Medienliste: 25 Jahre Mauerfall

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Titel an allen Medienzentren verfügbar sind.


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DDR - Was war das?

ca. 70 min f DVD-Video D 2006

Das Medium beinhaltet 7 Filmbeiträge mit einer Länge von jeweils ca. 10 Minuten. Diese Filmbeiträge sind als Anregung zur Beschäftigung mit verschiedenen Themen der DDR-Geschichte konzipiert. Die Schüler erhalten mittels Zeitzeugeninterviews, Originalbeiträgen aus dem DDR-Fernsehen, Animationen und Musik einen ersten Eindruck, der sie zu weiteren Fragen und einer intensiveren Beschäftigung mit dem Thema motivieren soll. Sechs der Filmbeiträge widmen sich konkreten Aspekten der DDR-Geschichte, an die es für viele Schüler auch heute noch Anknüpfungspunkte gibt. Im Hintergrund der einzelnen Beiträge steht immer die Frage nach dem Wesen und dem Funktionieren einer Diktatur.

Zusatzmaterial: Arbeitsmaterialien.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft; Geschichte

Didaktische Hinweise: Das Medium überzeugt durch seine kurzen informativen und anschaulichen Zusammenfassungen von sieben Aspekten der DDR-Geschichte. Die Abwechslung von Zeitzeugen, zeitgenössischem Filmmaterial und Historikern stellt eine schülergerechte Grundlage für eine weitere Problematisierung der Themen dar. Das Arbeitsmaterial hingegen ist nur in Teilen praktikabel. Die Fragestellungen sind ein langer Katalog von W-Fragen. Das Zusatzmaterial bietet neben einigen interessanten Primärquellen überwiegend sprachlich und inhaltlich anspruchsvolle Sekundärquellen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Opposition in der DDR

ca. 35 min f DVD-Video D 2009

Der Dokumentarfilm porträtiert das Leben von sechs Menschen, die sich gegen das SED-Regime wandten und stellt dabei die Fragen "Wogegen richteten sich diese Menschen?", "Was brachte sie in die Opposition?" und "Wie reagiert der Staat darauf?" in den Mittelpunkt. Der Film wird um Ausschnitte aus DDR-Bildungsmedien und westdeutscher Berichterstattung ergänzt.

Zusatzmaterial ROM-Teil: Arbeitsblätter, didaktische Hinweise, Ergänzende Unterrichtsmaterialien.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Die Stärke des Mediums liegt in seiner authentischen Qualität. Die Zeitzeugen sind gut gewählt und die Bilder vermitteln anschaulich die Situationen und Stimmungslagen. Die Sammlung von Einzelschicksalen seit den 50er Jahren erfordert allerdings ein solides Wissen um die Struktur des DDR-Systems, wie es in den Bildungsplänen der Realschule und des Gymnasiums vorgesehen ist. Empfehlenswert ist die Betrachtung ausgewählter Beispiele im Sinne des exemplarischen Prinzips. Dazu bieten die Kapitelanwahl, die Zusatzmaterialien und Arbeitsblätter hilfreiche Unterstützung.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Damals in der DDR, Teil 1 – 4

ca. 180 min f DVD-Video D 2003

Die DDR ist Vergangenheit. Doch ihre Geschichte ist gegenwärtiger denn je. Im Mittelpunkt des Projekts mit dem Titel "Damals in der DDR" steht der Alltag, das Leben im Arbeiter- und Bauernstaat. Was hielt diese kleine, von außen oft kaum zu verstehende Welt der DDR in ihrem Innersten zusammen? Neues Filmmaterial, Spielszenen, Bild- und Filmdokumente sowie Zeitzeugen, die in der Regel noch nicht über ihre Erfahrungen gesprochen haben, vermitteln ein facettenreiches Bild vom Alltagsleben im real existierenden Sozialismus.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Die DVD-Teile zeichnen sich aus durch verständliche und gleichzeitig unterhaltsame thematische Episoden mit klug ausgewählten Zeitzeugen und Spielszenen. Anhand der Einzelerlebnisse kann man auf authentische Weise gesellschaftliche Entwicklungen nachvollziehen. Einige dieser Sequenzen haben exemplarischen Charakter (z.B. Jugendweihe, Stasi) und eignen sich so für den Unterricht (zur Illustration, weniger zur Erarbeitung). Nachteilig ist, dass die Sequenzen nicht nach Themen angesteuert werden können, sondern nur nach den Namen der Zeitzeugen.

Bildungsstandards: GY: BS10, KS

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40 Jahre DDR

ca. 110 min sw+f DVD-Video D 2009

Diese Dokumentation gewährt einen Blick in die Geschichte der DDR, die in den Medien kaum noch vorhanden ist, einen Blick auf das, was vom alten Osten übrig geblieben ist. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was ist aus den Menschen geworden, die sich früher bei Fackelumzügen oder in Jugendclubs getroffen haben? Manche Geschichten sind kaum zu glauben. Sie berichten von Stasi-Offizieren und Gefängnisvernehmern, die sich nach dem Umbruch Anwaltskanzleien oder Arztpraxen eingerichtet haben oder von Deserteuren der Volksarmee, die immer noch als Kriminelle gelten. Auch die Folgen des DDR-Dopings werden erst heute deutlich. Geschichten über fast vergessene Menschen werden in zehn Beiträgen aus zehn Jahren "Kontraste" von 1992 bis 2001 gezeigt. Zusätzlich sind zwei Beiträge aus den Jahren 2003 und 2007 enthalten.

Zusatzmaterial: Um das Leben betrogen (ca. 8 min): Die grausamen Folgen des 17. Juni 1953; Kein Name, kein Gesicht (ca. 7 min): Die Zensur in der Geschichtsschreibung.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft; Geschichte

Didaktische Hinweise: Sehr wertvolle – mit Bonus insgesamt 12 - Reportagen zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Die Formate sind ausreichend kurz und anschaulich. Durch die Konzentration auf jeweils einen Menschen (Opfer oder Täter) können SchülerInnen exemplarisch sich mit dem Thema Unrecht und Aufarbeitung von Unrecht auseinandersetzen. Für das Verständnis der Filme ist ein Grundwissen ausreichend ("MfS“, "IM“, "Stasi“); sie sind weitgehend selbsterklärend. Dieses Medium ist ursprünglich Teil einer dreiteiligen Kontraste-Senderreihe (Aufbruch im Osten, Wendezeiten, Alles schon vergessen?) über die Jahre 1987-2001 (LMZ 46 52862 "Kontraste- Auf den Spuren einer Diktatur“).

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Rückblende DDR 1989

ca. 30 min f DVD-Video D 2009

Eisenberg, eine Kleinstadt in Thüringen, im Mai 2009. Genau vor 20 Jahren hat das Team hier einen Film gedreht. Der Anlass waren die Kommunalwahlen im Mai 1989, die letzten Wahlen vor der Wende. Die damalige Arbeit stand unter staatlicher Aufsicht, Kontrolleure waren dem Team zur Seite gestellt. Drehorte und Gesprächspartner durften nicht selbst ausgewählt werden. Für den Film wurden die Menschen von damals erneut interviewt, um heute als Zeitzeugen diese letzten Wahlen und ihr Leben in der DDR zu kommentieren.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft; Geschichte

Didaktische Hinweise: Die damaligen Wahlen waren der Anlass für den Film, sie werden aber nicht weiter ausgeführt; der Schwerpunkt liegt auf dem Alltagsleben in der DDR. Durch die Methode des Vergleichs kann der Film viel darüber vermitteln.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Die Grenze

ca. 23 min f DVD-Video D 2008

Der Film erläutert die Entwicklung der innerdeutschen Grenze von 1945 bis 1989. Am Beispiel der Grenzgedenkstätte Point Alpha bei Fulda vermittelt er wie die innerdeutsche Grenze entstand und aufgebaut war. Aufnahmen des Bundesgrenzschutzes, Bildmaterial aus den Ausstellungen in der Gedenkstätte und im "Haus auf der Grenze" stellen die deutsche Teilung dar. Eine 9. Klasse befragte für den Film Zeitzeugen, die im Film zu Wort kommen.

Zusatzmaterial: Arbeitsmaterialien; interaktive Arbeitsblätter; Folien.

Adressaten: A(8-10)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Die DVD thematisiert einen wichtigen Teilaspekt der Geschichte des Kalten Kriegs in Deutschland. Mit Hilfe von Zeitzeugenaussagen werden verschiedene Aspekte der Lebenswirklichkeit der Menschen an der Grenze gut verständlich erzählt. Zusammen mit dem Zusatzmaterial entsteht ein anschauliches Bild der ehemaligen Grenzanlagen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10

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Sozialistischer Realismus der DDR

ca. 50 min f DVD-Video D 2008

Sitte, Mattheuer, Metzkes, Heisig und Tübke gehörten zu den zentralen Figuren in der Kunstszene in der DDR. Sie fanden ihre individuellen, künstlerischen Positionen und vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten im Spannungsfeld von staatsideologischer Anpassung und Auflehnung.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Bildende Kunst

Die Werkbeispiele dieser DVD sind dem sogenannten "Sozialistischen Realismus" in der ehemaligen DDR gewidmet. Willi Sitte, Wolfgang Mattheuer, Harald Metzke, Bernhard Heisig und Werner Tübke waren die wichtigsten und zentralen Leitfiguren des DDR- Kunstbetriebs. Ausgehend von jeweils einem typischen und bekannten Werk, das ausführlich und gut verständlich erläutert wird, entfalten sich interessante Portraits der fünf Künstler, die insgesamt einen informativen Einblick in eine seinerzeit scheinbar homogene Kunstform geben. Allen fünf Beiträgen gelingt es gut und überzeugend, die Künstler nicht nur als willfährige Staatskünstler, sondern auch ihre teilweise große innere Zerrissenheit zwischen Anpassung und dem Bedürfnis nach individuellem, nicht ideologiekonformem Ausdruck darzustellen.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Fürchtet euch nicht - Christen in der DDR

ca. 54 min f DVD-Video D 2009

Die Dokumentation beleuchtet die tragende Rolle von Christen und christlichen Kirchen in der DDR. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Revolution in der DDR einen friedlichen Verlauf nahm. Der Film erzählt von Menschen, die in der DDR durch ihren christlichen Glauben vielfach benachteiligt wurden sowie Repressalien und großen Gefahren ausgesetzt waren. Doch innerhalb der Kirche konnten Christen und Nichtchristen ihre oppositionelle Arbeit gegen den Staat organisieren und durch aktives politisches Handeln den Untergang des Staates beschleunigen.

Zusatzmaterial: Arbeitsblätter; didaktische Hinweise; Ergänzende Unterrichtsmaterialien.

Adressaten: A(10-13)

Fächer: Evangelische Religion

Didaktische Hinweise: Der dokumentarische Film erhält seine Lebendigkeit durch die engagierte Zeitzeugenschaft der Interviewten und durch die eingespielten Original-Filmausschnitte. Der fachwissenschaftliche Horizont ist durch Bezugnahme der Arbeitsmaterialien auf die theologische Bearbeitung der NS-Diktatur und das Verhältnis von Staat und Kirche heute (am Beispiel der Militärseelsorge) erweitert, lässt aber katholische Christen so gut wie unerwähnt (das wäre nach dem Titel "Christen in der DDR" anders zu erwarten). Das Begleitmaterial enthält gute Ideen zu einem dem Medium adäquaten Einsatz (Brainstorming nach Betrachten des Vorspanns, vorbereitetes Rollenspiel zu Handlungsoptionen einer Dilemmasituation des Films). Die Arbeitsblätter orientieren sich an einem anspruchsvollen Niveau.

Bildungsstandards: HS/WRS: BS10; RS: BS10; GY: KS

Fächer: Ethik

Didaktische Hinweise: Durch das Medium können Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, was es bedeutet, in einem totalitären Staat zur Opposition zu gehören, Widerstand zu leisten und wie Gewissen, persönliche Überzeugungen und politische Verantwortung zusammengehören. In Sekundarstufe I und II bieten sich Einsatzmöglichkeiten bei Themenbereichen wie Normen und Werte, Verantwortung, Toleranz und Entwicklung gewaltfreier Konfliktlösungsstrategien.

Bildungsstandards: RS: BS10

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Die Berliner Mauer - Historische Orte und Hintergründe, Teil 1

ca. 26 min sw+f DVD-Video D 2013

DER MAUERBAU 13. AUGUST 1961 (02:33 min): Der Film dokumentiert das Geschehen am Tag der Mauerbaus: Ein Sommerwochenende im August. Berlin 1961. Die meisten schlafen noch als Volkspolizisten am frühen Sonntagmorgen des 13. August 1961 die Grenze zum sowjetischen Sektor der Stadt abriegeln. Als die Stadt erwacht, beobachten die Westberliner erschrocken und fassungslos, wie an der Grenzlinie von ostdeutschen Bautrupps und Grenzsoldaten Betonpfähle eingerammt und Stacheldraht gezogen wird. Schnell wird klar: Die DDR-Regierung hat im Verbund mit den Sowjets begonnen, die Grenze nach Westberlin zu schließen. Ein Schritt, der die Teilung Berlins besiegelte.

GRENZPUNKT POTSDAMER PLATZ (04:47 min): Damit hätte keiner gerechnet: Am 13. August 1961 riegeln DDR-Volkspolizisten den Potsdamer Platz ab. Betriebskampfgruppen bohren Löcher, rammen Pfosten hinein und befestigen Stacheldraht Westberliner beobachten das Geschehen geschockt und ohnmächtig. In Rekordzeit ist ein kilometerlanger Stacheldrahtzaun errichtet. Ein Film über den Mauerbau und seine Folgen am Standort Potsdamer Platz.

GRENZPUNKT BAHNHOF FRIEDRICHSTRASSE (01:48 min): Der Bahnhof Friedrichstrasse ist nach dem Krieg, gemessen an der Zahl der Fahrgäste, der wichtigste Bahnknotenpunkt in Berlin. Mit dem Bau der Mauer 1961 bekommt der innerstädtische Bahnhof Friedrichstrasse endgültig die Funktion eines Grenzbahnhofs. Alle Züge aus dem Westen enden hier und man muss durch die Grenzabfertigung. Es ist die einzige Möglichkeit mit Bahn und öffentlichem Nahverkehr nach Ost-Berlin oder in die DDR einzureisen. Die Bedeutung des Bahnhofes Friedrichstrasse zu Zeiten der deutschen Teilung wird in diesem Film nachgezeichnet.

DIE POLITISCHEN AKTEURE (07:15 min): Die politische Geschichte der Berliner Mauer beginnt bereits mit dem Ende des II. Weltkriegs. Aus den einst verbündeten Siegermächten werden im beginnenden "Kalten Krieg“ schnell Feinde. Das von den Siegern in Zonen aufgeteilte Deutschland wird in Ost und We st gespalten. Besonderer Zankapfel ist Berlin. Der Osten der Stadt ist Bestandteil der sowjetischen Besatzungszone, die amerikanischen, britischen und französischen Sektoren im Westteil bilden eine Enklave in der sowjetischen Zone. Der Film beleuchtet die politischen Hintergründe des Mauerbaus. Mit beindruckenden historischen Filmaufnahmen und Original-Tönen von wichtigen politischen Akteuren (u.a. Willy Brandt, John F. Kennedy, Ronald Regan und Günter Schabowski) zeichnet der Film die wichtigsten Etappen der Geschichte der Berliner Mauer nach.

GRENZPUNKT CHECKPOINT CHARLIE (07:13 min): Der Film schildert die Geschehnisse am legendären Checkpoint Charlie, einem Ort riskanter Fluchtversuche und wichtiger Schauplatz im Kalten Krieg. Am 27. Oktober 1961 gerät der Checkpoint Charlie erstmals in den Brennpunkt der Weltöffentlichkeit. US-Panzer fahren mit hoher Geschwindigkeit auf die Grenzlinie zu und bremsen scharf. Der Anlass: Der amerikanische Gesandte wollte mit seiner Frau in die Oper in Ostberlin. DDR-Grenzer verweigern ihm den Zugang. Die beiden Supermächte lassen ihre Muskeln spielen. Die Stimmung in dieser Zeit ist so explosiv, dass sich jede Krise zum Krieg ausweiten kann. Berlin hält den Atem an.

GRENZPUNKT REICHSTAG (02:17 min): Die Grenze zwischen Ost und West verlief unmittelbar an der Rückseite des Reichstages. Von der Dachterrasse des Reichstags hatte man einen guten Blick auf die Mauer. Er wurde von den Westalliierten als Ausguck über die Mauer in den Osten genutzt. Für Staatsgäste war er Teil des Pflichtprogramms. Am 9.November 1918 hatte Philipp Scheidemann vom zweiten Balkon links neben dem Haupteingang die erste deutsche Republik ausgerufen. Mit historischen Originalfilmaufnahmen wird im Film die Geschichte des deutschen Reichstages nachgezeichnet.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Geschichte, Geschichte

Didaktische Hinweise: Dank historischer Aufnahmen sind die kurzen Filme sehr anschaulich. Sie sind gut geeignet als Zusammenfassung ein Bild der jeweiligen Ereignisse bis 1989 und in die Gegenwart zu geben. Da die jeweiligen Kurzfilme einen historischen Bogen spannen, setzen sie jedoch gute Kenntnisse der Chronologie voraus.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Die Berliner Mauer, Teil 2

ca. 22 min sw+f DVD-Video D 2013

MAUERFLUCHTEN (02:35 min): Mit beeindruckenden Originalfilmaufnahmen vermittelt der Film einen Eindruck von den zahlreichen sowie riskanten Fluchtveruchen in den Berliner Westen: Vom 13. August 1961, dem Tag des Mauerbaus, bis zum Fall der Mauer am 9. November 1989 starben bei dem Versuch, die DDR-Grenzanlagen mitten in Berlin zu überwinden, nach neuesten Schätzungen 136 Menschen. Mehr als 3000 Fluchtversuche scheiterten; doch insgesamt gelang mehr als 5000 DDR-Bürgern die Flucht über die mörderische Grenze trotz vermintem Todesstreifen und allgegenwärtigem Schießbefehl.

GRENZPUNKT BERNAUER STRASSE (06:47 min): Die Bernauer Straße steht 1961 plötzlich im Brennpunkt des Weltgeschehens: Hier stößt seit 1945 der französische Sektor Berlins auf den sowjetischen. Die zentrale Mauergedenkstätte liegt nicht ohne Grund an der Bernauer Straße. Die Teilung ist besonders eklatant: Die Häuser waren Ost, der Bürgersteig davor West. Ab dem 13. August 1961 lässt die DDR-Regierung die Grenze von Volkspolizei bewachen und mit Stacheldraht absperren. Der Film handelt vom Leben und Leid, der an der Bernauer Straße lebenden Menschen und schildert den Verlauf spektakulärer Fluchtversuche in den Westen.

GRENZPUNKT BORNHOLMER STRASSE (01:05 min): Der Film behandelt das historische Geschehen am Grenzübergang Bornholmer Straße. Der Straßenübergang lag an einer Brücke über einer der wichtigsten Bahntrassen in Berlin. Die Schienenstränge wurden schon seit 1952 nach und nach blockiert. Am 9.November 1989 ist dieser Übergang, an dem der Damm zuerst bricht. Tausende Ostberliner hatten sich versammelt, um die neue Reisefreiheit auszuprobieren. Die DDR-Grenzer geben schließlich dem Druck nach.

MENSCHEN UND SCHICKSALE (02:45 min): Dieser Film handelt von den persönlichen Schicksalen und den Momenten der Trauer jener Menschen, die vom Bau der Mauer direkt betroffen waren: Fassungslos, staunend, traurig, ängstlich, zornig, wütend, verständnislos blicken die Berliner auf die Abriegelung d es Ostteils ihrer Stadt, auf den Beginn des Mauerbaus im August 1961. Als nach dem 13. August 1961 die Mauer mitten durch Berlin hochgezogen wird, sind Familien, Freunde, Liebespaare zwischen Ost und West über Nacht getrennt. Viele versuchen, über die Mauer hinweg, Kontakt zu halten. Anderen bleiben nur kurze traurige Begegnungen am Stacheldrahtzaun. Oder der verzweifelte Blick durch und über die Mauer.

GRENZPUNKT GLIENICKER BRÜCKE (01:21): Der Film zeigt die politisch-bedeutsamen Ereignisse an der Glienicker Brücke. Sie ist ab 1961 für den Grenzverkehr gesperrt. Hier war die Welt zu Ende. Nur einmal, 1988, durchbrechen drei Flüchtlinge mit einem LKW die Barrieren auf der Brücke nach West-Berlin.Die Brücke hat während der Teilung eine ganz besondere, legendenumrankte Rolle gespielt: Drei Austauschaktionen von Agenten zwischen Ost und West finden statt. Am 9. November 1989 ist die Glienicker Brücke das Einfallstor für die Potsdamer in den Westen. Tausende strömen nach Westberlin.

GRENZPUNKT BRANDENBURGER TOR (07:35 min): Das Brandenburger Tor war schon immer ein sehr symbolischer Ort in Berlin. Ein Tor, das in beide Richtungen passiert werden kann. Und gerade dort ist die Grenze zwischen Ost und West. In der Nacht zum 13.August 1961 rücken DDR-Sicherheitsorgane unter dem Codewort "Chinesische Mauer 2“ aus. Am 13. August 1961, einem Sonntag, geschieht das Unerwartete. Das Brandenburger Tor wird von DDR-Volkspolizisten, Betriebskampfgruppen und Armee abgeriegelt. Der Bau von Absperrungen wird vorbereitet. Presslufthämmer brechen die Straße auf. Die Worte von SED-Chef Walter Ulbricht stellen sich als Lüge heraus: "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“. Der Film handelt von den historischen Ereignissen rund um das Brandenburger Tor bis ins Jahr 1989.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Dank historischer Aufnahmen sind die kurzen Filme sehr anschaulich. Sie sind gut geeignet als Zusammenfassung ein Bild der jeweiligen Ereignisse bis 1989 und in die Gegenwart zu geben. Da die jeweiligen Kurzfilme einen historischen Bogen spannen, setzen sie jedoch gute Kenntnisse der Chronologie voraus.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Rebellion hinter der Mauer

ca. 55 min f DVD-Video D 2007

Warum ging die DDR wirklich unter? Weshalb fiel die Mauer? Der Liedermacher Stephan Krawczyk, die Regisseurin Freya Klier, der Bürgerrechtler Ralf Hirsch und der Pfarrer Rainer Eppelmann: vier DDR-Bürger proben schon Mitte der 80er Jahre den Aufstand, die Rebellion hinter der Mauer. Sie nehmen die in der DDR-Verfassung verankerten Bürgerrechte wörtlich und fordern sie von der Staatsführung ein. Doch die reagiert mit Härte. Die SED sucht einen Vorwand, die Dissidenten loszuwerden. Viele Bürgerrechtler werden verhaftet und in den Westen abgeschoben. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Sieg der SED, ist in Wahrheit der Anfang vom Ende der DDR. Der Film will anhand konkreter Freiheitsrechte, die oft mit den allgemeinen Menschenrechten identisch sind, die DDR-Realität nachzeichnen. Dabei kommen auch Zeitzeugen zu Wort.

Adressaten: A(11-13)

Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Die intellektuell anspruchsvolle Reportage zeigt eine Gruppe von Bürgerrechtlern bei ihrem Kampf um die selbst von der DDR-Verfassung garantierten Freiheitsrechte. Durch diesen Widerspruch wird der Charakter des Unrechtsregimes für den jungen Zuschauer fassbar. Die positive Rolle von Zivilcourage und Widerstand wird deutlich. Dabei stellt die Reportage die Biografien der Bürgerrechtler in Kontrast zu Aufnahmen von heutigen Demonstranten, die einer vermeintlich idealen DDR nachtrauern.

Bildungsstandards: GY: KS

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Die Mauer; Stacheldraht

ca. 112 min sw+f DVD-Video D 2009

DIE MAUER (ca. 51 min): Der Film entstand in den ersten zwei Wochen nach Errichtung der Mauer am 13. August 1961. Die 48 Jahre alten Originalaufnahmen zeigen die Atmosphäre an verschiedenen Mauerabschnitten, menschliche Schicksale und Protestmaßnahmen der Westberliner. Es wird die Propaganda im Ostsektor beobachtet und über die Auswirkungen des Mauerbaus auf den Berliner Arbeitsmarkt und Einzelhandel berichtet (Deutschland 1961)

STACHELDRAHT (ca. 61 min): Die Dokumentation ist die Fortsetzung des Films "Die Mauer". In ihr wird der Weiterbau der Absperrungen in Ost-Berlin bis Dezember 1961 geschildert. Die Originalaufnahmen thematisieren die unmittelbaren Folgen der Teilung: verödete Häuser, Grenzstreifen mit Wachhunden, vermauerte Friedhofstore, Tränengasduelle zwischen Vopos und westlicher Polizei. Aber auch Flüchtlingsgedenkstätten auf der westlichen Seite der Mauer und Interviews mit Flüchtlingen werden gezeigt (Deutschland 1961).

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Das Medium beinhaltet zwei Sendungen des Senders Freies Berlin in der Originalfassung. Damit sind die Filme wichtige Quellen, welche die gesellschaftliche Dimension des Mauerbaus darlegen. Dabei werden die Perspektiven von Westberlin wiedergegeben, die in ihrer Gestaltung und Wortwahl auch die Westpropaganda aufzeigen. Die Schülerinnen und Schüler müssen ein gutes Vorwissen besitzen, um die Zielsetzung und Gestaltungsmittel des Films zu erkennen und zu verstehen.

Bildungsstandards: RS: BS10; GY: BS10, KS

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Als die Mauer fiel

ca. 90 min f DVD-Video D 2009

Berlin, 9. November 1989: Zehntausende Menschen durchbrechen die Grenzübergänge - fassungslos, vor Freude weinend und jubelnd. In dieser Dokumentation erfolgt die minutiöse Rekonstruktion der Ereignisse zwischen dem 9. und 11. November 1989. Was ging in der Führung der SED vor sich? Handelte die SED-Führung auf Anweisung Moskaus oder beruhte alles auf einem Irrtum? Bestand die Absicht, den Fall der Mauer gewaltsam rückgängig zu machen? Welche Maßnahmen traf die Bundesregierung und wie reagierten die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs, der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion? Der Film beginnt am Morgen des 9. November und endet am Mittag des 11. Novembers 1989. Er zeigt die historische Situation, die gefährlicher war, als sie von den meisten in der Euphorie des Augenblicks erlebt wurde.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Geschichte

Didaktische Hinweise: Durch seine minutiöse Dokumentation dieses entscheidenden Ereignisses mit den richtigen betreffenden Zeitzeugen werden Ablauf, Verantwortlichkeiten und mögliche und tatsächliche Konsequenzen klar. Der Einsatz im Unterricht ist dementsprechend nur in Gänze möglich; die Betrachtung in Auszügen ist nicht zu empfehlen. Der Film besitzt eine historische Tiefe, die im Rahmen des Geschichtsunterrichts eine Überforderung darstellen kann. Daher wird das Medium nur für den Einsatz in der Kursstufe des Gymnasiums empfohlen.

Bildungsstandards: GY: KS

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Mauerjahre (1961 - 1970)

Mauerjahre (1971 - 1980)

Mauerjahre (1981 - 1990)

Mauerjahre (1961 - 1990)

ca. 450 min f DVD-Video D 2011

Der 13. August 1961 ist ein Tag, der das Leben der Berliner veränderte und der nicht nur in den Geschichtsbüchern, sondern auch als einschneidendes Ereignis im Gedächtnis vieler Menschen geblieben ist. An diesem Tag wurde die Stadt geteilt: Westberlin wurde abgeriegelt und eingemauert, und die Menschen in der DDR konnten nicht rüber. Die Mauer steht für eine Teilung im doppelten Sinne: die der Stadt Berlin und die Deutschland in zwei Staaten. Die Lage in Berlin ist über Jahrzehnte nicht nur von nationalem, sondern auch von internationalem Interesse. Keines der "Mauerjahre“ in Berlin gleicht dem anderen. 1961 der Schock der Teilung, 1968 die Revolte der Studenten, 1973 die Weltfestspiele und viele andere Ereignisse prägen das Leben in Berlin. Im November 1989 "fällt“ die Mauer, weil die DDR Bürger es friedliche erzwangen. Von all dem und dem "normalen Leben“ erzählt diese Reihe.

Zusatzmaterial: Dokumentation (ca. 30 min): Berlin 21 Uhr 37 - Ein Tag vor dem 13. August 1961 in Berlin.

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Das von RBB und anderen Fernsehsendern produzierte Medium bietet zu jedem Jahr von 1961 bis 1989 einen viertelstündigen Beitrag gemischt aus politischen Nachrichten und Filmaufnahmen aus dem Alltag (Ost- und West-Berlin). Die Gewichtung ist dabei jeweils unterschiedlich; eine Analyse der politischen Ereignisse ist nicht beabsichtigt. Dementsprechend muss die Lehrkraft die Vorauswahl bewusst treffen und mit den Schülern und Schülerinnen die Inhalte vorher erarbeiten. Übrigens werden nur die jeweiligen Ost-Filmbeiträge als solche gekennzeichnet, ohne Kennzeichnung ist es ein West-Beitrag; das macht für Schülerinnen und Schüler die Unterscheidung manchmal schwierig.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10; KS

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Eingemauert

ca. 10 min f DVD-Video D 2009

Wie es im Todesstreifen aussah, zeigt dieser Film. Er vermittelt, wonach Berlin-Touristen täglich suchen. Nach Details der Teilung, nach Resten des monströsen Bauwerks, an dessen Verlauf sich Berliner wie Zugezogene schon heute immer schwerer erinnern können. Der Film schickt den Betrachter entlang von Panzersperren, Signalzäunen und Postenwegen zu Wachtürmen und von dort hinter Fahrzeugen der Grenztruppen her zurück in das Niemandsland der Sperranlage. Während ein Sprecher die ausgeklügelte Technik im Todesstreifen erläutert, fliegt die Kamera wie in einem Computerspiel von einer Station des Grauens zur nächsten. Die detailgetreuen computeranimierten Bilder erinnern an die Sperranlagen mit Sichtschutz, -mauern, Signalzäunen und Hundelaufanlagen sowie Minenfelder und Selbstschussanlagen, die das eigene Volk über Jahrzehnte eingemauert hat.

Zusatzmaterial: Making-of (11:13 min).

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft, Geschichte

Didaktische Hinweise: Ein sehr gut gemachter Film, der anschaulich und eindrucksvoll ein solides Bild der innerdeutschen Grenze vermittelt. Obwohl der Film ganz sachlich bleibt, wird offensichtlich, was diese Grenze für die Menschen bedeutete. Sehenswert ebenfalls das "Making-of“, das den Aufwand der technischen Seite und der vorangehenden historischen Recherchen darstellt. Die Möglichkeit einer Sprachauswahl erlaubt es den Film auch im bilingualen Geschichtsunterricht einzusetzen.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Lernwerkstatt - Die Berliner Mauer

CD-ROM D 2010

Das Material der Lernwerkstatt besteht aus einer PDF-Datei mit 40 Seiten (davon 6 Seiten mit Lösungen) zum Ausdrucken. Neben den Texten beinhaltet es Illustrationen, schülerorientierte Arbeitsblätter und viele Veranschaulichungen zu den einzelnen Fragen, die dieser Lernzirkel beantwortet. Lernstationen sind: Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg; Der Kalte Krieg; Die Teilung Deutschlands; Das deutsche Wirtschaftswunder; Der Bau der Berliner Mauer; Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik; Dramatische Ereignisse; Der Fall der Mauer; Die Zeit danach; Lernkontrolle.

Adressaten: A(8-9)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

Didaktische Hinweise: Es handelt sich nicht um ein multimedial gestaltetes Medium mit interaktiven Benutzungsangeboten, sondern um eine Sammlung von Arbeitsblättern. Textniveau und Aufgabenstellungen sind anschaulich und leicht verständlich und orientieren sich vorwiegend an den Erfordernissen der Förder- und der Hauptschule.

Bildungsstandards: SO: HS; HS/WRS: BS9

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Wer war das Volk?

ca. 25 min f DVD-Video D 2005

 

Reporter Willi Weitzel hat sich in Leipzig umgesehen, wo alles begann. Er trifft einen Fernsehjournalisten, der im Herbst 1989 heimlich die so genannten Montagsdemonstrationen filmte und das Material nach Westdeutschland schmuggelte. So erfuhren auch die Menschen in der DDR über westliche Nachrichtenmagazine, dass sich im eigenen Land viele Leute gegen die Diktatur friedlich zur Wehr setzen. Der Mut dazu ging von einer sich allmählich vergrößernden Gruppe aus, die sich schon seit einigen Jahren in der Leipziger Nikolaikirche traf und über Missstände wie die Nichteinhaltung von Menschenrechten sprach. Der Film zeigt, wie es zum Mauerfall kam und erklärt die beiden unterschiedlichen Staats- und Wirtschaftsformen.

Zusatzmaterial: Filmausschnitte; Hörstücke; Erkläranimationen; Bilder und Bildergeschichten; Lieder; Unterrichtsentwürfe; Materialien zum Lesen, Arbeiten und Ausdrucken.

 

Adressaten: A(7-9)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft

 

Didaktische Hinweise: Der Film zeigt in knapper Form einige wesentliche Ursachen und Aspekte über den Verlauf der friedlichen Revolution in der DDR. Die einfache Gestaltung wirkt motivierend und erleichtert den Zugang zum Thema und vermittelt auf einprägsame Weise Grundkenntnisse, die im Unterricht vertieft werden können. Für die Anforderungen der Bildungspläne der Realschule und des Gymnasiums wirkt das Medium wegen der teilweise plakativen Form weniger gut geeignet.

 

SO: HS; HS/WRS: BS9

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Wendezeit '89; 7. Oktober bis 30. November 1989

ca. 833 min f DVD-Video D 1994

 

Pilotfilm "Wendezeit '89" (ca. 42 min): Abriss der Geschehnisse von Januar bis Oktober 1989: DDR-Bürger stellen Wahlfälschungen fest; DDR-Bürger fliehen über Ungarn gen Westen oder in die bundesdeutsche Botschaft in Budapest; Erste Montagsdemonstration in Leipzig; Ungarn lässt DDR-Flüchtlinge ausreisen; DDR-Flüchtlinge in den Botschaften in Prag und Warschau dürfen ausreisen.

7. bis 18. Oktober 1989 (ca. 175 min): Staatsakt zum 40. Jahrestag; brutales Vorgehen gegen Demonstranten; Leipziger Montagsdemonstration: Sicherheitskräfte greifen nicht ein; US-Außenminister Baker: "Es wird Zeit für Perestroika in der DDR"; DDR-Flüchtlinge erreichen Bayern; Freilassung fast aller Inhaftierten bekannt gegeben; Warschau bleibt Schlupfloch in die Bundesrepublik; Erich Honecker tritt zurück.

19. bis 31. Oktober 1989 (ca. 188 min): Krenz kündigt "Wende" an; Bundespolitiker unterstützen Modrow; Diskussionen und Demonstrationen; Symposium thematisiert Einheit Deutschlands; Demonstration gegen Krenz; Messehalle n werden Auffanglager; Erstes Telefonat zwischen Krenz und Kohl; Interview mit Bürgerrechtler veröffentlicht; 20.000 beim Rathausgespräch in Ostberlin.

1. bis 10. November 1989 (ca. 142 min): Fluchtpunkt Prager Botschaft; Ablösung von Führungskräften dauert an; Westbürger hegen Sympathie für DDR-Flüchtlinge; 500.000 demonstrieren in Ostberlin; Flüchtlingswelle hält an; Verfall der Leipziger Innenstadt; DDR-Ministerrat tritt zurück; SED-Politbüro tritt geschlossen zurück; die Mauer fällt; Grenzanlagen überrannt; DDR-Bürger erhalten "Begrüßungsgeld“.

11. bis 20. November 1989 (ca. 143 min): Abriss der Mauer beginnt; Mielke: "Ich liebe doch alle!"; Fußballer Sammer will ins Ausland wechseln; Modrow präsentiert neue Regierung; Künstler und Journalisten demonstrieren in Dresden; Leipzig: Kerzen vor der Stasi.

21. bis 30. November 1989 (ca. 143 min): Die Mauer wird Exportschlager; Journalisten in Wandlitz; Wirtschaftskrise in der DDR; Intellektuelle fordern Engagement für DDR; Sprechchöre: "Deutschland einig Vaterland"; Helmut Kohl stellt Zehn-Punkte-Programm vor; Untersuchung zu Polizeiübergriffen; unterschiedliche Reaktionen auf Einheitsbestrebungen.

 

Adressaten: A(9-13)

Fächer: Fächerverbund Welt-Zeit-Gesellschaft; Geschichte

 

Didaktische Hinweise: Die Filme zeichnen sich aus durch ihren Quellencharakter: Filmaufnahmen werden ergänzt durch einen referierenden Kommentar sowie durch die reflektierenden Erzählungen der Zeitzeugen aus der zeitlichen Distanz. Die Machart – der Zuschauer erlebt die Ereignisse eines Tages "hautnah" (wieder) – erzeugt Spannung und Teilnahme. Durch die Zusammenstellung von unterschiedlichen Perspektiven (Parteizentrale, Volksbewegung, Opposition, Staatssicherheit) erhält man viele Anknüpfungspunkte für Beobachtungsaufträge und Vergleiche. Weitere mögliche Arbeitsaufträge können die Verfassung eines Berichtes oder eines Kommentars sein. Der Einsatz in der Förderschule ist grundsätzlich möglich, erfordert aber eine intensive Vorbereitung.

 

SO: HS; HS/WRS: BS9, BS10; RS: BS10; GY: BS10, KS

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Stand: 16.09.2014