wie die von Autun und Kreuzwege "ad sanctos" (in der Nähe von Märtyrergräbern), Darstellungen des Jüngsten Gerichts und von Totentänzen, barocke Papstgräber im Petersdom z.B. von Bernini, die Begräbnisstätte der Habsburger Dynastie, die Wiener Michaeler-Gruft, Mumien in der Kapuzinergruft Palermos, Grabmäler kommunal-bürgerlicher Friedhöfe wie des Pariser Père-Lachaise und des Wiener Zentralfriedhofs, Monstrositäten anatomischer Präparate im Namen der modernen Wissenschaft, Soldatenfriedhöfe, ein Friedhof an der Berliner Mauer, die Begräbnisstadt in Barcelona, Reminiszenzen an "Ground Zero" und die Trauer um den ermorderten israelischen Staatspräsidenten Jitzchak Rabin. Manche Anblicke sind in ihrem konfrontativen "memento mori" nichts für schwache Nerven und bedürfen eventuell der überlegten Vorauswahl durch die Lehrkraft, der die Vorabsichtung generell zu empfehlen ist. In Ermangelung von Begleitmaterial empfiehlt sich eine Nacharbeit durch Recherche der im Film erwähnten Stätten im Internet (websites, wikipedia). Die sprachliche Gestaltung ist anspruchsvoll auf klassisch-bildungsbürgerlichem Niveau.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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Tabu Tod? - Bestattungskultur im Wandel der Zeit

ca. 19 min f DVD-Video D 2013

 

Der Film erzählt die Geschichte der Bestattung von ihren Anfängen bis in unsere Gegenwart. Der Film soll helfen, das, was heute als Trauer- und Bestattungskultur gelebt, hinterfragt und postuliert wird, im Licht der Vergangenheit besser zu verstehen.

Zusatzmaterial: Michael-Jackson-Memorial (ca. 9 min); Filmmodule (ca. 16 min); Arbeitsmaterialien; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Transkripte.

 

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Ethik, Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre

 

Didaktische Hinweise: Der dokumentarische Hauptfilm zeigt anschaulich (z.T. mit grafisch überarbeiteten Szenenskizzen), abwechslungsreich, aber auch sprachlich durchaus anspruchsvoll den Wandel unserer Bestattungskultur. Dabei fällt aus religionspädagogischer Perspektive die Außenperspektive auf, die dieses Medium einerseits gut in nichtkonfessionellem Fachunterricht einsetzbar erscheinen lässt. Andererseits ist das zentrale kulturprägende Motiv des christlichen Auferstehungsglaubens in den Herleitungen und Erläuterungen zu schwach vertreten und wird nur indirekt über den Märtyrerkult eingeholt. Manche Begriffe bleiben für ein einfaches Verständnis unerschlossen (was ist ein "Wiedergänger"?). Der Zusatzfilm über den Totenkult um den verstorbenen Popstar Michael Jackson geht sehr intensiv auf die Motive der trauernden Fans ein und zeigt anregend und nachvollziehbar ihre Gefühlslage auf. Das Begleitmaterial ist sorgfältig gearbeitet, es ist im Sinne der Nachhaltigkeit (zum Beispiel durch Verbatims) und für Lerngänge zu Gräberfeldern gut einsetzbar.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Krieg und Frieden II 

Längsschnitt: Frieden

ca. 22 min f DVD-Video D 2011

 

Wie kann nach einem verheerenden Krieg ein dauerhafter Frieden entstehen? Welche Rolle und Handlungsspielräume haben Sieger und Besiegte? Wie wird mit Schuld, Sühne und Wiedergutmachung umgegangen? Wie tief bleibt der Krieg im Gedächtnis und wie gehen Nachkriegsgesellschaften mit Kriegsheimkehrern um? Wie sieht nachhaltige Konfliktnachsorge aus? Der Hauptfilm beantwortet Fragen nach den unterschiedlichen Formen von Friedensschlüssen und berücksichtigt dabei auch die Folgen von Kriegen.

Zusatzmaterial CD-ROM: Sprechertexte; Vokabellisten; Verständnisfragen (en); Karten; Aufgaben zu Geschichtsquellen; Anleitungen zum Methodentraining.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Fächerverbund Erdkunde - Wirtschaft – Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie - Wirtschaft – Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, Geschichte

 

Didaktische Hinweise Gemeinschaftskunde: Das Medium hat einen deutlich historischen Schwerpunkt. Diese Herangehensweise dominiert auch die letzten beiden Module "Friedensbewegung“ und "Friedenstheorien“. Daraus ergibt sich bei diesen beiden Modulen, die von der Thematik her den Gemeinschaftskundeunterricht betreffen, eine gut verständliche historische Kontextuierung dieser Zusammenhänge, die auch neue Erkenntnisse befördert. Insgesamt eignen sich die Filme eher für die Sekundarstufe II, Modul fünf ("Friedensbewegung“) kann in interessierten Klassen auch früher gezeigt werden. Von daher sind diese beiden letzten Module für den Gemeinschaftskundeunterricht zu empfehlen. Der Hauptfilm und die übrigen Module betreffen bei Schularten, die beide Fächer trennen, ausschließlich das Fach Geschichte.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

Didaktische Hinweise Geschichte: Das Medium mit seinem neuartigen Ansatz der vergleichenden Betrachtung im Längsschnitt enthält anschauliche und informative Filme zu den genannten Themen, die sich durch Verständlichkeit auszeichnen. Die Module zur Friedensbewegung und zu Friedenstheorien sind fundiert, aber erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Der Hauptfilm kann gewinnbringend eingesetzt werden, wenn die Grundlagen über die historischen Kapitel bekannt sind. Das Arbeitsmaterial bezieht sich auf die Filme und bietet Material und Aufträge darüber hinaus; es richtet sich überwiegend an Schüler/innen der Sekundarstufe II.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Möglichkeiten und Grenzen der internationalen Friedenssicherung

ca. 22 min f DVD-Video D 2010

 

Kann man Frieden mithilfe von Waffen sichern oder sogar erzwingen? Wann entstanden der Völkerbund, die UNO, die Nato? Wie funktionieren die Organe internationaler Zusammenarbeit, welche Mittel haben sie und was können sie bewirken? Das Medium beleuchtet schlaglichtartig aktuelle Konfliktherde und spricht Probleme und Perspektiven der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei beim ISAF-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.

Zusatzmaterial ROM-Teil: 2 Vorschläge für den Unterricht; 11 Arbeitsblätter (AB 1 Filmanalyse; AB 2 Sequenzenanalyse; AB 3 Geschichte der UN; AB 4 Sicherheitsrat und die UN; AB 5 NATO im Wandel; AB 6 Konfliktherd Balkan; AB 7 Problemfeld Balkan; AB 8 Fallbeispiel Afghanistan + Textblatt; AB 9 Bundeswehreinsatz in Afghanistan; AB 10 Neue Rolle der Bundeswehr + Textblatt; AB 11 Auslandseinsätze in der politischen Diskussion + Textblatt); 5 Karten (Konfliktherde weltweit; NATO und Warschauer Pakt; UN Sicherheitsrat; Vereinte Nationen; Völkerbund); Vorschläge für den Einsatz im Unterricht; Filmtext; Links.

 

Adressaten: A(8-12)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Fächerverbund Erdkunde - Wirtschaft – Gemeinschaftskunde, Fächerverbund Geographie - Wirtschaft – Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde

 

Didaktische Hinweise: Film und Arbeitsmaterial unterscheiden sich in ihrem Niveau: Während der Film für Schüler/-innen aller Schularten geeignet ist, richten sich die Arbeitsblätter in ihren Fragestellungen deutlich an solche der Kursstufe des Gymnasiums. Der Film eignet sich für den Einsatz im Unterricht über die Frage nach der Rolle des militärischen Einsatzes in Afghanistan und im ehemaligen Jugoslawien. Dabei muss man beachten, dass die Betonung auf der Position der jeweiligen Bundesregierungen liegt. Auch im Arbeitsmaterial wird eine Gegenposition nicht geboten (Friedensbewegung). Der Film liefert die Möglichkeit, die Frage nach dem Einsatz von Militär zur Friedenssicherung in alle Richtungen zu diskutieren.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stand: 27.10.2016