Medienliste: Gedenktag 20. Juli 1944

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Eugen Bolz - In mir schafft es fürchterlich

ca. 45 min f DVD-Video D 2014

 

Eugen Bolz war ein katholischer Konservativer, dem es Anfang des letzten Jahrhunderts im protestantischen Württemberg als erstem gelang politisch Karriere zu machen. Nach der Revolution 1918/19 stieg er bis zum Staatspräsidenten von Württemberg auf und erwarb sich große Verdienste beim Aufbau des Landes. Obwohl er nach der Machtübernahme Hitlers die Gefahr erkannte, räumte er widerstandslos seinen Präsidentensessel vor den Nazis. Er wurde unter demütigenden Umständen verhaftet und schloss sich, wieder freigelassen, dem konservativen Widerstand an. Nach dem Attentat auf Hitler1944 – an dem er nicht beteiligt war – wurde er verhaftet, gefoltert, zum Tode verurteilt und hingerichtet. Bolz‘ Urgroßneffe Lukas Heger begibt sich heute auf Spurensuche. Er möchte mehr über ihn herausfinden sucht dazu die wichtigen Orte aus Eugen Bolz Leben auf. Die Dokumentation begleitet ihn; sie folgt der widersprüchlichen und facettenreichen Persönlichkeit Bolz‘ und zeigt seine Entwicklung vom innerlich zerrissenen Politiker, der lange auf dem rechten Auge blind war, zum Widerstands-Helden.

 

Adressaten: A(8-13)

Fächer: Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre, Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise Evang. Religionslehre, Kath. Religionslehre: Der katholische württembergische Politiker Eugen Bolz wird in seinem Werden zum Widerstandskämpfer gegen das Naziregime gewürdigt, auch mittels Aussagen des ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel. Dabei werden regionalgeschichtliche Bezüge dokumentarisch als Recherche des jungen Nachkommen dargestellt. Die religiöse Motivation wird dabei auch thematisiert (Dilemma des Tyrannenmordes). Geeignet für die individuelle Recherche von Schülerinnen und Schülern besonders im Zusammenhang mit den Fächern Politik und Geschichte.

 

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: BS10

 

Didaktische Hinweise Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte: Mit dem Film über den Werdegang und Widerstand von Eugen Bolz zeigt sich sehr gut die politische Entwicklung in Deutschland vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis hin zum Nationalsozialismus. Das Leben von Eugen Bolz gibt dem Betrachter die Möglichkeit anhand einer regionalen Persönlichkeit diesen Entwicklungen in unserem Heimatraum nachzugehen. Sowohl die politische als auch die persönliche Geschichte von Eugen Bolz werden im Film verfolgt. Darüber hinaus ist der Film auch ein Beispiel für die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der eigenen Familiengeschichte.

 

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Elser (gekürzte Fernsehfassung 2015) - Er hätte die Welt verändert

ca. 89 min f DVD-Video D 2015

 

Während der Jubiläumsrede Hitlers am 8. November 1939 wird ein Mann an der Grenze zur Schweiz wegen des Besitzes verdächtiger Gegenstände festgenommen. Nur Minuten später explodiert im Münchner Bürgerbräukeller unmittelbar hinter dem Rednerpult des "Führers" eine Bombe und reißt acht Menschen in den Tod. Der Mann ist Georg Elser, ein Schreiner aus dem schwäbischen Königsbronn. Als man bei ihm eine Karte des Anschlagsortes und Sprengzünder findet, wird er dem Chef der Kripo im Reichssicherheits-Hauptamt Arthur Nebe und dem Gestapo-Chef Heinrich Müller zum Verhör überstellt. Von ihnen erfährt Elser, dass sein Vorhaben gescheitert ist – dass der Mann, den er töten wollte, um das Blutvergießen des gerade begonnenen Weltkrieges zu verhindern, den Bürgerbräukeller 13 Minuten vor der Explosion verlassen hat. Tagelang wird Elser von Nebe und Müller verhört, tagelang hält er ihren Fragen trotz Folterungen stand. Bis er schließlich gesteht – und die Geschichte seiner Tat schildert.

Zusatzmaterial: Filme; 7 Audio-Dateien; Bilder; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; 33 Infobögen in Lehrerfassung; 3 Infobögen in Schülerfassung; 34 Arbeitsblätter; Stichworte zum Thema; Medien-Tipps; Internet-Links.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Spielfilm ist ein gelungenes Porträt von Georg Elser mit Bezügen zu unserer Zeit und zu Grundfragen des Menschseins (Zitat aus der Inhaltsangabe des Begleitmaterials zum Film "Was ist der Mensch? Was kann er, was darf er, was soll er?“), das detailreich auch den Alltag im Nationalsozialismus schildert. Das gut einsetzbare Arbeitsmaterial gibt den Ansatz des Regisseurs wieder, dass der Film mehr sein will als nur ein Porträt des Widerstandskämpfers zu liefern. Die Inszenierung der Geschichte bringt uns ganz nah an die Persönlichkeit Elsers. Sie erlaubt kein Zeigen von einzeln ausgewählten Sequenzen, da zahlreiche Rückblenden das Bild von Elser verdichten. Daher sind auch die Folterszenen nicht vermeidbar, da sie zentraler Bestandteil dieses Filmes sind und letztlich auch die Brutalität und Unmenschlichkeit der NS-Diktatur vergegenwärtigen. Hier muss die Lehrkraft vorab je nach Klassenzusammensetzung selbst abwägen, ob der Einsatz dieses Films angemessen ist. http://www.elser-derfilm.de/ELSER_Bildungsmaterial.pdf

 

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Deutsche im Widerstand 1933 – 1945

80 min f DVD-Video D 2004

 

Höhepunkt des Widerstandes gegen Hitler ist Stauffenbergs Attentat vom 20. Juli 1944 und der anschließende Versuch von Beck, Goerdeler und anderen, das NS-Regime zu stürzen, eine neue Regierung zu bilden und Frieden zu schließen. Widerstand und Opposition hat es jedoch bereits seit der Errichtung der Diktatur 1933 von vielen Menschen in Deutschland aller sozialen Schichten und verschiedener politischer Richtungen gegeben. Neben einem Film über das Attentat und den Prozess vor dem Volksgerichtshof behandeln weitere Filmausschnitte, Zeitzeugeninterviews sowie Textquellen den Widerstand in der Arbeiterbewegung, in den Kirchen, bei der Jugend und von Einzelpersönlichkeiten.

Zusatzmaterial: 25 Bilder; 6 Arbeitsblätter; Quellentexte; Lexikon (Daten, Begriffe, Biographien).

 

Adressaten: A(8-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Die DVD integriert verschiedene Gruppen und Formen des Widerstandes und ermöglicht einen guten Überblick und Vergleich. Die Möglichkeit des Zugriffs auf Sequenzen, Bildern, Quellentexten und Kurzbiographien erleichtert den Einsatz in unterschiedlichen Unterrichtsformen. Insgesamt ist diese DVD ein solides und brauchbares Medium.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Widerstand gegen Hitler: Das Volk wehrt sich, Teil 1

ca. 156 min sw+f DVD-Video D 2006

 

DER FRANZÖSISCHE WIDERSTAND: Es ist die Geschichte des Kampfes gegen den Nationalsozialismus, ausgefochten in den Hügeln, Wäldern und Dörfern Frankreichs.

DEUTSCHLAND - WIDERSTAND IM EIGENEN LAND: Der wachsende Widerstand nimmt ganz Deutschland ein. Erfolglos wird am 20. Juli 1944 ein Anschlag auf das Machtzentrum - durch ein Attentat auf Adolf Hitler - verübt.

POLEN SETZT SICH ZUR WEHR: Der Aufstand im Warschauer Ghetto am 19. April 1943 und der Warschauer Aufstand am 1. August 1944, herbeigeführt durch die polnische Heimatarmee, sind nur zwei der zahlreichen Versuche, sich der deutschen Wehrmacht zu widersetzen.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Während der Film über den deutschen Widerstand insgesamt eher weniger gut gegliedert erscheint, können die beiden anderen Filme – über Frankreich und über Polen – gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden, da diese Themen wenig bekannt sind. Die Machart der jeweils 50minütigen Filme ist gelungen und gut verständlich durch die Verwendung von zeitgenössischen Aufnahmen und Zeitzeugen- und Experteninterviews, doch gibt es auch nicht gekennzeichnete Spielfilmsequenzen älteren und neueren Datums. Aufgrund der Komplexität und der mangelnden didaktischen Aufbereitung für die Schule empfiehlt sich nur die Verwendung in der Kursstufe des Gymnasiums.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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Widerstandsbewegungen gegen die NS-Gewaltherrschaft

ca. 29 min sw+f DVD-Video D 2014

 

Filmclips:

1. Attentatsversuche auf Adolf Hitler

2. Der Widerstand von Kommunisten und Sozialdemokraten

3. Christen und Konservative im Widerstand

4. Der militärische Widerstand

5. Die Jugendopposition

6. Jüdischer Widerstand I: Ghettoaufstände und Partisanenkämpfe

7. Jüdischer Widerstand II: Jüdische Soldaten in den Armeen der Alliierten

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Zeitgenössische Filmaufnahmen und ein ruhiger Sprecher ermöglichen eine schnelle und rein sachliche Wissensvermittlung. Die Gliederung in sinnvolle Kapiteleinheiten ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen verständlichen Zugang zum Thema. Damit ist es möglich eine Wissensbasis zu schaffen, um das Thema weiterzuführen und differenziert zu betrachten. Eine Vertiefung ist oftmals notwendig, um Personen und Sachverhalte in einem umfassenden Kontext erfassen zu können.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stauffenberg

ca. 30 min f DVD-Video D 2008

 

Der Film zeichnet die Kindheit, Jugend und Erziehung Stauffenbergs nach, die geprägt war von einer schwäbisch-adeligen Familientradition und der Begeisterung des jungen Grafen für Literatur. Er erzählt von der militärischen Karriere, die 1926 ihren Anfang nahm, und von seiner Ehe mit Nina von Lerchenfeld, aus der fünf Kinder hervorgehen sollten. Wie wird aus dem anfänglich begeisterten Offizier Hitlers ein Mann, der am 20. Juli 1944 das Attentat wagte? In den 40er Jahren galt Stauffenberg als "Verräter", seit den 50ern wird er jedes Jahr im Bendlerblock, dem Ort seiner Erschießung, geehrt. Willy Brandt nannte ihn und seine Mitstreiter ein "Symbol des anderen, des besseren Deutschland".

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Film ist dank seines Zuschnitts auf die Persönlichkeit Stauffenbergs geeignet für den Geschichtsunterricht. Er geht ein auf die Schwierigkeit der Deutschen von Stauffenberg ein eindeutiges Bild zu haben. Anhand biographischer Angaben zeigt er die Motive Stauffenbergs für die Bereitschaft zum Attentat auf Hitler. Viele Aspekte seiner Persönlichkeit werden klar, dennoch beleuchtet diese Dokumentation, die auch die Filmographie dieses deutschen "Helden“ erzählt, nicht vollständig den Wandel vom Mitläufer des Regimes zum Widerstandskämpfer. Auch wird der Zusammenhang mit dem Kreis der weiteren Widerstandskämpfer nicht näher dargestellt. Filmaufnahmen der Zeit und der Gegenwart werden verknüpft mit Aussagen des Historikers Peter Steinbach.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Georg Elser

ca. 33 min f DVD-Video D 2013

 

Nur wenige Minuten haben gefehlt und er hätte die Geschichte der Welt entscheidend verändert. Vielleicht würde er heute als Held der deutschen Geschichte gefeiert werden, wenn sein Attentat auf Hitler so verlaufen wäre, wie er es geplant hatte. Wer ist dieser Georg Elser, der aus eher einfachen Verhältnissen stammt und der in einem kleinen schwäbischen Dorf fernab einer Großstadt aufgewachsen ist? Und wie kam es überhaupt dazu, dass er sich alleine gegen Hitler aufmachte? Und warum ist dieser Georg Elser, der beinahe den Lauf der Welt geändert hätte, nach wie vor so wenig bekannt in Deutschland?

Zusatzmaterial: 37 Arbeitsblätter; 20 Testaufgaben; Ergänzendes Unterrichtsmaterial (29 S.); 7 interaktive Arbeitsblätter.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Film erzählt die Geschichte Georg Elsers auf ruhige und zugleich spannende Weise und gibt somit seiner Leistung eine würdige Nacherzählung, hier ergänzt durch Stellungnahmen von Historikern. Das Zusatzmaterial bietet sinnvolle und vertiefende Arbeitsaufträge, die eine Problematisierung erlauben. In der Darstellung der Person Elsers und seiner Motivation zum Attentat werden auch mit Hilfe des Materials Schein und Wirklichkeit des nationalsozialistischen Regimes (vorgebliche Arbeiterpolitik) offensichtlich. Somit erlaubt dieser Film das Thema Widerstand in einen breiten Diskussionsrahmen zu stellen.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Sophie Scholl - Die letzten Tage

ca. 116 min f DVD-Video D 2005

 

Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die Nazi-Diktatur wird die junge Studentin Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität verhaftet. Tagelange Verhöre bei der Gestapo entwickeln sich zu Psycho-Duellen zwischen der Widerstandskämpferin und dem Vernehmungsbeamten Robert Mohr. Sophie kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis schützend vor die anderen Mitglieder der "Weißen Rose" und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte.

Zusatzmaterial: DISC 1: Audiokommentare; Teaser; Trailer; Zusätzliche Szenen; Szenenfotos; Outtakes. DISC 2: Making of; Zeitzeugen im Gespräch; Original-Dokumente; Biographien. ROM-Teil: Extras.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Die spannende Handlung und die Konzentration auf Sophie Scholl als Person bieten einen affektiven Zugang zum Thema Widerstand. Der 2005 preisgekrönte Film kann kapitelweise eingesetzt, sollte aber auf jeden Fall inhaltlich und fachwissenschaftlich  vorbereitet werden.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Sophie Scholl - eine Lichtgestalt in Zeiten totalitären Unrechts - Hintergrund- und Zusatzmaterial zum Kinofilm "Sophie Scholl"

ca. 20 min f DVD-Video D 2005

 

Die DVD enthält folgende Kapitel: 1. Sophie - eine Lichtgestalt in Zeiten totalitären Unrechts; 2. Marc Rothemund über Sophie Scholls moralischen Widerstand; 3. Marc Rothemund über die Verhörprotokolle als Auslöser für die Geschichte; 4. Von den Originalprotokollen zu den Originalschauplätzen - Am Set von "Sophie Scholl"; 5. Julia Jentsch über Sophie Scholl; 6. Julia Jentsch über die Stärke der Figur; 7. Zeitzeugen des Widerstands - die Schwester von Sophie Scholl und der Sohn von Robert Mohr; 8. Des Teufels Richter - Dr. Roland Freisler im Schauprozess gegen die "Weiße Rose".

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte

 

Didaktische Hinweise:  Das Medium empfiehlt sich zur Verwendung einer vertieften reflektierten Betrachtung über den Spielfilm "Sophie Scholl". Im Mittelpunkt steht die Annäherung an die Protagonisten des Films. Die konkrete Erarbeitung der Geschichte um Sophie Scholl ist nicht Gegenstand des Mediums. Somit ist es für ein Projekt über Medien mit historischem Hintergrund geeignet.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Die Weiße Rose

ca. 120 min f DVD-Video D 1982

 

Halbdokumentarisches, historisch-politisches Porträt über die Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl gegen das Terror-Regime der Nazis. Fünf Münchner Studenten, unter ihnen Hans und Sophie Scholl, rufen mit Flugblättern - unterzeichnet mit "Die weiße Rose" - zum Widerstand gegen Hitler auf. Nach anfänglichen Erfolgen der Gruppe schlägt die Gestapo zu. Hans und Sophie werden vom Volksgerichtshof verurteilt und im Februar 1943 hingerichtet.

Zusatzmaterial: Interview mit Michael Verhoeven; Biografie Michael Verhoeven; Fotogalerie.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Der Film zeigt die Vielschichtigkeit der Formen des Widerstandes und bietet durch seine dramatische Inszenierung die Möglichkeit der Identifikation. Die Widerstandskämpfer der Weißen Rose wirken in ihrer mutigen Entschlossenheit und in ihren Überzeugungen, aber auch in ihren Zweifeln und ihrer teilweise unbekümmerten Vorgehensweise glaubwürdig und realistisch dargestellt. Für die Diskussion liefert der Film gute Grundlagen zu folgenden Fragen: Welche politischen und ethischen Prinzipien verfolgte die Weiße Rose? Was ist Widerstand? Welche Risiken und Gefahren gingen die Widerstandskämpfer ein? Wie verhielten sich die übrigen Beteiligten? Die Vielzahl der Personen und die Versuche zur Zusammenarbeit mit anderen Widerstandsgruppen erfordern einen guten Überblick über das Thema.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Eine Ausnahme. Überleben. Freundschaft. Widerstand

ca. 25 min f DVD-Video D 2014

 

Der Film erzählt vom Leben und der Freundschaft von Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn, zwei Frauen, die den Nationalsozialismus auf sehr unterschiedliche Weise er- und auch überlebt haben. Irmgard Heydorn leistete im "Internationalen Sozialistischen Kampfbund" illegal Widerstandsarbeit gegen die Nazis. Trude Simonsohn wurde als Jüdin von den Deutschen verfolgt und überlebte Theresienstadt und Auschwitz. Seit vielen Jahren sprechen die beiden in Schulen und Universitäten über ihre Lebensgeschichte, um damit junge Menschen zu erreichen.

Zusatzmaterial: Interviews (ca. 120 min); thematisch geordnete Clips; Stichpunkte; Originalmaterialien; Bilder.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Das Medium hat eine sehr durchdachte Struktur um die Zeitzeuginnen den Schüler und Schülerinnen nahe zu bringen. Der Hauptfilm ist ein Zusammenschnitt von 25 Minuten, in dem die beiden Frauen jeweils ihre Lebensgeschichte erzählen; dabei werden passende Fotos eingeblendet. Das Zusatzmaterial beinhaltet die ausführlichen Interviews in 9 Kapiteln mit eigenen Überschriften. Hier werden die Interviewfragen im Vorfeld schriftlich eingeblendet, so dass der Einsatz im Unterricht zielgerichtet erfolgen kann. Außerdem beinhaltet das Zusatzmaterial die Fragen und die Antworten in Schriftform; dazu gibt es ein Glossar von 68 Seiten, das Fachtermini (wie Zwangsarbeitseinsatz) erklärt. Das Medium eignet sich auch für eine selbstständige Arbeit durch den Schüler.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Liebe ist stark wie der Tod - Die Welt des Dietrich Bonhoeffer

ca. 30 min f DVD-Video D 2006

 

Dietrich Bonhoeffers aktive Rolle im Widerstand gegen Hitler, die zu seiner Ermordung durch die Nazis führte, seine Geisteshaltung und seine Schriften finden weit über die deutschen Grenzen hinaus Beachtung. Im Februar 2006 jährte sich der Geburtstag dieses Mannes zum 100. Mal. Der Film verknüpft illustrierende Szenen aus dem Kinofilm "Die letzte Stufe" mit Aussagen von Zeitzeugen wie Christoph von Dohnanyi und Renate Bethge. Zu Wort kommt außerdem der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber, der Bonhoeffers Werke mit herausgegeben hat. Die Politikerin Antje Vollmer, die selbst evangelische Theologie studiert hat, beleuchtet in einfachen, Sätzen Bonhoeffers politische Bedeutung und seine Denkweise.

 

Adressaten: A(9-10)

Fächer: Evangelische Religionslehre

 

Didaktische Hinweise: Der Dokumentarfilm mit Spielfilm- und Interviewausschnitten bietet einen guten Gesamtüberblick über die Lebensstationen wie auch die Themen Dietrich Bonhoeffers, wie zum Beispiel Frieden, Christsein heute, Ökumene, der Einsatz der Kirche für Benachteiligte, Schuldübernahme und Widerstand. Bischof Wolfgang Huber, ehemaliger Ratsvorsitzender der EKD und Christoph Dohnanyi, der Neffe Dietrich Bonhoeffers bieten auch in extra beigegebenen längeren Interviews gute Hilfen zur Einordnung dieses "evangelischen Heiligen" und Märtyrers. Der Hauptfilm sollte in voller Länge zum Einsatz kommen, eine Sequenzeneinteilung wäre deshalb auch nicht sinnvoll gewesen.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10

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Bonhoeffer - Theologe und Widerstandskämpfer

SESAM Unterrichtsmodul 2012

 

Dietrich Bonhoeffers Rolle im Widerstand gegen den NS-Staat steht im Mittelpunkt dieses Moduls, das sich auf Filmmaterial und Texte stützt.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Auf dem geraden Weg: Fritz Gerlich

ca. 40 min sw + f DVD-Video D 2013

 

In 5 kurzen Filmen wird ein Porträt von Fritz Gerlich (1883-1934) erstellt: Er war Journalist und Archivar. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des publizistischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus bereits vor 1933. Mit seiner Zeitschrift "Der gerade Weg" (ab 1932, vorher ab 1930 "Illustrierter Sonntag") bezog Gerlich deutlich Stellung gegen Hitler und den Nationalsozialismus. Gerlich schwärmte anfangs für Hitler, wandelte sich nach der persönlichen Begegnung mit Hitler und dessen Putsch 1923 zum entschiedenen Gegner des Nationalsozialismus. Außerdem begegnete er 1927 Therese Neumann, der Mystikerin von Konnersreuth, die ihn zum Widerstand gegen die Hitler-Partei ermunterte. Der Kontakt mit ihr führte 1931 zur Konversion zum Katholizismus.

Zusatzmaterial: 27 Bilder; Kurzcharakteristik; Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Lebenslauf von F. Gerlich; Internet-Links; 5 Arbeitsblätter; Die TV-Fassung fasst die 5 Kurzfilme zusammen (ca. 44 min); Arbeitshilfe (PDF/Word) (44 S.); Auszüge aus der politische Zeitung "Der gerade Weg" (16 S.).

 

Adressaten: A(8-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

 

Didaktische Hinweise: In fünf Kapitel widmet sich der Film ausführlich dem Leben und Wirken von Fritz Gerlich. Der historische Rahmen wird nicht ausführlich beleuchtet, die Einordnung der historischen Ereignisse benötigt ein fundiertes Vorwissen. Der Einsatz des Films eignet sich jedoch zum einen, um die Thematik des Widerstands im Nationalsozialismus zu erweitern bzw. zu vertiefen; zum anderen spiegelt der Film die massive Einschränkung bzw. Abschaffung der Meinungs- und Pressefreiheit durch die Nationalsozialisten, wodurch der Film auch einen Beitrag zur Mediengeschichte liefert. Im Zusatzmaterial findet sich eine vollständige Ausgabe der Zeitung "Der gerade Weg“ (17. Juli 1932).

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

 

Fächer: Katholische Religionslehre

 

Didaktische Hinweise: Der in Kapitel unterteilte Dokumentarfilm portraitiert einen frühen und entschiedenen Widerstandskämpfer, der bereits in den Anfängen der nationalsozialistischen Herrschaft deutlich Stellung bezogen hat. Für den Religionsunterricht relevant ist auch der Blick auf die christliche Motivation, aus der heraus der Journalist bereits in den 20er Jahren das lebensbedrohliche Potential Hitlers erkannt und publizistisch davor gewarnt hat. Die umfangreiche Arbeitshilfe ermöglicht den gezielten Einsatz einzelner Kapitel, enthält verschriftlicht nochmals die Aussagen der Gesprächspartner im Film sowie einen ausführlichen Lebenslauf Gerlichs. Interessant ist auch die vollständige Ausgabe der Zeitung "Der gerade Weg" (17. Juli 1932).

 

Bildungsstandards: GY: BS10, KS

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Stand: 05.04.2016