Medienliste: Daniel Libeskind

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Daniel Libeskind - Seismograph historischer Erschütterungen: Der amerikanisch-jüdische Architekt

ca. 74 min Audio-CD D 2010

 

Daniel Libeskind: Musikalisches Wunderkind, spätberufener Architekt – Der Erbauer des Jüdischen Museums in Berlin ist ein weltweit gefragter Star. Wichtige Wettbewerbsgewinne haben sein Leben geprägt. 1989 siedelte er mit seiner Familie nach Berlin um, wo er mit dem Jüdischen Museum seinen ersten großen Planungsauftrag erhielt. 2003 zog er zurück in die USA, nachdem er den Wettbewerb zum Wiederaufbau des World Trade Centers zunächst für sich entscheiden konnte. Dieses Audiobuch begleitet ihn zu seinen wichtigsten Bauten.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Bildende Kunst

 

Didaktische Hinweise: Das Hörbuch unternimmt den sehr interessanten Versuch international bekannte und - zumindest für den Unterricht in der Oberstufe der Sekundarstufe - wichtige Architektinnen und Architekten mit ihrem jeweiligen architektonisches Werk allein über das Hörbare zu vermitteln. Das scheint zunächst paradox, da sich Architektur wesentlich über das Sehen bzw. über die Kombination verschiedener Sinneswahrnehmungen erschließt. So liegt der Schwerpunkt dieses Hör-Features auf all dem, was erzählbar und beschreibbar ist, und das ist überraschend reichhaltig. Mit zahlreichen Originaltönen, mit gut und professionell gesprochenen Kommentaren, mit anschaulichen Beschreibungen sowie mit zahlreichen Interview-Sequenzen und eigenen Statements der jeweiligen Architektinnen und Architekten entsteht ein dichtes, durch den gelungenen Einsatz von Musik und Geräusch auch ansprechend atmosphärisches Hörbild, in dem es überraschend gelingt Person und Werk vorzustellen, indem das fehlende Visuelle vom Zuhörer selbst imaginiert wird. Allerdings ist die CD im Kunstunterricht kaum sinnvoll einzusetzen, ohne dass die Bauten der Architekten dann doch ergänzend sichtbar gemacht werden. Zu dem traditionellen Unterricht, der das Sehen so sehr in den Fokus der ganzen Wahrnehmungsmöglichkeiten rückt, bietet die Audio-CD eine ausgesprochen sinnvolle Erweiterung. Sie macht neugierig auf die Gebäude und die Architekten und kann, da eine sinnvolle Untergliederung in Kapitel vorhanden ist, auch gezielt im Unterricht oder zur Unterrichtsvorbereitung eingesetzt werden. Zugleich ist in direkter Form zu erfahren, wie durch sprachlich anschauliche, lebendige und genaue Beschreibung auch ein komplexes Bauwerk vorstellbar wird, ohne dass man es sieht. Schwerpunkt und Leitfaden dieser Hör-CD ist die Biographie des Architekten Daniel Libeskind, dazu kommt die Vorstellung ausgewählter Projekte (Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, Jüdisches Museum in Berlin u.a.). Der philosophische Hintergrund, der Libeskinds Haltung - zusammen mit Bezügen zur Musik - prägt, bietet für das Medium hier einige Möglichkeiten, ohne auf das Visuelle angewiesen zu sein. Die Hör-CD ist eine gute Ergänzung zur Video DVD 46 68744 Daniel Libeskind.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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Daniel Libeskind - Welcome to the 21st Century

ca. 50 min f DVD-Video D 1999

 

Daniel Libeskind gehört zu den wichtigsten und zugleich umstrittensten Architekten des 21. Jahrhunderts. Seine Architektur spielt mit der Geometrie der Wahrnehmung, ist sinnlich und intellektuell zugleich. Zur Einheit von Form und Funktion tritt das philosophische Gespräch mit der Kultur der Bauten und ihrer Geschichte. Der Film beleuchtet Libeskinds Arbeit und folgt dem Entstehungsprozess seiner Bauten. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Entstehung des Jüdischen Museums in Berlin und der Debatte um "The Spiral", dem einst geplanten Anbau für das Victoria and Albert Museum in London.

Zusatzmaterial: Trailer.

 

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Bildende Kunst

 

Didaktische Hinweise: Ausgehend vom Entwurf für "The Spiral", dem Anbau für das Victoria and Albert Museum London, über das Jüdische Museum in Berlin und das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück bis hin zum Anbau für das Imperial War Museum in London entwickelt der Film ein informatives und aufschlussreiches Portrait des Architekten Daniel Libeskind und einiger seiner bekanntesten Werke. Obwohl der Film bereits 1999 produziert wurde und deshalb viele wichtige danach entstandene Entwürfe, wie z. B. für das Militärhistorische Museum in Dresden oder für Ground Zero in New York ("Freedom Tower") natürlich nicht berücksichtigt sind, bietet das Medium dennoch eine ganze Reihe von interessanten Informationen und Anregungen für den Unterricht. Abwechslungsreiche Einblicke in den Architekturbürobetrieb verdeutlichen für den Betrachter die Vielzahl, Bedeutung und Verantwortung der einzelnen Arbeitsvorgänge, wie z. B. das Anfertigen von Ideenskizzen und computerunterstützten Planzeichnungen oder das Herstellen von Anschauungsmodellen und die Diskussion zwischen leitendem Architekten und seinen Angestellten. Dadurch, dass die Regisseurin dem Architekten meistens sogar direkt vor Ort jede Menge Raum zur Erläuterung seiner Vorstellungen und Konzeptionen einräumt, werden dem Betrachter viele Verständnis- und Interpretationsmöglichkeiten von zum Teil heftig umstrittenen Beispielen dekonstruktivistischer Architektur angeboten. Besonders interessant ist die im Film deutlich herausgestellte Streitfrage, ob denn Libeskinds Entwürfe die traditionellen Funktionen des Museumsbaus überhaupt noch erfüllen oder nur zur Selbstverwirklichung des Architekten dienen und das historisch gewachsene Bild einer Stadt verunstalten. Der Film stellt einige Argumente dieser beiden diametralen Positionen vor, so dass die Diskussion direkt im Klassenzimmer weitergeführt werden kann. Ein ebenfalls interessanter Aspekt ist auch die Tatsache, dass "The Spiral" nicht verwirklicht wurde, wodurch Schüler erkennen, dass selbst ein weltbekannter Architekt Rückschläge erleiden und mit seiner Vision scheitern kann.

 

Bildungsstandards: GY: KS

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Das jüdische Museum in Berlin; Die Pariser Opéra Garnier; Das Kloster La Tourette; Die Casa Mila; Auditorium Building; Das Gemeindezentrum von Säynätsalo

ca. 160 min f DVD-Video F 2000

 

DAS JÜDISCHE MUSEUM IN BERLIN - ZWISCHEN DEN ZEILEN (ca. 26 min): Eine außergewöhnliche, gebrochene Linie, die sich über die ganze bebaute Fläche erstreckt. Dies versinnbildlicht für den Architekten die Gewalt und die tiefen Brüche in der Geschichte der Juden in Deutschland. Das Jüdische Museum Berlin - von den Berlinern "Blitz" genannt - ist das wohl erstaunlichste Gebäude des neuen Berlin. (Frankreich 2002; Regie: Richard Copans, Stan Neumann; Produzent: ARTE France)

 

DIE PARISER OPÉRA GARNIER (ca. 26 min): Der größte und wohl anspruchsvollste Bau im Paris des 19. Jahrhunderts. Die Vollendung des "beaux-arts"-Stils durch einen Architekten, der vernarrt war in die Welt des Theaters und so zum entschiedenen Vertreter einer spektakulären und theatralen Architektur wurde. (Frankreich 2000; Regie: Stan Neumann)

 

DAS KLOSTER LA TOURETTE (ca. 26 min): Ein Kloster für den Dominikanerorden in Eveux bei Lyon, ein Ort für Studium und Gebet, erbaut von Le Corbusier, dem Mann, dessen einzige Religion die Architektur ist. (Frankreich 2002; Regie: Richard Copans; Produzent: ARTE France)

 

DIE CASA MILA (ca. 26 min): Das ehemalige Wohnhaus ist eines der originellsten Bauwerke Gaudís: ein monumentales Gebäude, eine plastische Masse; im Volksmund auch "la Pedrera" ("der Steinbruch") genannt, von Gaudí für die Familie Milà erbaut. (Frankreich 2003; Regie: Frédéric Compain)

 

AUDITORIUM BUILDING, CHICAGO (ca. 26 min): Luis Sullivan - der Vater der amerikanischen Architektur - verwirklichte mit dem Auditorium Building in Chicago sein erstes großes Projekt. Er baute es in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Dankmar Adler. Für einige Monate war es das höchste Gebäude Chicagos. In dem Gebäudekomplex befinden sich ein Luxushotel, Büroräume und der größte Opernsaal der Welt. (Frankreich 2002; Regie: Stan Neumann; Produzent: ARTE France)

 

DAS GEMEINDEZENTRUM VON SÄYNÄTSALO (ca. 26 min): Alvar Aalto, einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, realisierte den Bau des Gemeindezentrums von Säynätsalo - einer kleinen Gemeinde im Herzen Finnlands. Aalto machte daraus ein Meisterwerk, ein wahres Manifest des Städtebaus, eine Hommage an den Backstein.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Musik-Sport-Gestalten, Bildende Kunst

 

Didaktische Hinweise: Einige Beispiele dieser Filmsammlung ermöglichen den direkten Vergleich von Räumen der Besinnung (Jüdisches Museum, Kloster La Tourette) und Orten des öffentlichen Vergnügens (Pariser Oper, Auditorium). Wie in den anderen Teilen der Reihe „Baukunst“ wird auch hier die Entstehung von Architektur im Spannungsfeld von Vorgaben der Auftraggeber, geografischen und städtebaulichen Gegebenheiten und der Ideenvielfalt der jeweiligen ausführenden Architekten verdeutlicht. Ebenso können auch hier aufgrund hervorragender Durchgestaltung der einzelnen Zusammenhänge wie Funktion, Absicht, Konstruktion, Materialien und Lichtwirkung besonders gute Analyse- und Vergleichsarbeiten hergestellt werden. Intelligente Trickanimation sowie partielle Originalkommentare der jeweiligen Architekten bewirken eine noch stärkere Durchdringung der Architekturideen. Besonders hervorzuheben ist der Beitrag „Das Jüdische Museum in Berlin“, da der Architekt Daniel Libeskind auf beeindruckende, überzeugende und gut verständliche Weise die Lösung der Bauaufgabe in geschichtlich- philosophischer und formal-ästhetischer Hinsicht darstellt.

 

Bildungsstandards: HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stand: 28.04.2016