Medienliste: Deutsch-Französischer Tag (22. Januar)

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.


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20 ans de relations franco-allemandes; 20 Jahre deutsch-französische Beziehungen

ca. 24 min f DVD-Video D, F 2010

 

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 gilt das deutsch-französische Tandem als treibende Kraft für die europäische Einigung. Deutschland und Frankreich arbeiten in wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht erfolgreich zusammen, haben aber durchaus unterschiedliche Ansichten, wie anlässlich des EU-Gipfels in Nizza, des französischen Projekts einer Mittelmeerunion und der Bewältigung der Wirtschaftskrise von 2008 deutlich wurde. In zwei Folgen blickt diese Dokumentation zurück auf zwanzig Jahre deutsch-französische Beziehungen.

Zusatzmaterial: Vollständiger Filmtext (de, fr) (PDF/Word); Karten; Internet-Links.

 

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Französisch

 

Didaktische Hinweise: Diese DVD gibt einen guten und brauchbaren Überblick über die Deutsch-Französischen Beziehungen in den letzten 20 Jahren und kann sowohl als Einstieg ins Thema als auch als rekapitulativer Abschluss verwendet werden. Die Sendungen sind sowohl sprachlich als auch inhaltlich anspruchsvoll. Wenn auch keine Untertitel vorhanden sind, so können die beiden Folgen wahlweise in deutscher oder in französischer Sprache betrachtet werden, so dass die Möglichkeit eines Einsatzes auf jeden Fall gewährleistet ist. Die Transkriptionen der Filmtexte, das Kartenmaterial und die Internetlinks eignen sich gut für eine Vertiefung und Fortsetzung im Unterricht.

 

Bildungsstandards: GY: BS10, KS

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La France et les Français pendant la seconde guerre mondiale

ca. 360 min sw DVD-Video F 2005

 

Enthalten sind Filme zum Thema "Frankreich im Zweiten Weltkrieg". Des Weiteren sind Reden und Beiträge, Nachrichten und Propagandamaterialien enthalten.

Zusatzmaterial: Flugblätter, Plakate, Briefe, Zeitungsartikel, Fotos, Zeichnungen. Printmaterial: Begleitheft, 76 S. mit Übersicht, detaillierten Inhaltsangaben, didaktischen Materialien.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Französisch

 

Didaktische Hinweise: Diese Sammlung bestehend aus zwei Film-DVDs mit historischen Filmdokumenten, die prima ausgewählt und aufbereitet sind (teilweise mit Untertiteln), ist eine Fundgrube interessanter Materialien -- insbesondere geeignet für den Französischunterricht bzw. den bilingualen Geschichtsunterricht in der Kursstufe -- zum Thema der französischen Besatzung und Deutsch-Französischen Geschichte während des Zweiten Weltkriegs. Die Texte sind zwar relativ anspruchsvoll, aber gut zu verstehen. Die Sequenzierung der beiden Film-DVDs erlaubt einen gezielten Einsatz zu den verschiedenen historischen Einzelthemen. Eine zusätzliche Bonus DVD-Rom mit mehr als 1000 historischen Dokumenten (die nach verschiedenen Kriterien recherchierbar sind) ergänzt in idealer Weise die Filmmaterialien. Leider finden sich die Unterrichtstipps nicht auf der DVD-Rom, sondern nur im Begleitbuch, können jedoch im Internet heruntergeladen werden.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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Les hommes libres

ca. 95 min f DVD-Video D 2011

 

Paris 1942: Younes, ein junger Algerier, der sich auf dem Schwarzmarkt durchschlägt, wird von der Polizei aufgefordert, in der Pariser Moschee zu spionieren: Dort werden Juden vor den Deutschen versteckt. Als sich der bis dato völlig unpolitische Younes mit dem jüdischen Sänger Salim anfreundet, wechselt er das Lager: Statt mit Polizei und Besatzern zu kollaborieren, schließt er sich einer Résistance-Gruppe an, die Juden zur Flucht verhilft.

Zusatzmaterial: Dossier; 12 Unterrichtseinheiten mit Arbeitsblättern; Filmbesprechung; didaktisch-methodischer Kommentar.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Französisch

 

Didaktische Hinweise: Dieser spannende Film ist sprachlich anspruchsvoll, aber -- nicht nur dank der einblendbaren Untertitel -- gut verständlich und eignet sich gut für den Einsatz in der Kursstufe. Die deutsch-französische Vergangenheit (deutsche Besatzung, Judenverfolgung in Frankreich) wird aus einer neuen Perspektive beleuchtet. Dies ist zugegebenermaßen ein Randthema, zeigt aber Gesten der Menschlichkeit zwischen Muslimen und Juden, was vielleicht gerade in der heutigen Zeit des Antagonismus zwischen einer immer stärker islamistisch geprägten arabischen Welt und Israel einen Beitrag zur Versöhnung leisten könnte. Das pädagogische Begleitdossier auf der CD-ROM ist gut gelungen und gliedert sich in Aufgaben, die vor, während und nach der Betrachtung des Films erledigt werden können. Es finden sich dort Links, welche die deutsch-französische Geschichte während des zweiten Weltkriegs aufarbeiten und universell im Französischunterricht einsetzbar sind.

Es gibt aber auch Auszüge aus dem Drehbuch und einen Vergleich mit seiner filmischen Umsetzung, Arbeitsblätter zum Ausfüllen (mit Screenshots) und einen französischsprachigen Aufsatz zur damaligen Zeit sowie die Aufgabe, selbst eine Filmkritik in französischer Sprache zu erstellen.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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Das Haus nebenan

ca. 248 min sw DVD-Video F 1969

 

Am Beispiel der Stadt Clermont-Ferrand, die zugleich eine Hochburg der opportunistischen Anpassung und eines der aktivsten Zentren der Resistance war, dokumentierte Ophüls neben der politischen Unterdrückung und dem Antisemitismus im Frankreich Petains auch die Vielfïältigkeit der Beziehungen zwischen deutscher Besatzungsmacht und Franzosen, womit er ungewollt einen Generalangriff auf die damalige politische Lebenslüge Frankreichs unternahm, nämlich den Mythos des im Widerstand vereinten französischen Volkes. Teil 1: Der Zusammenbruch (ca. 121 min) Teil 2: Die Entscheidung (ca. 127 min)

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Französisch, Geschichte

 

Didaktische Hinweise Französisch: Dieser insgesamt viereinhalbstündige Film besteht aus zwei DVDs. Es handelt sich um die französische Fassung, d. h. der Film ist hauptsächlich in französischer Sprache, ab und zu aber auch auf Deutsch und Englisch, was jedoch kein Problem darstellt, da deutsche Untertitel eingestellt werden können. Je nach interviewter Person ist der Film mal besser, mal schlechter zu verstehen, insgesamt aber gut verständlich. Aufgrund seiner extremen Länge kann dieser Film im Normalfall nur auszugsweise im Französischunterricht bzw. im bilingualen Geschichtsunterricht eingesetzt werden. Er eignet sich nicht, um sich schnell einen Überblick über die deutsch-französische Geschichte im Zweiten Weltkrieg zu verschaffen. Im Hauptmenu können jedoch die einzelnen Kapitel direkt angesteuert werden, so dass zumindest kapitelweise eine Auswahl getroffen werden kann. Als Kompilation vieler Zeitzeugen-Dokumente ist dieser Film sicherlich ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der deutsch-französischen Geschichte. Er kann zu einem besseren Verständnis der Situation zur Zeit des besetzten und geteilten Frankreichs im 2. Weltkrieg und zu dem inneren Dilemma, in welchem sich viele Franzosen damals befanden, beitragen. Themen wir "Mitläufer" und "Widerstandskämpfer" werden bewusst subjektiv, persönlich und kontrastiv beleuchtet, so dass die vielen oft sehr unterschiedlichen Einzelschicksale sich doch zu einem Gesamtbild zusammenfügen.

 

Bildungsstandards: GY: KS

 

Didaktische Hinweise Geschichte: Dieser besondere Film, der mit dieser DVD in seiner ursprünglichen Fassung von 1969 vorliegt, eignet sich nur für extrem sachkundige und interessierte SchülerInnen der Kursstufe des Gymnasiums. Er bietet neben den Aussagen der Zeitzeugen zum Geschehen während der deutschen Besatzung Frankreichs zugleich ein Bild der Nachkriegszeit und dem Umgang mit der Vergangenheit in Frankreich und Deutschland und damit einen vielfältigen Einblick in die deutsch-französischen Beziehungen.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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France – Allemagne

ca. 52 min sw+f DVD-Video D, F 2014

 

Von Charles de Gaulle bis Nicolas Sarkozy, von Konrad Adenauer bis Angela Merkel: Die Staatschefs beider Länder haben sich stets um gute Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich bemüht. Anhand des persönlichen Verhältnisses zwischen Staatspräsident und Bundeskanzler dokumentiert dieser Film die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen von 1963 bis heute. Adenauer und De Gaulle brachten die deutsch-französische Freundschaft auf den Weg. Schmidt und Giscard d'Estaing waren Freunde. Kohl und Mitterrand gelang in Verdun die ultimative Geste der Versöhnung. Stets sind sich der deutsche Bundeskanzler und der französische Staatspräsident mit Respekt und in Freundschaft begegnet. Originalbilder dokumentieren das deutsch-französische Tandem. Experten und Akteure wie Helmut Schmidt und Laurent Fabius kommentieren die gemeinsame Geschichte. Zusatzmaterial: Dossier pédagogique; 5 Vorschläge zur Unterrichtsplanung; Arbeitsblätter; didaktisch-methodischer Kommentar.

 

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Französisch

 

Didaktische Hinweise: Dieses Medium, das ausschließlich in französischer Sprache betrachtet werden kann, ist gut verständlich und nicht nur, aber vor allem für die Kursstufe gut geeignet, sich einen Überblick über die Nachkriegsgeschichte der Deutsch-Französischen Beziehungen von De Gaulle/Adenauer bis Sarkozy/Merkel zu verschaffen und die für die Schülerinnen und Schüler oft trocken erscheinende Politik etwas plastischer zu machen. Das didaktische Dossier enthält einen didaktisch-methodischen Kommentar, der in das Thema einführt, und vertieft die Filmsequenzen durch Aufgaben, die zum Teil vor und während der Betrachtung der Filmsequenzen zu lösen sind. Es lädt dazu ein, sich Hintergrundinformationen z. B. anhand gezielter Internetrecherche bzw. einer Teilanalyse des Filmskripts selbst zu erarbeiten. Allerdings fehlen leider entsprechende Musterlösungen.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Reden über Gurs

ca. 54 min f DVD-Video D 2007

 

Am 22. Oktober 1940 wurden über 6500 badische und saarpfälzer Juden, Männer, Frauen, Kinder, Hochbetagte, auf Anordnung der NS-Gauleiter rechtswidrig nach Frankreich deportiert. Die überraschte französische Vichy-Regierung brachte sie im Internierungslager Gurs in den Pyrenäen unter. Eine völlig unzureichende Unterbringung, Nahrungsmangel, nasskalte Witterung, die Höhenlage, Mangelnde Hygiene und Krankheiten forderten unter ihnen über eintausend Opfer. Das Medium bietet einen Einblick in die grausame Wirklichkeit im Camp de Gurs und gibt wichtige Einblicke in den von Nazi-Deutschland im II. Weltkrieg ausgeübten Druck auf Frankreich während der deutschen Besatzungszeit in Frankreich.

Zusatzmaterial: Deportationsliste der saarländischen Juden 1940; Deportationsliste der Juden aus Rheinland-Pfalz, 1940; Roland Paul: Emigration und Deportation nach Frankreich am Beispiel der Pfalz 1940; Deportationsliste der badischen Juden 1940; Materialien "Es geschah am hellichten Tag".

 

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Französisch, Geschichte

 

Didaktische Hinweise Französisch: Der Film veranschaulicht anhand von authentischen Bilddokumenten, die in Kombination mit Aussagen von ehemaligen Lagerinsassen präsentiert werden, eindrucksvoll die Entstehungsgeschichte des KZ Gurs und die besondere Rolle des Vichy-Regimes bei den Deportationen sowie die brutalen Lebensbedingungen im Lager. So findet dieser Film seinen Platz in der unterrichtlichen Bearbeitung der deutsch-französischen Geschichte von 1940-1945. Sprachlich ist der Film zwar äußerst anspruchsvoll, das Verständnis ist jedoch dank der deutschen Untertitel gewährleistet. Ärgerlich ist die Tatsache, dass keine Unterteilung in Kapitel vorhanden ist und somit das Anspielen bestimmter Sequenzen zu einem umständlichen Suchspiel gerät. Insbesondere lässt sich das Medium im Rahmen eines Unterrichtsprojekts oder einer Präsentation einsetzen, wenn die Schülerinnen und Schüler zuvor eine intensive Vorbereitung erhalten haben.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY:BS10, KS

 

Didaktische Hinweise Geschichte: Die Schilderungen der Zeitzeugen und Überlebenden, teilweise vor dem Hintergrund von Fotos und Grafiken, sind ein wertvolles Zeitdokument, das die Geschichte und den grausamen Alltag des Internierungslagers Gurs anschaulich und eindrücklich vermittelt. Trotz einiger Einschränkungen in der technischen Umsetzung (Französisch mit deutschen Untertiteln; keine Sequenzierung) und der Begrenztheit des Themas lässt sich das Medium im Rahmen eines Unterrichtsprojekts einsetzen, wenn die Schülerinnen und Schüler zuvor eine intensive Vorbereitung erhalten haben. Die Informationen über die verschiedenen Gruppen der Lagerbewohner und den Alltag des Lagers sind für den Geschichtsunterricht von Bedeutung. Die Materialien, insbesondere die Deportationslisten, unterstützen die Aufarbeitung mit regionalem Schwerpunkt. Für den Unterricht in der Haupt- und Förderschule ist der Film zu anspruchsvoll.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stand: 03.12.2014