Beispiele aus Schulen

Bild: Brad Flickinger, Lizenz: CC BY

Bergschule (GS) Heidenheim

Die Bergschule Heidenheim hat ihr Vorhaben in einer Konzeption „Digitales Klassenzimmer“ zusammengefasst. Dazu gehörte sowohl eine Bestandsaufnahme des bisherigen Computer- und Medieneinsatzes im Unterricht als auch der Technik und der durchgeführten Fortbildungen. Für das Vorhaben wurden darauf aufbauend ein pädagogisches Medienkonzept, ein Vernetzungs- und Ausstattungskonzept, ein Service-und Betriebskonzept sowie ein Fortbildungskonzept entwickelt.

 

Unter „Pädagogische, didaktische und methodische Zielsetzung“ heißt es beispielsweise:

„Der Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg sieht vor, dass die Schüler/-innen der Grundschule sich mit Medien auseinandersetzen.

‚Der Unterricht nutzt die Möglichkeiten der unterschiedlichen Beschaffung von Informationen und vermittelt damit eine Orientierung über Informationsquellen. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch wichtige Gestaltungsmöglichkeiten für eigene Produktionen kennen. Medien selbst werden zum Unterrichtsgegenstand; der Deutschunterricht hilft die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln.’ (Bildungsplan 2004 Grundschule, S. 45).

 

Auch die Entwicklung der Gesellschaft hat es notwendig gemacht, dass die kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit Medien schon früher als bisher beginnen sollte. Eine integrative Nutzung der neuen Medien im Unterricht der verschiedenen Fächer erscheint uns daher sinnvoll. Als passende Ergänzung zu unserer bisherigen Nutzung von Computern im Computerraum und in Lerninseln erscheint uns das Tablet als geeignet. Ein Tablet lässt sich schnell und flexibel im Unterricht einsetzen.

 

Bei Unterrichtsformen wie Wochenplanarbeit, wo die individuelle und selbständige Arbeit der Schüler/-innen im Mittelpunkt steht, erscheint die Arbeit mit Tablets als besonders geeignet. Vor allem browserbasierte Anwendungen, so zum Beispiel das Leseförderprogramm Antolin oder Internetrecherchen, können so unkompliziert in den Unterricht integriert werden.“

Lesen Sie hier die ganze Konzeption Digitales Klassenzimmer.

Lesen Sie hier einen Bericht über den Start des Projektes an der Bergschule.

Schickhardt-Gymnasium Stuttgart

Strukturelle Rahmenbedingungen und Voraussetzungen

 

Alle Unterrichtsräume der Schule sind an das Schulnetz angeschlossen und mit einem Desktop-Computer, einem interaktivem Beamer und mit einem Whiteboard ausgestattet. Seit 2014/15 stehen für das Projekt ein Klassenzimmer und 3 Fachräume mit einem zentral gemanagten WLAN mit 8 Access-Points zum Anschluss an das pädagogische Netz zur Verfügung. Der Umstand, dass das Projekt aus Sicherheitsgründen nach Auflage der Stadt Stuttgart nicht über das pädagogische Netz der Schule organisiert werden durfte, machte den Aufbau eines Parallelnetzes mit einem Server mit der paedML Linux 6.0 LINK eigens für das Projekt erforderlich. Die Nutzung des Beamers (am pädagogischen Netz) über das Tablet der Lehrkraft war nur mit weiterem Aufwand möglich, so dass bislang darauf verzichtet wurde. Projiziert wurde über den Desktopcomputer und Beamer im Klassenzimmer, was allerdings die doppelte Vorhaltung der Medien/Unterrichtsmaterialien über das Schulnetz und die Moodle-Plattform der Schule erforderlich machte.

 

Eine Klasse 9 des Schickhardt-Gymnasiums wurde mit personalisierten Tablet-PCs (Windows 8.1) ausgestattet, um mit den 30 Schüler / -innen der Klasse 9a ein Tablet-PC-Projekt in den Schuljahren 2013 / 14 und 2014 / 15 durchzuführen. Das Projektkonzept sieht vor, dass die Tablets zunächst nur in der Schule zum Einsatz kommen. Sie werden in Schließfächern aufbewahrt, während des Unterrichts nur mit Akku betrieben und nach dem Unterricht wieder im Schließfach an Strom und LAN-Kabel angeschlossen. Über LAN-Kabel können die Geräte mit Programmen und Unterrichtsmedien vom LMZ / SMZ remote bestückt werden, ein Verfahren, das verstärkt ab dem Schuljahr 2014 / 15 erprobt wird. In einer weiteren Phase des Projektes sollen die Schülerinnen und Schüler die Tablets auch nach Haus mitnehmen können.
Der Austausch und Speicherung der Materialien sowie die Kommunikation mit den Schüler / -innen außerhalb des Unterrichts erfolgt über die Moodle-Plattform der Schule.

Werkstattberichte

Der Start des Projektes am Schickhardt-Gymnasium

 

Unterricht mit Tablets über die Lernplattform Moodle im Fach Geschichte

 

Erfolgsfaktoren und der beginnende Regelbetrieb in mehreren Fächern

Interviews mit Beteiligten des Projektes (Februar 2014)

Thomas Herbst, Referatsleiter, Referat Aus-/Fortbildung, im Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, beantwortet Fragen zum Projekt Tablet & Schule am Schickhardt Gymnasium in Stuttgart in Verbindung mit dem Landesprojekt, das zwei weitere Schulen umfasst.    
Johannes Gienger, Leiter des Stadtmedienzentrums Stuttgart, und am Projekt teilnehmender Lehrer (2 Unterrichtsstunden Geschichte), berichtet über seine Motive, Absichten und Erwartungen.    
Edwin Bartels, Schulleiter des Schickhardt-Gymnasiums, formuliert seine Hoffnungen mit Blick auf die Entwicklung des Projektes an seiner Schule.     

Medienberichte aus dem Unterricht

Dass Laptop- und Tablet-PC-Projekte immer noch (leider) etwas Besonderes darstellen, zeigt das Interesse der Medien an solchen Projekten.

 

Der SWR, die Stuttgarter Zeitung, die Süddeutsche Zeitung und das Evangelische Kirchenfernsehen haben am Geschichtsunterricht der zehnten Klasse am Schickhardt-Gymnasium in Stuttgart teilgenommen. Die Berichte dokumentieren den Verlauf des Projektes und zeigen auch die Schwierigkeiten auf.

Das evangelische Kirchenfernsehen zu Gast am Schickhardt-Gymnasium: Interviews mit Schüler / -innen und Lehrern. Der Ausschnitt aus einem längeren Beitrag vermittelt Eindrücke von den spannenden Anfängen des Projekts. Das zentrale Anliegen des Projekts – so die Aussage – sind die bessere Motivation und die bessere Vermittlung von Inhalten.     

Realschule Ravensburg

Im Moment wird an der Schule die paedML Windows 3.0 installiert. Außerdem haben die beteiligten Lehrerkräfte bereits Tablets und eine einführende Schulung erhalten, um sich mit den Geräten vertraut zu machen. Dabei handelt es sich um die gleichen Geräte, die später die Projektklasse bekommen soll. (Stand November 2014)

 

Grundschule Jungingen / Ernst-Reuther-Realschule Karlsruhe

Diese beiden Projektschulen arbeiten mit der paedML Windows 3.0. Da diese erst zu Beginn der Sommerferien 2014 ausgeliefert wurde, steht im Moment die Integration der Geräte nach Installation der neuen Musterlösung an der Schule im Vordergrund. (Stand November 2014)