Medienliste: 90 Jahre Bauhaus Dessau

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Das Bauhaus in Dessau; Die Architekturfakultät Porto; Das Familistère von Guise; Nemausus 1 - Sozialer Wohnungsbau der 80er Jahre; Das Centre Georges Pompidou; Die Postsparkasse Wien

ca. 160 min f DVD-Video F 2000

 

DAS BAUHAUS IN DESSAU (ca. 26 min): Nach Entwürfen von Walter Gropius entstand 1926 in Dessau das vielleicht berühmteste Bauwerk des 20. Jahrhunderts: die Hochschule für Gestaltung, das Bauhaus. Es gilt als Gropius' Hauptwerk und gehört seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO. (Frankreich 2000; Regie: Compain, Frederic; Produzent: ARTE France).


ARCHITEKTURFAKULTÄT PORTO (ca. 26 min): Alvaro Siza - einer der bedeutendsten zeitgenössischen Architekten - erschafft die Architekturfakultät neu, an der er selbst gelernt hat und nun auch lehrt. (Frankreich 2000; Regie: Copans, Richard; Neumann, Stan)


DAS FAMILISTÈRE VON GUISE - EINE SOZIALAUTOPIE IM 19. JAHRHUNDERT (ca. 26 min): André Godin imaginiert eine Arbeitersiedlung in der Nachfolge Fouriers und seiner Phalanstères - eine gemeinschaftliche Wohnform mit Palastcharakter. (Frankreich 1996; Regie: Adda, Catherine; Produzent: ARTE France)


NEMAUSUS 1 - SOZIALER WOHNUNGSBAU DER 80-ER JAHRE: Jean Nouvel hat für Nîmes den sozialen Wohnungsbau neu erfunden und schuf eine Anlage mit 114 geräumigen Sozialwohnungen - im Aussehen mehr ein futuristischer Dampfer, der sich lustvoll über die Zwänge des sozialen Wohnungsbaus hinwegsetzt. (Frankreich 1995; Regie: Copans, Richard; Neumann, Stan; Produzent: ARTE France)


DAS CENTRE GEORGES POMPIDOU (ca. 26 min): 1977 entwickeln die noch gänzlich unbekannten Architekten Richard Rogers und Renzo Piano ein Gebäude und gewinnen mit diesem gemeinsamen Entwurf einen Wettbewerb. Eine komplexe Metallstruktur, die über mehrere Ebenen den Blick auf Paris freigibt und sich von Anbeginn markant aus dem Pariser Stadtbild abhebt. (Frankreich 1997; Regie: Copans, Richard; Produzent: ARTE France)


POSTSPARKASSE WIEN (ca. 26 min): Otto Wagner konzipierte um die Jahrhundertwende eines der ersten Bürogebäude des 20. Jahrhunderts und brach damit radikal mit der traditionellen Banken-Architektur. (Frankreich 1998; Regie: Neumann, Stan; Produzent: ARTE France)


Adressaten:     A(9-13)

Fächer: Bildende Kunst


Didaktische Hinweise: Die einzelnen Beiträge stellen in äußerst kompakter Form das Wesen von Architektur vor. Die Filme folgen einer Gliederung, die konsequent die Entstehung von Architektur nachvollziehen lässt. Beginnend mit der Grundidee und den Vorbedingungen für die Verwirklichung (geografische Gegebenheiten, sozialpolitische Verhältnisse, Auftraggeber usw.) wird der Betrachter über die Funktionen einzelner Bauteile und Bauelemente als auch über Konstruktionsweisen detailliert informiert. Intelligente Trickanimation sowie partielle Originalkommentare der jeweiligen Architekten ermöglichen eine noch stärkere Durchdringung der Architekturkomplexe. Wirkung, Bedeutung, Historie und Vergleiche mit formalen Vorgängern verweisen auf die Dynamik von Architekturentwicklung und runden somit das Gesamtbild ab.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Bauhaus - Gesicht des 20. Jahrhunderts

ca. 49 min f DVD-Video GB 1994


"Erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft, der alles in einer Gestalt sein wird: Architektur und Plastik und Malerei". Mit dieser Vision eröffnete 1919 Walter Gropius das Staatliche Bauhaus Weimar, das von Dessau bis Chicago eine der stilprägendsten Schulen für Kunst, Design und Architektur werden sollte. Hier lehrten Künstler wie Kandinsky, Itten, Feininger, Klee, Moholy-Nagy und Schlemmer, die mit den Direktoren Gropius, Meyer und van der Rohe das Bauhaus zum Inbegriff von Reform, Experiment und Avantgarde machten. In Werken, Archivalien sowie Interviews ergründet der Film die Geschichte der Schule und ihrer Protagonisten.

Zusatzmaterial: Fotogalerie, Trailer.


Adressaten:     A(8-13)

Fächer: Bildende Kunst


Didaktische Hinweise: Die BBC- Fernsehproduktion von 1994, die hier als DVD mit einer Bildergalerie als Bonusmaterial vorliegt, entwickelt einen äußerst informativen Querschnitt durch die Geschichte, das umfangreiche Lehrangebot und das innovative pädagogische Konzept des Bauhauses. Zeitzeugen, zeitgenössische Filmaufnahmen und Fachkommentare aus der Gegenwart veranschaulichen auf lebendige, teilweise auch kritische Weise das Leben, Arbeiten und Wirken an dieser außergewöhnlichen Institution. Dabei wird gut nachvollziehbar, dass viele wichtige und markante Gebrauchsgegenstände, Objekte, typographische und textile Erzeugnisse sowie Architekturen, die im Film ausführlich in ihrem damaligen Kontext vorgestellt werden, bis heute eine nachhaltige Wirkung auf Architektur und Design ausüben.

 

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Bauhaus-Meister  -  Feininger; Albers; Moholy-Nagy; Itten; Schlemmer

ca. 50 min f DVD-Video D 2008

Das Bauhaus (1919-1933) gilt als die renommierteste Schule für Architektur, Design und Kunst. Vorgestellt werden fünf ihrer Lehrmeister, die mit ihren Visionen und Kunsttheorien das Bauhaus zum Inbegriff von Reform, Experiment und Avantgarde machten. Weltweit verbreiteten ihre Werke und Lehren die teils modifizierten Bauhausideen und prägten entscheidend den Stil der Moderne.

Adressaten:     A(9-10)

Fächer: Fächerverbund Musik-Sport-Gestalten, Bildende Kunst

Didaktische Hinweise: Die DVD befasst sich in fünf Einzelbetrachtungen mit neuen und außergewöhnlichen Malereikonzepten zwischen 1920 und 1950. Den Beiträgen gelingt es, in knapper und präziser Form darzustellen, wie die fünf Bauhausmeister das Wesen der Malerei hinterfragen und so zu jeweils ganz eigenständigen Lösungen kommen. Querverweise, die wichtigsten biographischen Daten und der Vergleich mit weiteren Beispielen aus dem jeweiligen Oeuvre betten das vorgestellte Werk konsequent und gut nachvollziehbar in die ästhetische Vorstellungswelt der Künstler ein und eröffnen so einige interessante Einblicke in die künstlerische Lehre des Bauhauses.

 

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Bauhaus  -  Modell und Mythos

ca. 104 min sw+f DVD-Video D 2009


Bis heute gilt das Bauhaus als Urzelle der modernen Architektur und des Designs. Das Bauhaus war auch eine Ausbildungsstätte, die bis heute als Modell fungiert. Gelehrt haben am Bauhaus weltbekannte Künstler wie Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Walter Gropius und Mies van der Rohe. Der Film zeichnet ein Bild von dieser Institution der künstlerischen Moderne, vom revolutionären Ausbruch nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Auflösung und der Emigration, der beruflichen Weiterreise oder auch der Verstrickung einiger Bauhäusler im Nationalsozialistischen Deutschland. Erinnert werden diese Etappen vor allem von ehemaligen Bauhaus-Studenten, die Meister kommen über Archivmaterial zu Wort.


Adressaten:     A(11-13)

Fächer: Bildende Kunst


Didaktische Hinweise: Der Film ist eine willkommene Ergänzung zu den bis heute zahlreich erschienenen Publikationen und Dokumentationen über die Geschichte und Bedeutung des Bauhauses. Die beiden Autoren konzentrieren sich in ihrer chronologisch gegliederten Darstellung schwerpunktmäßig auf den durch Gropius und seine Nachfolger entwickelten Baugedanken.
Dabei wird auf sachlich schildernde Kommentare weitgehend verzichtet; stattdessen bieten die vielen individuellen und persönlich vorgetragenen Erinnerungen, Beschreibungen und Anekdoten ehemaliger, noch lebender und arbeitender Bauhäusler ein überaus lebendiges und vielseitiges Bild über Arbeitsmethoden, Pädagogik und Wirken dieser seinerzeit einmaligen Hochschule.
Besonders interessant sind Verweise auf eher selten gezeigte Architekturkomplexe in Tel Aviv und Südafrika, die als direkte Nachfolge und Weiterentwicklung des architektonischen Bauhausgedankens gelten können. Ein ebenfalls hochinteressantes Kapitel ist die den "Mythos Bauhaus" hart und kritisch hinterfragende Auseinandersetzung mit der Bauhausgeschichte nach 1933.


Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Edition Bauhaus - Medien-Kunst

ca. 76 min sw+f DVD-Video D 2009

Filmische Praxis war am Bauhaus ein Teil des Lehrkonzeptes einer "Wissenschaft des Sehens". Kunst und Technik sollten eine neue Einheit bilden. Film, als technisches Medium par excellence, war wichtiges Element dieser Programmatik. Die hier zusammengestellten filmischen Arbeiten des Bauhauses zur Medienkunst geben einen Einblick in das Spektrum der verschiedenen Kunstgattungen, die am Bauhaus gelehrt und praktiziert wurden und sich gegenseitig beeinflussten. In den ausgewählten Arbeiten von Heinrich Brocksieper, Werner Graeff, Kurt Kranz und Kurt Schwerdtfeger werden Malerei, Zeichnung, Grafik und Installation durch das Medium Film zusätzlich dynamisiert. Inspiriert durch die abstrakten Filme von Hans Richter und Viking Eggeling entwickelten Bauhäusler die moderne Formensprache in medienkünstlerischen Experimenten weiter.

Adressaten:     A(9-13)

Fächer: Bildende Kunst

Didaktische Hinweise: Die DVD gibt einen informativen Einblick in ein Bauhaus-Arbeitsfeld, das einerseits weniger bekannt und andererseits schwer z. B. in Buchform zu vermitteln ist. Die repräsentative Auswahl der Filmbeispiele macht überaus deutlich, dass das relativ neue Medium Film seinerzeit nicht nach narrativen Gesichtspunkten verwendet wurde, sondern ausschließlich als Basis für formal-ästhetische Experimente gemäß der Bauhauslehre diente. Die Ergänzung mit "Dada Cinéma" (4656864) erschließt ein weitaus größeres Spektrum früher Filmexperimente und kann darüber hinaus zu vielseitigen eigenen praktischen Trickfilmversuchen im Unterricht motivieren.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stand: 28.11.2016